Schlagwortarchiv für: Putin

Autor: Sascha Rauschenberger
Aus dem Netz von Prof. Dr. Jeffrey D. Sachs

-ANFANG-

 

FRIEDEN IN DER UKRAINE

„Der wichtigste Punkt für eine Vermittlung ist anzuerkennen, dass alle Parteien legitime Interessen haben und berechtigte Missstände zu beklagen haben. Russland ist zu Unrecht und gewaltsam in die Ukraine eingedrungen. Die USA haben unrechtmäßig den Sturz Janukowitschs im Jahr 2014 konspirativ gepusht und die Ukraine anschließend schwer bewaffnet, während sie die Nato-Erweiterung vorantrieben, um Russland im Schwarzen Meer einzukreisen. Nach dem Sturz Janukowitschs weigerten sich die ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko und Wolodymyr Selenskyj, das Minsk-II-Abkommen umzusetzen.

Der Frieden wird eintreten, wenn die USA von einer weiteren Nato-Erweiterung in Richtung der russischen Grenzen Abstand nehmen, Russland seine Streitkräfte aus der Ukraine abzieht und von der einseitigen Annexion ukrainischen Territoriums Abstand nimmt. Ebenso muss die Ukraine ihre Versuche beenden, die Krim zurückzuerobern, und den Minsk-II-Rahmen akzeptieren. Alle Parteien müssen sich bereit erklären, die souveränen Grenzen der Ukraine im Rahmen der UN-Charta zu sichern, garantiert durch den UN-Sicherheitsrat und andere Nationen.

Der Ukraine-Krieg ist ein äußerst gefährlicher Krieg zwischen atomaren Supermächten in einer Welt, die dringend Frieden und Zusammenarbeit braucht. Es ist an der Zeit, dass die USA und Russland, zwei Großmächte der Vergangenheit und der Zukunft, ihre Größe durch gegenseitigen Respekt, Diplomatie und gemeinsame Anstrengungen unter Beweis stellen, um eine nachhaltige Entwicklung für alle zu gewährleisten – auch für das ukrainische Volk, das Frieden und Wiederaufbau am dringendsten benötigt.“

Jeffrey D. Sachs ist Professor an der Columbia University. Er hat drei Generalsekretäre der UN beraten.

#usa #russland #ukraine #frieden

-ENDE-

Kommentar:
Das war sicher ein netter Versuch, der aber am Machthunger einer USA scheitern wird, die sich international mit ihrer Hegemoniepolitik ins Abseits geschossen hat. Die in den 90er angedachte Pax Americana und das Jahrhundert der USA war so kurz wie der feuchte Traum des 1000jährigen Reiches.
Die Masse der Welt folgt weder der USA noch seinen „Bündnispartnern“, die gerade geopfert werden, und schon gar nicht mehr den US-geführten Institutionen wie IWF, Weltbank und G-sonstwas-Treffen.

Innenpolitisch stehen die USA fast vor einem Bürgerkrieg und sind Pleite. Ansonsten wartet China und seine Vasallen auf den Tag der Abrechnung, der mit Sicherheit kommen wird.

In Deutschland ist nun drei Wochen Schnee angesagt, der auch liegenbleiben soll. Das wird dann vieles klären. Auch wer, wann und wobei gelogen hat. Uns belogen hat. Und das nicht erst seit gestern…

Der Winter kommt…

Autor: Sascha Rauschenberger

Letzte Woche wurde die Ukraine mit einer Welle von bis zu 100 Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern angegriffen.
Selbstverständlich kam aus Kiew prompt die Meldung, dass fast alle abgefangen werden konnten und unsere Presse jubelte, dass die von Deutschland gelieferte Flugabwehr zu fast 100% treffsicher wäre.
Den Wermutstropfen, dass dabei irgendwie doch das noch vorhandene Stromnetz von 70 auf 50% fiel wurde in Fußnoten erwähnt.
Der Umstand, dass die ukrainische Luftabwehr im Falle von Fehlschüssen dann auch mal ohne aktivierten Selbstzerstörungszünder unterwegs ist und gern dabei auf andere Länder zielt, wurde gern ausgelassen. Zumal bald feststand, dass die Ukraine Polen beschossen hat. Hinnehmbare Kollateralschäden, die Russlands Krieg halt verursacht hat.

Diesmal war aber in den Wellen von anfliegenden Trägerwaffensystemen eine atomwaffentaugliche Ch-55 (HIER) versteckt, die gar keinen konventionellen Gefechtskopf tragen kann und stattdessen mit einem einfachen Betonklotz als Gefechtskopfersatz losgeschickt wurde.

Quelle: Twitter/michaelh922 – Gefechtskopfattrappe eines Ch-55 Marschflugkörpers.

 

Und sofort fällt der deutschen Qualitätspresse dazu dann eine sachlich logische Erklärung ein, warum der Russe hier mal wieder dümmlich agiert hat.

Grund 1) Die dummen Russen musste eine (von Putin) geforderte Quote vollmachen… Ähnlich den täglichen Erschießungen unter Stalin, was deshalb logisch erscheinen sollte.
Grund 2) Das war ein Platzhalter, um die Luftverteidigung zu überlasten. Auch das ist logisch, denn dazu nimmt man natürlich teure Trägerwaffen aus seinem Atomwaffenarsenal, die dann nur Betonklötze auf den Gegner abwerfen können.
Grund 3) Dumme Mitarbeiter haben aus dem Arsenal die falschen Marschflugkörper rausgerollt. Anstatt den Ch-555 zu nehmen, der sehr wohl mit konventionellen Gefechtsköpfen bestückt werden kann, nahm man einen Ch-55. Nur ungebildete und/oder besoffene Russen schaffen so etwas, was natürlich aber glaubhaft ist.

 

Quelle Wiki: Ch55-Marschflugkörper

 

Nehmen wir aber  – natürlich rein zum Spass!! – an, dass die Ursache für diese Wahl etwas höher anzusiedeln ist, als der IQ gewisser Experten, Medienfachleute und Ex-Militärs mit Langeweile.

Die ukrainische Luftverteidigung basierte einst ausschließlich auf russischen Systemen, wie der S300. Inzwischen ist es ein Systemmix diverser Nationen, Hersteller und auch technischen Prämissen, das weit davon entfernt ist integriert oder auch nur homogen zu sein.
Ein Umstand, der schon in NATO-Kreisen bei der eigene Luftabwehr seit Jahrzehnten angestrebt aber nie so richtig erreicht wurde, wie in AFG im ISAF HQ schön zu beobachten gewesen war. Da war die Aufrechterhaltung von Funk-Verbindungen zwischen jahrzehntelangen NATO-Partnern schon eine Herausforderung, bei der viele umgekommen sind.

