Fast unbemerkt bahnt sich eine dramatische Entwicklung an. Ich wiederhole: eine dramatische Entwicklung. Deutschland produziert weniger Lebkuchen.
2025 waren es nur noch rund 72.800 Tonnen – zehn Prozent weniger als im Vorjahr und der niedrigste Stand seit sieben Jahren. Knapp 20.000 Tonnen gingen ins Ausland. Offenbar hat man dort längst begriffen, was bei uns noch viele verdrängen: Die kalte Jahreszeit ist lang, und sie wird nicht kürzer, wenn man den Lebkuchen erst am Nikolaustag kauft. Statistisches Bundesamt
Während Aldi und Co. bereits im Oktober die Regale füllen, stellt sich deshalb eine Frage von nationaler Tragweite: Vorrat anlegen – oder leichtsinnig auf Nachschub hoffen? Wer schon einmal im Januar vor einem leeren Lebkuchenregal stand, weiß: Dann hilft auch kein Krisengipfel mehr.
Natürlich muss niemand gleich den Keller bis unter die Decke stapeln. Aber ein kleiner, strategischer Wintervorrat kann nicht schaden. Lebkuchen hält sich, die Winterzeit zieht sich – und irgendeinen Grund für eine Packung findet sich bekanntlich immer.
Quellen
Statistisches Bundesamt, „10 % weniger Lebkuchen im Jahr 2025 in Deutschland produziert“:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-der-Woche/2026/PD26_42_p002.html
Schlagworte: Lebkuchen, Produktion, Wintervorrat, Weihnachten, Satire
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