Die hessische Landesregierung zeigt mit diesem neuen Förderprogramm eindrucksvoll, wie weit sich Teile der Politik inzwischen von den Sorgen normaler Familien entfernt haben. Während Schulen im Chaos versinken, Lehrer fehlen, Gewalt zunimmt und immer mehr Schüler kaum fehlerfrei Deutsch schreiben können, beschäftigt sich das Kultusministerium lieber mit queeren Kinderbüchern und Genderidentitäten für Minderjährige.
Man muss sich diese Prioritäten einmal auf der Zunge zergehen lassen: Nicht bessere Bildung. Nicht mehr Sprachförderung. Nicht mehr Lehrer. Nein — stattdessen sollen Kinder möglichst früh mit Identitäts- und Sexualitätsfragen konfrontiert werden, die viele Erwachsene kaum nachvollziehen können.
Unter dem Schlagwort „Vielfalt“ wird hier zunehmend eine ideologische Agenda in Kinderzimmer und Klassenräume getragen, die mit klassischer Bildung immer weniger zu tun hat. Vielen Eltern reicht es schlichtweg. Sie wollen keine politische Umerziehung ihrer Kinder, sondern Schulen, die Lesen, Schreiben, Rechnen und Allgemeinbildung vermitteln.
Besonders kritisch sehen viele Bürger dabei die gezielte Ansprache von Kindern in einem Alter, in dem Persönlichkeiten noch gar nicht gefestigt sind. Kindern wird suggeriert, Geschlecht sei etwas Beliebiges, Austauschbares, frei Wählbares wie ein Kleidungsstil. Damit wird eine fundamentale biologische Realität relativiert und jungen Menschen eine permanente Identitätssuche geradezu eingeredet.
Natürlich gibt es Menschen mit echter Geschlechtsdysphorie. Das bestreitet kaum jemand ernsthaft. Aber aus Einzelfällen eine gesellschaftliche Leitideologie zu machen und sie systematisch über Schulen, Medien und Kinderliteratur zu verbreiten, empfinden viele Bürger als hochproblematisch.
Noch gravierender ist der Eindruck, dass jede Kritik daran moralisch unterdrückt werden soll. Wer Zweifel äußert, gilt sofort als „rückständig“ oder „intolerant“. Genau diese ideologische Verengung sorgt jedoch dafür, dass der Widerstand gegen solche Projekte immer stärker wächst.
Viele Menschen haben zunehmend das Gefühl, dass Kinder heute nicht mehr geschützt, sondern politisch beeinflusst werden sollen. Dass ausgerechnet der Staat nun aktiv Literatur fördert, die Kindern frühzeitig komplizierte Gender- und Identitätskonzepte nahebringen soll, wirkt auf viele Eltern nicht wie Bildungspolitik, sondern wie gesellschaftspolitischer Aktivismus auf Kosten der nächsten Generation.
Und genau deshalb wächst die Ablehnung solcher Programme weit über konservative Kreise hinaus inzwischen spürbar an.