Patriot Luftabwehrsystem

Wie diese Systeme nun interagieren ist allen Fachleuten ein Rätsel, zumal die Abschussquote der Luftabwehr weit davon entfernt ist fast 100% zu sein. Andernfalls wäre die Infrastruktur nicht mit nur drei Wellen plattgemacht worden.
Allein der Umstand, dass Russland zur Übersättigung der Luftabwehr billigste iranischen Drohnen einsetzt, die dann mit teuren und raren Luftabwehrraketen ausgeschaltet werden müssen, auch um die Stellungen der Luftabwehr selbst zu schützen, zeigt eines deutlich auf: die UKR kann nicht zwischen den Zielarten unterscheiden. Jedes Radarsignal ist ein gleichwertiges Ziel! Billigdrohne wie Marschflugkörper… oder gar Atomwaffenträger!

Wie es schein schafft es die Ukraine nicht ihre Ziele hinsichtlich der Art der einkommenden Gefahr hin zu priorisieren. Eben WEIL es die Radarkontakte nicht identifizieren kann.

Und da die UKR sehr viele westliche Radarsysteme und Luftabwehrsysteme hat, stellt sich die Frage, ob das nur russische Altsysteme betrifft oder aber auch westliche „Spitzentechnologie“.

Ergo war es an der Zeit die geniale Ukraine einmal dahingehend zu testen und man mixte eine (oder mehrere) Nuklearwaffenträger unter die Welle.
Da diese technisch bedingt keine normalen Gefechtsköpfe tragen können wurden sie mit gewichtsgleichen Attrappen ausgestattet.

Nun weiß der Russe, was er wissen wollte. So blöd er auch sonst ist. Die Luftabwehr kann nicht zwischen atomaren und nichtatomaren Trägersystemen unterscheiden.
Und da das Ziel des Ch-55 Kiew war, wo viele westliche Luftabwehrsysteme stationiert sind, ist nun auch klar, dass westliche Luftabwehrsysteme das auch nicht können.

Eine Lehre, die der Russe nun mit Sicherheit in seine Einsatzdoktrin für Atomwaffenschläge einbauen wird, um atomar bestückte Marschflugkörper beim Angriff in konventionelle und billige Schwärme von Ablenkungsgeschossen zu verstecken. So dann wirklich die Luftverteidigung auszudünnen.
Im Krisen- oder Einsatzfall dann auch über NATO-Gebiet. Und deren Staaten schicken nun ihre wenigen Systeme in die Ukraine und verpulvern dort die knappe Munition.
Nie war es für den Russen einfacher und besser die Qualität westlicher Luftabwehrsysteme real und auf fremden Gebiet zu testen. Die so gewonnen Daten dürften China und Nordkorea begeistern.

 

Schon lange als ukrainische Lösung für Russland gefordert…

Munition ist nur auf dem Beschaffungsweg zu bekommen, was bei der Bundeswehr, der militärischen Elite Europas,  ein paar Jahre dauern kann. Wie beispielsweise auch Ersatzteile für Panzerhaubitzen, Raketenwerfern und anderen Systemen, für die in der Slowakei nun Reparaturzentren eingerichtet werden. Wie Reparaturen dann ohne Ersatzteile gehen sollen, ist eine Frage, die man an dieser Stelle besser nicht stellen sollte. Vielleicht soll wieder der gute Gedanke als „ganz starkes Signal“ aushelfen…

Im vorliegenden Fall – und sollte der Russe noch blöder sein als gedacht – wäre Kiew nun eine radioaktive Wüste mit nettem Krater in der Stadtmitte. Denn der Gefechtskopf kam durch. Der Marschflugkörper zerschellte am Boden.


Damit dürften die russischen Botschaften bei dem Komiker von Kiew angekommen sein. Ob sie verstanden wurden ist aber fraglich. Hier zum Mitschreiben:

1.) Wir bringen trotz Luftabwehr Atomwaffenträger ins Ziel!
2.) Der Beweis ist nun erbracht!
3.) Das sollte auch besser die NATO glauben!
4.) Solltet ihr, wie WIR glauben, an einer schmutzigen Bombe basteln, dann lasst es besser!
5.) Das können wir jederzeit wiederholen. ÜBERALL!
6.) Frohe Weihnachten!

Krippenspiele einmal anders…

P.S.: Wer sich das Bild des Gefechtskopfes nochmals genau anschaut wird dort so weißes Zeug darauf erkennen. Das ist SCHNEE. Der ist in der Westukraine schon gefallen, was die Lage dann recht gut für den Osten beschreibt, wo sich der Schnee nun schon auftürmt.
Mit nur noch 50% der einstmals schon immer anfälligen Gas-, Strom – und Wärmeversorgung könnte es also kalt werden. Die Produktion von kriegsnotwendigen Gütern könnte etwas hapern und die Versorgung der Bevölkerung mit Aussetzern behaftet sein.
Man sollte einen Krieg beenden, wenn man weder die Ressourcen noch die Prämissen hat ihn ohne fremde Hilfe führen zu können. Einer Hilfe, deren Engagement davon abhängt, wie hoch der Schnee hier liegen wird…

 

Immerhin ist es heute Morgen schon recht frostig geworden, oder nicht? – SIC!

Ein Bild, das Frau Künast im Kopf hatte, als sie über den kalten Bundestag jammerte…

 

Autor: Sascha Rauschenberger

Es ist inzwischen en vogue, sexy und cool über Putins’s Möglichkeiten zu philosophieren, wie er denn als Ultima Ratio dann auch in einem Atomkonflikt scheitern könnte. Scheitern muss. Trotz seiner ca. 6000 Atomsprengköpfe, die weder modern noch zielgenau sowie nur mangelhaft gewartet erscheinen. Eigentlich, so die „Experte“ wäre dann jede Rakete (die auch recht unzuverlässig sein sollen) als Verschwendung anzusehen die ohnehin ungenauen und unzuverlässigen Gefechtsköpfe abzuschießen.
Und was dann vielleicht noch durchkommt, ist keine Gefahr für den zu erwartenden Endsieg, da diese Gefechtsköpfe locker von der Luftabwehr abgeschossen werden könnten.

So die Theorie der Experten, studierten Politologen in den Redaktionen und der ex-Generalität, die allesamt nie einen Atomkrieg geführt haben.

