Wer vier Milliarden in den USA investiert, braucht keine Audi-Kunden in Deutschland
Audi investiert 4,2 Milliarden Dollar in eine neue Fabrik in Georgia. Dort sollen rund 4.500 Arbeitsplätze entstehen. Gleichzeitig will der Konzern in Deutschland bis 2029 bis zu 7.500 Stellen abbauen. Diese Entscheidung sollte Folgen haben – auch für uns als Kunden. www.audi.com
Wer Milliarden für ein neues Werk in den USA bereitstellen kann, hätte dieses Geld auch in Deutschland investieren können. Audi setzt andere Prioritäten: Die neue Fabrik entsteht in Georgia. Die neuen Arbeitsplätze entstehen in Georgia. Und in Deutschland werden Stellen gestrichen. Für mich ist das Grund genug, keinen Audi mehr zu kaufen.
Audi verweist auf Trumps Zölle, die das Unternehmen 2025 nach eigenen Angaben 1,2 Milliarden Euro gekostet hätten. Doch gerade das zeigt, wie erfolgreich Trumps Druck auf deutsche Unternehmen ist:
- Erst drohen die USA mit Zöllen, dann verlagert ein deutscher Konzern seine Investitionen dorthin.
Trump durfte Audi-Chef Gernot Döllner bei einer Wahlkampfveranstaltung auf die Bühne holen. Döllner dankte ihm für die Unterstützung. Audi lieferte Trump damit ein eindrucksvolles Bild für seine Botschaft:
- Seht her, meine Politik bringt deutsche Unternehmen dazu, in Amerika zu investieren. www.audi.com
Das fügt sich in eine Entwicklung, die Europa schwächt. Der Ukrainekrieg hat Europa enorme finanzielle Lasten aufgebürdet und Russland geschwächt. Die USA konnten daraus politischen und wirtschaftlichen Nutzen ziehen – und drängen Europa nun auch bei den Gesprächen über ein Kriegsende an den Rand. Dass die Schwächung Europas von Beginn an das erklärte Ziel des Krieges gewesen sei, lässt sich nicht belegen. Aber die Folgen sind sichtbar: Europa zahlt, während amerikanische Unternehmen und Standorte profitieren. www.reuters.com
Und nun investiert Audi Milliarden in den USA, während Beschäftigte in Deutschland mit Stellenabbau konfrontiert sind. Wer das nicht hinnehmen will, sollte Audi nicht weiter unterstützen. Kein Audi mehr zu fahren ist eine klare, persönliche Antwort auf die Entscheidung des Konzerns: Mein Geld bekommt ein Unternehmen, das seine Zukunft nicht auf Kosten der Beschäftigten und Standorte in Deutschland organisiert.
Quellen
- Audi zu Werk, Investitionssumme und geplanten Arbeitsplätzen: https://www.audi.com/en/press-releases/audi-to-establish-first-us-production-site-in-georgia-investing-4-billion-and-creating-4500-jobs-18420 www.audi.com
- Audi zur Vereinbarung über den Stellenabbau in Deutschland: https://www.audi.com/en/press-releases/management-and-works-council-enter-agreement-for-the-future-16579 www.audi.com
- Audi zu den Kosten der US-Zölle: https://www.audi.com/en/press-releases/amc-2026-17062?node=37326 www.audi.com
- Reuters zur aktuellen Ukraine-Diplomatie und Europas Rolle: https://www.reuters.com/world/europe/norways-prime-minister-finlands-president-phone-call-with-putin-2026-10-27/ www.reuters.com
Schlagworte: Audi, Georgia, Stellenabbau, US-Zölle, Ukrainekrieg, deutsche Industrie
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