Es gibt Menschen, die verändern die Welt.
Und dann gibt es Ralf Stegner.
Schon wenn er den Sitzungssaal betritt, scheint die Sonne einen kurzen Moment innezuhalten. Blumen beginnen zu welken… aus Ehrfurcht natürlich. Selbst Marmorstatuen sollen sich heimlich gefragt haben, ob sie jemals eine derart beeindruckende Ausstrahlung besitzen werden.
Sein Gesicht trägt jene unverwechselbare Mischung aus Frohsinn, Optimismus und überschäumender Lebensfreude, für die ihn Millionen Menschen… zumindest sofort wiedererkennen würden.
Seine Reden sind Meisterwerke der politischen Rhetorik. Während gewöhnliche Politiker versuchen, Gegner mit Argumenten zu überzeugen, hat Herr Stegner die Debatte auf eine höhere Ebene gehoben. Warum kompliziert über Inhalte sprechen, wenn ein einziger Satz genügt?
Alice Weidel könne „auf jeder Geisterbahn arbeiten“, erklärte der Meister der feinen Klinge.
Was für ein sprachliches Feuerwerk! Cicero hätte vor Neid seine Schriftrollen eingerollt. Goethe hätte vermutlich die Feder sinken lassen und sich gedacht: „Mehr Literatur wird heute nicht mehr entstehen.“
Dabei strahlt Herr Stegner selbst eine solche jugendliche Frische aus, dass jeder Spiegel vermutlich freiwillig beschlägt, um diesem Anblick den gebührenden Respekt zu erweisen.
Auch seine Bescheidenheit sucht ihresgleichen.
Nie würde er sich selbst in den Mittelpunkt stellen. Das übernehmen schließlich seine Interviews ganz von allein.
Unermüdlich erklärt er den Bürgern, wer Demokrat ist, wer Demokrat sein darf und wer bitte draußen warten soll. Welch selbstlose Aufgabe! Andere verschwenden ihre Zeit damit, Probleme zu lösen. Herr Stegner löst das viel eleganter: Er definiert einfach, wer überhaupt mitreden darf.
Das spart Zeit und hält den politischen Diskurs angenehm übersichtlich.
Seine Liebe zur Demokratie ist grenzenlos. Sie ist so groß, dass sie manche politischen Mitbewerber am liebsten gar nicht erst an ihr teilhaben lassen möchte. Eine Fürsorge, wie man sie nur selten erlebt.
Besonders bewundernswert ist seine Menschenkenntnis.
Ein einziger Blick genügt ihm offenbar, um andere zuverlässig einzuordnen. Psychologen brauchen jahrelange Ausbildung. Herr Stegner braucht lediglich ein Fernsehstudio.
Und welch beneidenswerte Gelassenheit! Während andere Politiker versuchen, Brücken zu bauen, bleibt Herr Stegner standhaft an der Brandmauer. Ein Fels in der Brandung. Oder zumindest in der Mauer.
Doch jede Legende braucht jemanden, der sie vielleicht sogar noch überstrahlt.
Es soll tatsächlich einen einzigen Politiker im Deutschen Bundestag geben, der den großen Meister in Schönheit, Charme und unwiderstehlicher Ausstrahlung noch übertreffen könnte.
Die Wissenschaft sucht bis heute nach Beweisen.
Bis dahin bleibt Ralf Stegner das, was er zweifellos ist:
Ein Denkmal.
Ein Monument.
Ein Gesamtkunstwerk deutscher Politik.
Möge er uns noch viele Jahre mit seinen geistreichen Bonmots erfreuen und uns zeigen, dass politische Debatten manchmal dort ihren Höhepunkt erreichen, wo die Argumente enden und die Jahrmarktsmetaphern beginnen.
Deutschland kann sich glücklich schätzen, Zeuge einer solchen Ausnahmeerscheinung zu sein.
Oder zumindest behaupten einige das.