Daher erscheint es an der Zeit einmal zu verdeutlichen, wie ein Atomkrieg ablaufen würde. Und das so plakativ, wie es der Film „The day after“ war, der den damaligen Präsidenten Ronald Reagan zum Umdenken brachte.

2x 20MT-Bomben – Aus dem Film „Dr. Seltsam – oder wie ich lernte die Bombe zu lieben“

Erinnern wir uns, dass es bisher nur zwei militärische Einsätze von Atomwaffen gab. Gegen Hiroshima und Nagasaki anno 1945. Beide Abwürfe waren dem Gedanken geschuldet den verlustreichen Krieg abzukürzen und ausschließlich dem Feind so schwere Verluste zuzuführen, dass er aufgeben musste. Der Geniestreich war recht simpel zu ersinnen, da der Feind selbst über keine dieser Atomwaffen verfügte, was Vergeltung ausschloss.
Daher auch das heutige Bestreben von Terrorstaaten und Mafianationen sich selbst Atomwaffen anzuschaffen, um nicht erpressbar oder gar verwundbar zu sein. Kim hat das in Nordkorea geschafft, der Iran arbeitet noch daran.

Die ersten zwei Atombomben  waren ca. fünf Tonnen schwer und ungefähr so handlich wie ein Kleinwagen. Ihre Sprengkraft betrug ca. 20 Kilotonnen (reinen) TNTs was ungefähr der Menge an allen Bomben entspricht, die im Zweiten Weltkrieg allein auf Hamburg niederregneten. In allen drei Fällen war das Endergebnis wenig erbaulich für die Bewohner dieser drei Städte.
Leider gab es nach dem Angriff dann in Hiroshima und Nagasaki auch noch einen Fallout, der in Summe und über Jahrzehnte dann als Kollateralschaden zusätzliche 200 bis 400.000 Menschenleben kostete. Die Zahlen schwanken etwas, weil es dazu nur ungenaue Studien gibt, die sich zum Teil widersprechen. So zum Beispiel in der Frage, ob Totgeburten bei Schwangeren in Folge der Radioaktivität nun Opfer sind oder nicht und welcher Krebs atombombenbedingt war und ist und was halt nicht.
Alles wichtige Fragen, die hier nicht betrachtet werden sollen, da sie aus Sicht des Autors inzwischen tautologisch sind. So wie diese beiden Städte angegriffen wurden, wird nie wieder eine bedeutende Stadt angegriffen werden. Denn das wäre in der Tat Munitionsvergeudung. Denn das können wir nun besser.

Hiroshima am 06.08.1945: Der rote Ball beschreibt den Ort der Zündung von „Little Boy“ über der Stadt.

BBC-Filmausschnitt zum Angriff auf Hiroshima: HIER

 

Bei der eingeschränkten Anzahl von Sprengköpfen und der Masse an möglichen (und sinnvollen) Zielen beschränkt man sich auf die Ziele, die wichtig sind. Wirklich wichtig sind. Das sind zunächst einmal alle militärisch wichtigen Ziele rund um die Gegenschlagskapazitäten, den K³-Komplex (Kommunikation, Koordination, Kontrolle; z.B. Stäbe und Befehlszentren), Truppenkonzentrationen (Kasernen, Verfügungsräume, Flugplätze und Häfen), die weltraumgestützte Infrastruktur samt Bodenstationen und die Depotorganisation. Darauf folgt dann in der Priorität Zwo alle zivile Infrastruktur, die militärisch vorteilhaft ist zu haben (Kraftwerke, Eisenbahn- und Straßenknoten, Brücken, Tunnel, Rüstungsfabriken, Telekommunikation, Wasserversorgung und –speicherung (Dämme) und andere solcher Einrichtungen).
Erst dann – und nur dann – kommen solche unwichtigen Dinge wie Städte an sich dran. In Priorität 3.

Leider ist das jetzt kein Grund zum Jubeln. Die Fete wird ausbleiben, denn der Schaden durch Angriffe auf Prio1- und 2-Ziele haben als Kollateralschäden dann leider zur Folge, dass allein die direkten Treffer schon all die Städte plattgemacht haben, in der die Ziele der Prio 1 und 2 waren.

 

Was passiert bei einer Atombombenexplosion über einer Stadt (Video HIER)

 

Nehmen wir also einmal die Stadt Köln mit 1,2 Millionen Einwohner links und rechts dem Rhein gelegen. Eine Stadt, die leider mit diversen möglichen Zielpunkten der Priorität 1 und 2 „gesegnet“ ist.
Vermutlich auch deshalb frühzeitig in den 60er erkannt hat, dass ein Schutz der Bevölkerung mit Bunkeranlagen eher rausgeworfenes Geld war. Die Bevölkerung war und ist nicht zu schützen. Es sei denn, mit moderner und um Köln herum stationierter Luftabwehr. Das war auch gemacht worden, nur gibt es diese Luftabwehrraketenbatterien nicht mehr. Diese wurden als Friedensdividende… abgeschafft. Das Geld floss in Projekte die bürgernäher und durch den Bürger auch wahrnehmbarer waren und sind.
Und das, was an Luftabwehrgedanken materiell noch beschafft wurde, geht gerade vom Werk direkt an die Ukraine.

Betrachten wir also einmal kritisch die Kinder, Enkel und Urenkel der ersten beiden Atomwaffen.

Ein Modell der ersten Atombombe der Welt: LITTLE BOY

Am Anfang wurden die Atomwaffen immer größer. Nicht nur von den Abmessungen sondern auch von der Sprengkraft her. 20 MT-Bomben waren in den 60er auf B52-Bombern des SAC oder den russischen Pendants Standard. Jede dieser Bomben war 1000x stärker als das Hiroshima-„Bömbchen“. Sie waren in der Tat als Stadtkiller gedacht.
Und da Bomber im Anflug angreifbar waren, selbst wenn hunderte auf dem Weg waren, dann war der Gedanke logisch, hier auch Raketen mit solchen großen Gefechtsköpfen einzusetzen.

