Jetzt wird es aber ungemütlich: Organisierte Kriminalität wird brutaler. Banden setzen bei ihren Machtkämpfen zunehmend Sprengstoff ein. Nach der vorliegenden Meldung verweist der Osnabrücker Polizeipräsident auf Entwicklungen in den Niederlanden und Schweden. Kriminelle halten sich offenbar nicht einmal mehr an die Erwartungen der Verwaltung.
Dabei wäre die Lösung so einfach: eine Organisierte-Kriminalität-Verbotszone. An jeder Einfahrt ein Schild: „Bandenkriege werktags zwischen 8 und 18 Uhr untersagt. Sprengungen nur mit vorheriger Genehmigung.“ Bei Zuwiderhandlung 20 Euro Bußgeld. Wiederholungstäter erhalten einen nachdrücklich formulierten Brief.
Für besonders gefährdete Straßenzüge empfiehlt sich zusätzlich ein durchgestrichenes Dynamitstangen-Piktogramm. Schließlich muss man die Täter auch abholen. Vielleicht wissen die einfach nicht, dass das Wegsprengen konkurrierender Geschäftspartner hierzulande unerwünscht ist.
Nun treffen sich Vertreter von Polizei, Zoll und Kommunen, um Maßnahmen voranzutreiben. Das ist beruhigend. Der Sprengstoff ist bereits unterwegs, aber die Tagesordnung steht. Jetzt fehlt nur noch eine Arbeitsgruppe, die prüft, ob der Begriff „Explosion“ möglicherweise zu negativ besetzt ist.
Das behördliche Erstaunen hat jedenfalls Unterhaltungswert: Wer hätte gedacht, dass organisierte Kriminalität organisiert vorgeht – und dabei kriminell wird? Offenbar hatte man gehofft, die Herren würden ihre Revierstreitigkeiten irgendwann über eine kommunale Schlichtungsstelle austragen.
Bis die Maßnahmen greifen, bitten wir die Bevölkerung um Geduld. Und die Banden um Rücksichtnahme. Bitte nach 22 Uhr nur noch schallgedämpft sprengen. Wir sind schließlich ein Rechtsstaat.
Quellen
Vom Nutzer bereitgestellter Meldungstext „Organisierte Kriminalität wird brutaler“; keine externe Quelle geprüft. Verbotszonen, Bußgelder und Verwaltungsvorschläge sind satirische Zuspitzungen.
Schlagworte: Organisierte Kriminalität, Sprengstoffkriminalität, Bürokratie, Sicherheitspolitik, Satire
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