Wer die politische Debatte in Deutschland verfolgt, könnte meinen, die Ukraine sei ein Musterstaat, dessen einziges Problem darin besteht, dass Russland Krieg gegen sie führt.
Doch dieses Bild ist unvollständig.

Denn parallel zu den Bildern zerstörter Häuser, leidender Zivilisten und ständiger Hilfsappelle existiert eine andere Realität. Eine Realität aus
- Korruption,
- Bestechung,
- Schattenwirtschaft und
- milliardenschweren kriminellen Strukturen, über die deutlich weniger gesprochen wird.
Kritiker verweisen seit Jahren darauf, dass die Ukraine zu den korruptionsanfälligsten Staaten Europas gehört. Selbst westliche Institutionen und ukrainische Ermittlungsbehörden mussten immer wieder gegen korrupte Beamte, Militärverantwortliche und Funktionäre vorgehen.
___________________________________________________________________________________________________________________________________________
Freikaufen von der Wehrpflicht – gutes GESCHÄFT

Kritiker des ukrainischen Systems verweisen auf Schätzungen, nach denen Bestechungsgelder im Zusammenhang mit der Wehrpflicht jährlich Milliardenbeträge erreichen könnten. In einschlägigen Debatten werden Summen von rund zwei Milliarden US-Dollar pro Jahr genannt. Unabhängig davon, ob diese Zahlen exakt zutreffen, verdeutlichen sie die Dimension des Problems, das selbst ukrainische Behörden immer wieder einräumen mussten.
Besonders umstritten ist die Mobilisierungspraxis. Während Politiker in Brüssel und Berlin von Freiheit und Demokratie sprechen, kursieren gleichzeitig unzählige Videos von Männern, die auf Straßen, Parkplätzen oder vor Einkaufszentren von Rekrutierungstrupps aufgegriffen werden. Kritiker sprechen von einer regelrechten Rekrutierungsindustrie.
Gleichzeitig gibt es seit Jahren Berichte über Bestechungssysteme, mit denen sich Wehrpflichtige dem Fronteinsatz entziehen konnten. Wer über genügend Geld verfügt, soll nach Darstellung von Kritikern oftmals andere Möglichkeiten haben als der einfache Arbeiter oder Angestellte. Während die einen kämpfen, verfügen andere über die Mittel, sich dem Risiko zu entziehen.
___________________________________________________________________________________________________________________________________________
Callcenter GESCHÄFT – Enkeltrick und Konsorten

Hinzu kommt ein weiteres Problem, das in der öffentlichen Debatte häufig kaum vorkommt: internationale Betrugsnetzwerke.
Europäische Ermittlungsbehörden warnen seit Jahren vor professionell organisierten Callcenter-Strukturen, die von osteuropäischen Standorten aus Opfer in ganz Europa um Millionenbeträge erleichtern.
Die Ukraine wird dabei regelmäßig als einer der Standorte genannt. Für die Opfer spielt es keine Rolle, ob ihr Erspartes durch einen Raketenangriff oder durch einen professionellen Telefonbetrüger verschwindet. Weg ist weg.
___________________________________________________________________________________________________________________________________________
LEIHMUTTER Geschäft

Auch die kommerzielle Leihmutterschaft entwickelte sich über Jahre zu einem internationalen Geschäftszweig. Während in vielen westlichen Staaten erhebliche rechtliche und ethische Grenzen bestehen, entstand in der Ukraine ein Markt, der zahlungskräftige Kunden aus aller Welt anzog.
Für die einen ein legitimes Geschäftsmodell.
Für die anderen ein Symbol dafür, wie weit die Kommerzialisierung menschlicher Schicksale gehen kann.
Ist die attraktive Frau nicht willig, dann wird eben ihr Mann Busifizert und ihr fehlt der Ernährer – ist doch kein Problem und ab gehts zur Befruchtung.
___________________________________________________________________________________________________________________________________________
WEBCAM GESCHÄFT