Als die Abwehr immer besser wurde, die Menge des Uran und Plutonium aber gleich blieb, kam man auf die Idee kleinere und dafür mehr Gefechtsköpfe an den Feind zu bringen. Was nutzte ein Riesengefechtskopf, wenn der abgefangen wurde. Oder auch ein Blindgänger war.
Es machte doch mehr Sinn mit einer Rakete, schnell und zielsicher mehrere aber kleinere Gefechtsköpfe ins Ziel zu bringen. Und sollte eine Rakete ausfallen, dann konnten andere Raketen diese Ziele mitübernehmen. So wurde dann eine Rakete mit bis zu zwölf Mehrfachsprengköpfen die optimierte Weltuntergangswaffe für mehrere Städte und Regionen, die nur noch Ziele genannt wurden.
„Experten“ und kluge Schreiberlinge pädagogischer Studienerfolge würden nun zu Recht darauf hinweisen, dass die Größe der Gefechtsköpfe aber stark gesunken sein. Das alles nicht mehr so schlimm wäre.
Stimmt. Anstatt 20.000.000 Tonnen TNT rieselt es jetzt nur noch zwischen 150 und 350.000 Tonnen TNT pro Gefechtskopf, was wirklich einen Unterschied macht.
Machen würde, wenn nicht mehrere Gefechtsköpfe pro lohnendem Ziel einkommen würden. Anstatt einmal Bumms macht es dann neudeutsch einen Doppelbumms oder gar Mehrfachbumms. Und das dann über einem Zielgebiet…

Kommen wir zurück auf Köln. In dieser bunten, klimabewussten, offenen und stets feiernden Multikultikommune nachhaltiger Gesinnung und Medienstandort gibt es leider auch recht viele Bundeswehrziele lohnender Priorität. Da wäre in K-Wahn der Fliegerhorst samt daneben liegendem Luftwaffenführungskommando, dann vier Kilometer Luftlinie weiter das Personalamt der Bundeswehr allein rechtsrheinisch. Linksrheinisch kämen dann noch das Heeresamt und der fast gegenüberliegende Komplex des MAD im Süden der Stadt in Frage. Gefolgt von der Stammdienststelle der Bundeswehr im Kölner Norden.
Wer sich das auf der Karte ansieht stellt schnell fest, dass diese Dislozierung für Atomangriffe ungünstig ist und daher mehrere Gefechtsköpfe nötig wären. Wie gesagt: 300.000 Tonnen TNT pro Versuch.
Selbstverständlich wären da auch noch die für Westdeutschland wichtigen Eisenbahnbrücken über den Rhein, was dann das Gleisbündel der Hohenzollernbrücke im Zentrum der Stadt auf die Zielliste führen würde. Genauso wie vermutlich noch ein paar andere Ziele der Priorität Zwo.

Köln 1945

Gehen wir also von sieben potenten Zielen aus, deren Verlust die Bundeswehr und damit die Verteidigung mehr als nur behindern würde. Da die Bundeswehr bekannter und selbst bekennender Maßen nicht einsatzbereit ist, daher auch keine richtige Luftverteidigung mehr für Köln existiert, kann man die Gesamtanzahl der Gefechtsköpfe, die minimal gebraucht werden würden, natürlich auch reduzieren. Heeresamt und MAD lassen sich notfalls genauso gut wie Fliegerhorst und Luftwaffenkommando in Wahn auch mit einem Treffer einebnen, da sie dicht nebeneinander liegen. 300.000 Tonnen Sprengkraft sprechen da eine eindeutige Sprache.
Ergo wird man wohl davon absehen gewisse Ziele mehrfach auf der Zielliste zu haben, zumal die konzentrischen Zerstörungsradien sich ohnehin überlappen würden…

Somit hat Köln natürlich Glück, denn die Unfähigkeit deutscher Verteidigungsexperten hat dafür gesorgt, dass die Bedeutung der Bundeswehr so groß ist, dass die Kölner Dienststellen so wichtig sind, wie das Oberkommando von Luxemburg.
Nur muss man als böser Feind natürlich sichergehen. Ergo wird das für Köln eher schlecht.

Interkontinentalrakete-SS-18-Satan

 

 

Experten mögen nun anfangen zu rechnen und statistisch ermitteln, wie viele dieser sieben Gefechtsköpfe wirklich durchkommen würden und wie viele der dumme Russe umsonst abgeschossen hat. Wer Genaueres zu dieser Rechnung wissen will möge die überlebenden Bewohner von Hiroshima und Nagasaki fragen. Oder deren entstellte Nachkommen. Oder sich die Bilder ansehen, von den verbrannten Menschen oder deren Schatten, die in die Wände eingebrannt wurden.

Ich behaupte mal, so naiv ich bin, dass ein(1) Treffer ausreicht, um das bunte Leben in Köln auf Jahrzehnte hin grau zu gestalten. Bereichert durch Fallout, damit auch die Umgebung in Windrichtung etwas davon hat. Gewürzt mit genetischen Veränderungen des Erbguts durch Strahlung und allerlei Langzeitfolgen, von denen nicht alle gern öffentlich kommuniziert werden.

Wer auch nur eine Explosion direkt gesehen hat tauscht ohnehin die bunte Sicht der Dinge gegen ein immerwährendes Schwarz, da das Auge den Explosionsblitz nicht übersteht.
Wer zu dicht oder ungeschützt herumsteht bekommt erst die thermische Welle (Hitze von mehreren hundert Grad) und dann die Druckwelle zu spüren. Letztere dann mit dem zerbrochenem Glas und Kleinsttrümmern gespickt, die gern auch einmal durch Ziegelsteinwände gedrückt werden können.
Und wer sich aus den Trümmern ausgräbt sieht dann den netten Pilz über der Domstadt den Himmel erreichen.
Dieses Erlebnis kann natürlich leicht getoppt werden, wenn mehr als ein Gefechtskopf das Ziel erreicht.
Dann kommen diese Effekte von vielen Seiten gleichzeitig auf die Bevölkerung zu. So wie die Wellen sich durch Steinwürfe ins Wasser gegenseitig treffen oder gar aufschaukeln.
Was im Wasser noch optisch schön aussieht, ist dann für Köln natürlich … als unschön und abschließend zu bewerten.

Ein Opfer aus Hiroshima, dass noch ein paar Tage überlebt hat…

Sollten alle Gefechtsköpfte treffen, wären vermutlich 200 bis 300.000 Einwohner sofort oder unmittelbar tot und der Rest verwundet und/oder verstrahlt. Je nach Windrichtung und -stärke.

So wird nun schnell deutlich, dass die Begrifflichkeit von „kleinen“, „taktischen“ oder gar „leistungsreduzierten“ Gefechtsköpfen relativ und reziprok zur Intelligenz der „Experten“ anzunehmen ist.
Besonders wenn man bedenkt, dass Köln nicht allein über militärisch wichtige Ziele verfügt. Es gibt da nebenan noch weitere Standorte lohnender Natur wie Bonn (BMVg), Grafschaft (Kdo Strategische Aufklärung), Geilenkirchen (NATO) und andere.
Bei Westwind würde dann der ärgste Fallout ganz NRW erreichen. Bis Bielefeld. Oder so…

Leider wären dann auch Deutschland und ganz Mitteleuropa betroffen, da der Konflikt kaum auf die Köln-Bonner-Bucht beschränkt bliebe. Ergo würde es nur die Hilfe geben, die vor Ort noch möglich wäre. Das wurde im o.g. Film „The day after“ sehr schön herausgestellt. Daher auch der Titel. Die Tage danach sind die, die zählen.

