Man weiß nicht mehr, ob man Nachrichten schaut oder eine besonders schlechte Folge von South Park.
Da greifen die USA und Israel einen Staat militärisch an – ohne Mandat des UN-Sicherheitsrat. Bomben, Eskalation, Chaos. Und Deutschland?
Schickt seinen Finanzminister nach Washington.
Seine größte Sorge:
Dass Russland am Ende davon profitiert.
Nicht das Völkerrecht.
Nicht die Eskalation.
Nicht die Toten.
Russland könnte gewinnen.

Das ist der moralische Kompass dieser Außenpolitik in Reinform.
Während andere Länder Kriege führen, führt Deutschland Buch.
Geopolitische Excel-Tabelle statt politischer Haltung.
„Wer gewinnt?“ ersetzt „Was ist richtig?“
Und damit ist eigentlich alles gesagt.
Diese Bundesregierung redet von Werten – und denkt in Machtblöcken.
Sie spricht von Recht – und praktiziert Relativierung.
Sie predigt Moral – und liefert Begründungen, wenn es unbequem wird.
Wenn Gegner Gewalt anwenden: Skandal.
Wenn Verbündete es tun: Kontext.
Das ist keine Außenpolitik.
Das ist Doppelmoral mit Pressesprecher.
Und das wirklich Bittere:
Es ist nicht einmal besonders klug.
Denn wer jeden Konflikt nur danach bewertet, ob Russland Punkte sammelt, hat bereits aufgehört, eigenständig zu denken.
Das ist keine Strategie – das ist Reflex.
Deutschland wirkt dabei nicht wie ein souveräner Staat.
Sondern wie ein Kommentator im eigenen Spiel.
Oder anders gesagt:
Wenn Bomben fallen und Berlin sich fragt, wer in Moskau lächelt, dann läuft etwas grundsätzlich schief.
Sehr schief.















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