Der Krieg hat nicht nur eine Rüstungsindustrie und eine Rekrutierungsmaschinerie hervorgebracht, sondern auch zahlreiche Schattenmärkte wachsen lassen. Kritiker sprechen von einer Ökonomie der Verzweiflung, in der manche Menschen an der Front sterben, während andere durch Korruption, Betrug, Schwarzhandel, Menschenhandel oder die Ausnutzung wirtschaftlicher Notlagen Geld verdienen.
Besonders Frauen geraten dabei häufig in Abhängigkeiten, in denen die angeblich freie Entscheidung oft nur die Wahl zwischen Armut und Ausbeutung ist.
Kritiker verweisen zudem auf den wachsenden Online-Erotik- und Webcam-Markt in Osteuropa. Armut, Krieg, Flucht und wirtschaftliche Not schaffen dabei Bedingungen, unter denen insbesondere junge Frauen in prekäre Abhängigkeiten geraten können. Menschenrechtsorganisationen warnen seit Jahren davor, dass wirtschaftliche Notlagen die Gefahr von Ausbeutung, Menschenhandel und sexueller Ausnutzung erhöhen.
Wo genau die Grenze zwischen freiwilliger Tätigkeit und wirtschaftlichem Zwang verläuft, ist dabei oft schwer zu erkennen. Eine massive Anzahl neuer Portale wird mit ukrainischen Frauen vollgestopft, die das natürlich alle freiwillig machen -oder?
Weitere Milliarden werden so verdient. Die Opfer zahlen immer, verdienen tun die korrupten Verbrecher der Ukraine.
___________________________________________________________________________________________________________________________________________
Geschäft mit den Getreideexporten

Wenn von ukrainischem Getreide die Rede ist, wird häufig so getan, als würden kleine Bauernfamilien heldenhaft die Welt ernähren. Tatsächlich ist der internationale Agrarhandel längst ein Geschäft globaler Konzerne, Händler und Investoren.
Das Weizenkorn mag ukrainisch sein, die Gewinne landen jedoch nicht automatisch beim ukrainischen Landwirt. Genau darüber wird erstaunlich selten gesprochen.
Während man dem europäischen Steuerzahler ständig neue Hilfspakete erklärt, bleibt die Frage offen, wer an den Exporten tatsächlich verdient und welche internationalen Interessen hinter dem permanenten Verweis auf die Bedeutung ukrainischer Agrarprodukte stehen. 60 % der Agrarflächen gehören multinationalen Konzernen wie MONSANTO, BAYER und CARGILL.
___________________________________________________________________________________________________________________________________________
Das einträgliche Geschäft, des Handelns mit geschenkten Waffensystemen

Während europäische Steuerzahler die Lieferung immer neuer Waffensysteme finanzieren, bleibt eine unbequeme Frage weitgehend unbeantwortet: Wer garantiert eigentlich, dass jede dieser Waffen dort bleibt, wo sie bleiben soll?
Wir erinnern uns noch an den Flugzeugabsturz in Griechenland eines ukrainischen Flugzeuges voll mit Waffen.
In einem Land, das seit Jahrzehnten mit Korruption kämpft und in dem riesige Mengen militärischen Materials bewegt werden, erscheint ein lückenloses Kontrollsystem vielen Beobachtern eher als Wunschdenken denn als Realität.
Die Geschichte zeigt, dass Waffen selten verschwinden, ohne irgendwo wieder aufzutauchen. Die Rechnung dafür zahlen oft andere Jahre später.
___________________________________________________________________________________________________________________________________________
Die eigentliche Frage lautet daher:
- Warum wird über all diese Themen so selten gesprochen?
- Warum werden Korruptionsskandale häufig als Randnotiz behandelt, während jede neue Finanzhilfe als alternativlos dargestellt wird?
- Warum sollen europäische Steuerzahler Milliarden bereitstellen, dürfen aber gleichzeitig kaum Fragen zur Verwendung dieser Gelder stellen?
Niemand bestreitet das Leid vieler Ukrainer. Niemand bestreitet die Zerstörungen des Krieges. Doch ebenso wenig darf bestritten werden, dass Korruption, Schattenwirtschaft, organisierte Kriminalität und Machtmissbrauch erhebliche Probleme des Landes darstellen.
Solidarität darf nicht bedeuten, den kritischen Verstand abzuschalten.
Wer Milliarden fordert, muss Transparenz liefern.
Wer Unterstützung verlangt, muss Fragen beantworten.
Und wer von europäischen Bürgern immer neue Opfer erwartet, darf nicht erwarten, dass diese die Augen vor den Schattenseiten verschließen.
Vielleicht ist genau das die eigentliche Debatte, die geführt werden müsste: Nicht ob der Ukraine geholfen werden soll, sondern wie sichergestellt werden kann, dass Hilfe tatsächlich bei den Menschen ankommt und nicht in den Taschen jener verschwindet, die aus Krieg, Korruption und Chaos ein Geschäft gemacht haben.
___________________________________________________________________________________________________________________________________________
Alles andere bekommt den bitteren Beigeschmack, dass auch unsere Politiker die am dringensten fordern – vielleicht irgend etwas dafür bekommen, als kleine Geste der Anerkennung.
Denn wer glaubt, Korruption gibt es nur woanders, der lebt in einer Traumwelt.
___________________________________________________________________________________________________________________________________________