Der Trailer zu dem Film: HIER

 

Und was in guten Zeiten schon nicht klappt – hier könnte man das Ahrtal ansprechen! – wie würde das dann mit unserer Spitzenstellenbesetzung von „Experten“ unter solchen Rahmenbedingungen im „nuklearem Ernstfall“ klappen?

Mitteilungen gendern? Schnell noch zur Geliebten reisen? Oder lachend aus der Drehtür fallen?

Natürlich könnte es auch nicht so schlimm werden und Köln aus der Zielliste rutschen, weil die Stadt schlicht und einfach unbedeutend geworden ist. Mit immer einer Armlänge Abstand zum Problem an sich…
Es gibt aber auch Städte, die sind auf Ziellisten mit Dutzenden von Gefechtsköpfen bedacht. Moskau und New York zum Beispiel, die mit je über hundert Gefechtsköpfen einsame Spitzenreiter sind. Da streikt dann auch jede Vorstellungskraft.

Ich selbst lebe genau zwischen zwei Angriffszielen in Köln. Beide Ground Zeros wären knapp 3km Luftlinie entfernt. Es wird zweimal hell und dann endgültig dunkel. Ergo rege ich mich nicht auf. Karma.

Andere werden aber nicht dieses Glück haben und all die beneiden, die nicht überlebt haben. Die schnell eingeäschert wurden. Die nicht durch eine graue, verbrannte und radioaktive Landschaft stolpern und langsam aber sicher verrecken. Deren Haut nicht in verbrannten schwarzen Lappen vom Körper herabhängt, der aus unzähligen Eiterblasen heraus blutet.
Geblendete Menschen, die irgendwo blind liegen und gleich neben einer Kiste mit Wasser verdursten.
Menschen, die es in die Reste von Krankenhäuser schaffen, wo es dann noch nicht einmal mehr Scherzmittel geben wird. Ärzte rar sind.
Wo Familien ihre Angehörige nach und nach an der Strahlenkrankheit (HIER) sterben sehen und nicht mehr die Kraft haben sie zu begraben.

Ein Strahlenopfer aus Tschernobyl, das noch gelebt hat, als das Bild entstand. Es sei angemerkt, dass das nur die Folge der Strahlung war. Nichts sonst… sich dafür aber über Wochen(!) nach der tödlichen Dosis entwickelt hat.

So… Und nun reden wir doch noch einmal darüber, dass ein Atomkrieg gegen den doofen Putin zu gewinnen wäre. Er gar nicht alle seine Atomwaffen zu uns abschießen kann. Er am Ende wirklich schlecht dasteht. Auf ewig Hitler, Mao und Dschinghis Khan in Summe übertrifft.

Ich frage einmal so: Wer zum Teufel will das dann noch beurteilen können? Wer will das denn tun? Wer bleibt da über, sobald der Fallout im Jetstream angekommen ist und über die nördliche Halbkugel verteilt wird. Wenn es gut läuft…

Wer ernsthaft darüber debattieren will, ob die Eskalation zum Atomkrieg wünschenswert oder auch gewinnbar wäre, der sollte seine Hausaufgaben machen.
Daher ist mit der Drohung von Putin notfalls auch Atomwaffen einsetzen zu wollen nicht leichtfertig umzugehen. Denn nichts anderes hat die NATO damals dem Warschauer Pakt angedroht.

Sobald taktische Atomwaffen im Feld eingesetzt werden, ist das oben beschriebene Szenario im schlimmsten Fall nur noch fünfzehn bis zwanzig Minuten entfernt. Jederzeit. Und der daraus folgende nun definitiv „menschengemachte Klimawandel“ heißt nuklearer Winter und dauert bis zu vier Jahre.

Beispielbild „Nuklearer Winter“ aus einer wissenschaftlichen Publikation

Auch:
Ukraine und Russland: die neuen Kriegsentwicklungen machen nachdenklich – Rabenspiegel
Ukraine und NATO: Die Krimbrücke war der Startschuss zu mehr… – Rabenspiegel
Ukraine hat Kommandounternehmen auf AKW durchgeführt – Rabenspiegel
Ukraine: die Sache mit der Artillerie… – Rabenspiegel
Ukraine: Das marode Gastransportsystem und der Winter – Rabenspiegel

Deutsche Außenpolitik in Not: überall mögliche Kriege in Sicht – Rabenspiegel

Bundeswehr: Fälle von asbestbedingtem Krebs – Rabenspiegel
Gehen der Bundeswehr die Waffen für die Ukraine aus? – Rabenspiegel
Bundeswehr: psychisch Kranke werden geimpft – egal wie! – Rabenspiegel

 

#Atomkrieg #Atombombe #Fallout #Radioaktivität #Putin #Abschreckung #Strahlung #Gefechtskopf #USA #Russland #köln

 

Das Spiel mit der Bombe

Ukraine und Russland: die neuen Kriegsentwicklungen machen nachdenklich und sorgen zunehmend für Unwohlsein. Der Krieg erreicht ein neues Niveau und keinem scheint aufzufallen wie sehr das alles zunehmend ins Chaos abgleitet. Und die, die es sagen werden von Leuten angefeindet, die bisher jeden Waffeneinsatz ablehnten.

Autor: Sascha Rauschenberger

 

Als Elon Musk  seinen Friedensplan veröffentlichte, mitunter wohl auch aus Angst vor einem möglichen Atomkrieg, fiel die westliche Presse über sein Ansinnen her. Stellte ihn sofort in die rechte Ecke – gleich neben Putin –  und feindete ihn an.
Blöd dabei war natürlich, dass man eines vergaß: es war Elon Musk, der der Ukraine das für ihre Verteidigung lebensnotwendige Starlink-Netz stellte. Samt verbilligten oder geschenkten Endgeräten und Zugängen.
Diese Fähigkeit live, omnipräsent, sicher und simpel kommunizieren und Daten austauschen zu können ist das Schlüsselelement der bisher erfolgreichen Verteidigung. Und NUR das.

