Europas Ukraine-Inszenierung bröckelt – und Kiew sammelt bereits Listen

Über Jahre hinweg wurde Europas Öffentlichkeit mit moralischen Parolen überschüttet. Ukrainische Fahnen an Rathäusern, Solidaritätskonzerte, Sonderrechte, Milliardenhilfen und eine mediale Dauerbeschallung über den angeblichen „Kampf für Freiheit und Demokratie“. Wer Kritik äußerte, wurde reflexartig als herzlos oder gar „pro-russisch“ abgestempelt.

Doch nun beginnt die Realität die politische Inszenierung einzuholen.

Denn während viele Ukrainer weiterhin sicher und komfortabel in europäischen Ländern leben, bereitet Kiew offenbar längst die organisatorische Grundlage vor, um Menschen aus dem Ausland zurückzuholen.

Berichten zufolge sammelt die ukrainische Regierung bereits systematisch Daten über Ukrainer im europäischen Ausland – offiziell für mögliche Rückkehrprogramme, faktisch aber natürlich vor dem Hintergrund des dramatischen Personalmangels im Krieg.

Und genau hier wird die Doppelmoral entlarvt.

Jahrelang wurden ukrainische Flüchtlinge in Europa nicht nur aufgenommen, sondern regelrecht politisch instrumentalisiert. Sie wurden zum moralischen Symbol erklärt.

Gleichzeitig fiel vielen Europäern sehr wohl auf, dass ein erheblicher Teil jener, die besonders laut die Fortsetzung des Krieges fordern, eben nicht an der Front steht, sondern in Deutschland, Polen oder anderen EU-Staaten lebt – mit Sozialleistungen, Wohnraum und Sicherheit.

Besonders pikant: Ausgerechnet jene Ukrainer im Ausland gelten laut verschiedenen Umfragen oft als besonders kompromisslose Befürworter einer Fortsetzung des Krieges.

Solange andere kämpfen und sterben, lässt sich aus sicherer Entfernung leicht nach „Durchhalten“ und weiteren Waffenlieferungen rufen.

Nun aber kippt die Stimmung.

Denn viele europäische Staaten spüren zunehmend die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Massenzuwanderung. Wohnungsnot, überlastete Kommunen, steigende Sozialkosten und ein wachsender gesellschaftlicher Unmut sorgen dafür, dass die einst gefeierte „Willkommenskultur“ bröckelt. Hinter den Kulissen wird inzwischen offen darüber gesprochen, ukrainische Männer wieder zurückzuführen – damit sie im Krieg eingesetzt werden können.

Und während europäische Politiker weiterhin von „Menschenrechten“ und „europäischen Werten“ sprechen, entsteht gleichzeitig ein System, in dem Listen gesammelt, Daten abgeglichen und potenzielle Rückführungen vorbereitet werden.

Das wirft zwangsläufig Fragen auf.

Was ist von all den moralischen Reden geblieben, wenn dieselben Staaten nun bereit scheinen, Menschen faktisch in ein Kriegsgebiet zurückzuschicken? Was bedeutet „Schutz“, wenn dieser Schutz plötzlich endet, sobald Arbeitsmärkte, Sozialsysteme und politische Stimmungen kippen?

Die Wahrheit ist unbequem: Europas Ukraine-Politik war von Anfang an von massiver Doppelmoral geprägt. Öffentlich sprach man von Humanität, tatsächlich aber ging es stets auch um geopolitische Interessen, moralische Selbstinszenierung und innenpolitische Symbolpolitik.

Nun zeigt sich, wie schnell aus gefeierten „Schutzsuchenden“ ein Kostenfaktor werden kann.

Und für viele Ukrainer dürfte die Erkenntnis bitter sein:


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