Und diesen Mann nun als Nazi hinzustellen, nur weil er etwas versuchte, was eigentlich kaum ehrenrührig sein kann, hatte dann auch schnell mal Folgen. Das Starlink-Netz samt Zugängen war von jetzt auf gleich nicht verfügbar. Und das hatte dann Folgen für die UKR-Streitkräfte im Feld. Nichts ging mehr. Game over. Panik… Und sofortige Zurückhaltung bei den Medien.

Hier zeigt sich, dass die Abhängigkeit von zivilen und kommerziellen Anbietern bei einer vernetzten Kriegsführung kaum von Vorteil ist, so man nicht absolut sicher sein kann, den Eigentümer des Anbieters auf seiner Seite zu haben.
Und dass Konzerninteressen, gerade auch von weltweit agierenden Konzernen, nicht mit Staatsinteressen deckungsgleich sein müssen und auch nicht sein dürften, ist die ausschließliche Nutzung ziviler und fremder Angebote kaum opportun.

Sollte so einem Konzern vom Gegner, Dritten oder gar aus eigenen Partnernetzwerken andere – bessere! – Angebote unterbreitet werden, könnten diese die Oberhand gewinnen.
Dann könnten auf Lagekarten urplötzlich Dinge fehlen, bestimmte Sensoren keine Aufklärungsergebnisse mehr einspielen oder Befehle verloren gehen. Vielleicht auch andere Befehle rausgehen. Gern auch unter den IDs von Kommandeuren, die selbst nichts mehr machen können außer fassungslos zuzusehen.
Besonders dann, wenn der Anbieter Datentransfer UND Kommunikation in Tateinheit anbietet. Allein das ist schon militärisch gesehen ein fragwürdiges Verhalten bei Streitkräften, da hier getrennte aber kompatible Systeme anzustreben wären.
Aber Bequemlichkeit und Routine sind der ärgste Feind des Soldaten. Und was bisher tadellos funktioniert, muss auch weiter funktionieren.
Das tat es aber nicht. Elon Musk war beleidigt, das Netz fiel kurzfristig aus und war dann plötzlich auch wieder da. Zufall, sagt Musk.

Natürlich ist damit auch klar, dass Zivilanbieter von militärischer Schnittstellenkommunikation mit ihrer eigenen Infrastruktur zu Kombattanten werden, die bekämpft werden können. Besonders auch in Räumen, die niemandem gehören. So denn zum Beispiel im Weltraum.
Satelliten sind nicht unangreifbar. Können abgeschossen, geblendet oder gehackt werden. Alles nur eine Frage der Mittel und des zeitlichen Aufwandes.
Und dass kritische zivile Infrastruktur ein Ziel moderner Kriegsführung sein kann, sehen wir an der Northstream -Pipeline.
Die Gewinnerwartung von Konzernen in Kriegsgebieten ist endlich geworden. Mitunter auch negativ in der Bilanz auszuweisen.

Ein anderes nettes Beispiel sind Drohnen. Die müssen nicht hunderte von Millionen kosten, in fünfzehn Kilometern Höhe kreisen und sauteure Waffen zum Einsatz bringen.
Es geht auch billiger. Viel billiger. Besonders dann, wenn der Gegner so nett war und ist seine Flug- und Fliegerabwehr auszudünnen, um die Front zu beschützen. In einer Entweder-oder-Lage zu sein. Einer Zwickmühle, wo die Flugabwehr aus dem Westen der UKR in ihren Osten verlegt wurde, um dort Infrastruktur und Front zu decken.
Ein Gedanke, der fataler kaum sein konnte und der Auffassung geschuldet war, dass Putin die Raketen und Flugzeuge ausgegangen sind, die diese westlichen Ziele erreichen könnten. Eine dieser sich häufenden Fehleinschätzungen westlicher Nachrichtendienste, die sich in diesem Konflikt zunehmend auch pressetechnisch verwirklichen… profilieren wollen. Wann war schon jemals der britische MI6 eine Art Presseagentur? Nur 007 James Bond als Nachrichtensprecher fehlt noch.

Tatsache ist, Putin hat bis zum Anschlag auf die Krimbrücke eben diese kritische Infrastruktur bewusst außer Acht gelassen. Aus welchen Gründe auch immer. Unsere Quellen berichten fast übereinstimmend, dass man auf russischer Seite die Bevölkerung der UKR als Brudervolk ansieht, die vom sog. „Nazi-Regime“ in Kiew nur missbraucht wird. – Eine dümmlich klingende Auffassung, die aber vieles erklären könnte. Auch den Umstand, dass gewisse verheerende Waffen, wie der TOS-Raketenwerfer, bisher nicht zum Einsatz gekommen sind. Doch auch das hat sich geändert. Er scheint bei Liman zum Einsatz gekommen sein, um der Wagner Gruppe einen Durchbruch zu ermöglichen.

TOS-1 Mehrfachraketenwerfer mit thermobarer Munition, der selbst von Beton nur verbranntes Pulver übrig lässt…

So hat Putin auch bei den Drohnenangriffen umgedacht und auf das Prinzip gesetzt, dass auch die UKR zu Kriegsanfang angewandt hatte: der Einsatz billiger Drohnen gegen hochwertige Ziele.

Jetzt setzt Putin diese Waffen auch verstärkt gegen die Luftverteidigung ein, die mit Schwarm- und Wellenangriffen gezielt ausgeschaltet wird und dann im zweiten Schritt gegen die kritische Infrastruktur des Gegners. Hier dann auch bewusst in Kauf nehmend (durch Versorgungsausfälle) die Zivilbevölkerung zu schädigen.
Am Mittwoch waren 30% der Kraftwerke in der UKR zerstört oder vom Netz, das landesweite Stromnetz in sieben versorgungstechnische Inseln zerschlagen sowie über 1100 Städte, Ortschaften und Dörfer waren ohne Strom.
Dazu waren Wärmekraftwerke, Umspannwerke, Treibstofflager, Gasleitungen und Versorgungsknoten das Ziel.
Die versorgungstechnisch wichtige Eisenbahn ist zum großen Teil entstromt und muss mit Dieselloks betrieben werden, die aber kaum verfügbar sind uns selbst auf Diesel angewiesen sind. Und der wird knapp, zumal die Raffinerien zerstört oder stark beschädigt wurden.
Alles ganz schlechte Vorzeichen für den Winter, der in zwei bis drei Wochen pünktlich erwartet wird. Und dieser Winter ist anders, als der in Mitteleuropa und kennt dauerhafte Normaltemperaturen bis minus 25 Grad.

Die nun billig im Iran eingekauften Drohnen werden aus Startgestellen von Lkw-Anhängern (in Salven) gestartet. Sie steuern GPS-geleitet im Tiefflug ihre Ziele an und sind durch den Elektroantrieb wärmetechnisch nicht zu erfassen, was Flugabwehrraketen fast immer sinnlos macht.
Allein sie rechtzeitig radartechnisch rechtzeitig zu erfassen ist schon ein Kunststück.
Und sollten das ukrainische Flugabwehrstellungen versuchen, werden ihre Radargeräte erfasst und weit hinter den Drohnen operierende Flugzeuge bekämpfen dann die Flugabwehrstellungen mit radargesteuerten Raketen oder Marschflugkörpern.
Sollte die Flugabwehr (AD) darauf verzichten die Drohnen bekämpfen zu wollen, was inzwischen auch ein Munitionsproblem ist, dann werden die AD-Stellungen von eben diesen Drohnen bekämpft. Für die UKR eine Lost-Lost-Situation. Daher auch das Betteln um westliche Luftabwehr.

S-300 Luftabwehrsystem

 

Patriot-Luftabwehrsystem, das auch Raketen und Drohnen bekämpfen kann. Es hat im Irak-Krieg schon Israel gegen die SCUD-Raketen beschützt.

Leider ist diese Luftabwehr zahlenmäßig und auch munitionstechnisch nicht in dem Maße zu liefern, die die UKR nun braucht. Auch ist es eine Ausbildungsfrage, denn die Bedienungen der Geräte sowie die Wartung und Pflege der Systeme erfordert eine mehrmonatige Ausbildung.

Anm.: In der Redaktion stellt sich seit Wochen die Frage, die auch durch Presseanfragen unbeantwortet geblieben ist, ob schon Rüstungslieferanten oder NATO-Streitkräfte hier mit (beurlaubten, freigestellten oder sonstwie verfügbar gemachten) Personal aushelfen. Ähnlich, wie es die USA seit Jahrzehnten tun, um nicht offiziell in Konflikte involviert zu erscheinen.
Allein in AFG und im IRK waren zehntausende von modernen Söldnern im Einsatz. Die russische WAGNER Gruppe ist eine Kopie dessen, was im Westen schon immer gängige Praxis war.
Im Anbetracht der Dringlichkeit und dem schnellen Verfallsdatum ukrainischer Luftverteidigung erscheint es hier dann wohl als Tatsache, dass der Westen mit seinem Personal die Lücken füllt, bis die UKR eigenes Personal verfügbar hat.
Dass hier auch ein internationales Sammelsurium an Systemen geliefert wird oder geliefert werden soll, unterstreicht diese Vermutung nur noch.

Dazu kommt, dass die altertümliche Flak hier eine neure Bedeutung gewinnt. Eine Bedeutung, die die Bundeswehr so nicht sah, als sie 2012 ihre GESAMTE Heeresflugabwehr (z.B.: Flak-Panzer Gepard) abgeschafft hat.
Es wird gegen diese Drohnenangriffe absolut notwendig Truppe, Hinterland und Infrastruktur mit eben auch Flak-Waffen zu schützen. Flugabwehrkanonen und Fliegerabwehrmaschinenwaffen müssen auch Flugabwehrraketenstellungen schützen. Gerade gegen tief anfliegende Drohnen und Hubschrauber.

Russland hat hier alte und aus dem zweiten Weltkrieg stammende 40mm-S60-Geschütze reaktiviert, was in der westlichen Presse wieder einmal nur belächelt wurde.
Die Ukraine hat diese Waffen nach dem Zerfall der UdSSR alle meistbietend in Konfliktgebiete verhökert oder aber in Pick-ups verbaut, die nun an der Front als hochbewegliche Geschützplattformen agieren und mitunter auch für die Erfolge an der Front mitverantwortlich sind.
Nur fallen die so eingesetzten 23mm-, 14,5mm- und 12,7mm-Geschütze für die stationäre Flugabwehr aus. Hier dürfte es dann bald die nächsten Bettelorgien gen Westen geben.

All das ist natürlich ein Major Change für die ukrainische Bevölkerung an sich, die nun aktiv – wenn auch als hingenommener Kollateralschaden – in die Zielplanung mit eingebunden wird. Ähnlich dem, was im Irak, Serbien oder AFG zu beobachten war, als westliche Streitkräfte die Infrastruktur des Gegners einebneten. Vermutlich eine Lehre, die Russland nicht erst seit Syrien für seine Kriegsführung (wieder)entdeckt hat.

Und der Einsatz billiger und en masse verfügbarer Drohnen, die immer weniger von einer zusammengeschossenen Luftabwehr behelligt werden, ist für Russland nun die Chance ohne große eigene Verluste den Gegner weich zu klopfen und seine Infrastruktur so zu schwächen, dass ein Kollaps des Systems sehr wahrscheinlich wird. Eine Versorgungskrise der Gesamtukraine als sicher anzunehmen ist. Gerade im nun aufziehenden Winter und ohne Zugang zu Ersatzteilen und kurzfristigen Alternativen.

Iranische Drohnentypen, die wie im Supermarkt zur Auswahl stehen. Sie wurden zum Exportschlager weltweit und sind fast unabhängig von westlicher Technik, um Sanktionen leicht umgehen zu können.

Damit sind dann als erkennbare Kollateralschäden weitere Fluchtbewegungen nach Europa und eine zusätzlich nötige Versorgung durch Europa anzunehmen, die beide in Putin’s Hände spielen werden, zumal auch die europäische Versorgung an gewissen Prämissen und zunehmend Glück hängen wird. Beides Aspekte, die den Bevölkerungen hier kaum mehr mitzuteilen sind.

Ein weiterer Aspekt sind die USA, die im November wählen müssen. Hier ist zu erwarten, dass die Demokraten die Mehrheit in beiden Häusern verlieren werden und der Präsident dann nur noch via Dekreten regiert. Auch wäre die Zustimmung zum zu erwartenden Nachtragshaushalt von gewissen Prämissen abhängig, die die Republikaner nur zu gern dirigieren werden.
Weiterhin ist die Verschärfung der Taiwan-Frage im pazifischen Raum zunehmend von Interesse für die USA, die dann den ohnehin nicht (kurz- bis mittelfristig) gewinnbaren UKR-Konflikt hinsichtlich einer weiteren ungehemmten Unterstützung mit Sicherheit anders bewerten werden. Im pazifischen Raum könnten sie gerade wesentlich mehr verlieren, als mit der UKR zu gewinnen wäre. Eine ungute Situation für ein Europa, das praktisch alleinig unter den Sanktionen massiv leidet, während die USA in fast allen Bereichen die großen Gewinner sind.
Hier sei besonders der Wegfall von gewissen Rohstoffen, Kunstdünger, Bauholz, Uran und Lebensmittel erwähnt. Neben Gas und Öl an sich, worunter auf Flüssiggas zählt, zumal Russland weltweit der drittgrößte Anbieter von LNG ist und viele der weltweit 428 LNG-Tanker unter russischer Flagge laufen.

In Summe alles Dinge, die bis dato keiner so richtig im Vorfeld bedacht zu haben scheint. Zumindest nicht in Europa und schon gar nicht in Deutschland, wo Außenpolitik ohnehin werteorientiert anstatt wie üblich wirtschafts- und hegemoniepolitisch orientiert ist.
Etwas, was die USA par exellence beherrschen, Großbritannien einmal beherrscht hat und Frankreich gern beherrschen möchte, während China zeigt, dass es das auch kann und Russland nun offen versucht solche Ideen in der Ukraine durchzusetzen.
Am Rande versucht die Türkei die griechische Grenze zu destabilisieren und stiftet Aserbaidschan an Armenien zu Leibe zu rücken, was unsere deutsche Werteorientierung bisher nicht stört. Genauso wenig wie das Bestreben Serbiens die bosnische Föderation zu unterminieren und den Traum von Großserbien nun erneut anzugehen.
Unterdessen planen die NATO eine provokante Winterübung und der Russe einen Atomwaffentest im Eismeer. Hier wurden diese Woche schon einmal vorsorglich ganze See- und Luftgebiete gesperrt.

Vielleicht war die Idee von Elon Musk gar nicht so verkehrt einmal etwas zu versuchen, was gesunder Menschenverstand in Anbetracht all dessen, was zu beobachten ist, auch anders lösen könnte.

Doch wer gerne Krieg spielt, dem empfehle ich dringend der Bundeswehr beizutreten. Schöner kann man nicht vormachen, wie desolat das ist, was wir zum Krieg beisteuern könnten. Zumindest zu einem Krieg, der nicht länger als drei Tage dauert, denn dann würde dieser Truppe die Munition fehlen, soweit denn alles fahr- / flugbereit und einsatztauglich ist. Mitunter ein kleineres Problemchen, dass schon seit Jahren der Lösung harrt.
Eine Herausforderung, die auch Frankreich so für sich entdeckt hat und daher der Ukraine sagen musste, dass sie leider kein schweres Gerät mehr liefern kann.

Man hofft hier einmal die Kinder von Grünen und Linken stehen zu sehen, aber… na ja: die kleben ja schon an Straßen.

So sind wir nicht allein so schlecht dran. Doch wenn wir ernsthaft daran denken, jemanden das Ukraineproblem lösen zu lassen, dann würde ich eher Musk als Baerbock vertrauen. Bei Musk kann vermutet werden, dass da nicht alles Gold ist, was glänzt, aber bei Baerbock wissen wir definitiv, dass diese Dame bestenfalls ein Brandbeschleuniger ist.

Wer aber auf Joe Biden setzen will, der sollte einmal kritisch hinterfragen, wer ihm seine Spickzettel schreibt…

 

Auch:

Deutsche Außenpolitik in Not: überall mögliche Kriege in Sicht – Rabenspiegel

 

 

Warum weit wegsehen, wo es auch schon vor der eigenen Tür brennt:

Bundeswehr: psychisch Kranke werden geimpft – egal wie! – Rabenspiegel

Bundeswehr: Fälle von asbestbedingtem Krebs – Rabenspiegel

Gehen der Bundeswehr die Waffen für die Ukraine aus? – Rabenspiegel

Bundeswehr Community lehnt Spendenaufruf für geschädigte Veteranen ab… – Rabenspiegel

Bundeswehr: 100 Milliarden aber das Personal fehlt… – Rabenspiegel

Im Rabenspiegel: General Alfons Mais, der Clown der Bundeswehr – Rabenspiegel

 

Die Bundeswehr in einem Bild: die Bemühungen sind offensichtlich vereinzelt und SICHTBAR da, aber es reicht halt nicht…

 

P.S.: Drum prüfe wer sich kämpfend bindet, ob sich nicht was wirklich Besseres findet… SIC!

Wehrpflicht???

 

#Bundeswehr #ElonMusk #Luftabwehr #Drohne #Angriff #Versorgung #Atomkrieg #Sanktionen #Deutschland #Europa #China #Außenpolitik

Sascha Rauschenberger – Aus meinem Netzwerk:

Autor:  Konstantinos Loukopoulos
(Generalleutnant a.D.  Konstantinos Loukopoulos ist geostrategischer Analyst und Exekutivdirektor der „Beobachtungsstelle für Sicherheit und Zusammenarbeit Europa-Mittelmeer“)

Konstantinos Loukopoulos

Der Artikel wurde toolgestützt aus dem Griechischen übersetzt und erschien gestern erstmals im Liberal (HIER)

Bilder wurden von der Redaktion eingefügt.

 

-Anfang-

Die Antwort des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf die pompöse, aber auch provokative Zeremonie der illegalen Annexion der von Russland besetzten Teile des ukrainischen Territoriums an seinen Namensvetter Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, war kurz darauf die Vorlage eines offiziellen Absichtsschreibens für den NATO-Beitritt seines Landes.

Mit ein paar Minuten Botschaft im populären für Ukrainer Telegramm erklärte Selenskyj, neben dem der Präsident des ukrainischen Parlaments und sein Premierminister, dass er, da sein Land de facto Mitglied der NATO ist, was natürlich eine unrealistische Übertreibung ist, einen Antrag auf Mitgliedschaft stellt, um ein schnelles und de jure Mitglied zu werden und somit die Ukraine besser zu schützen!

Dieser Schritt des ukrainischen Präsidenten für diejenigen, die genau und gründlich verfolgen, was in der Ukraine und in der NATO geschieht, ist keine Überraschung. Es ist ein strategisches Ziel Kiews und seit 2019 vorgesehen und als Imperativ in der ukrainischen Verfassung vorgesehen, das die Exekutive und die Legislative verpflichtet, für seine Umsetzung zu arbeiten. Aber zwei Hauptfragen stellen sich.

Die erste betrifft die Frage, ob Selenskyj mit Washington und London koordiniert wurde, die jetzt nicht nur bei den Operationen, sondern auch bei der von Kiew und natürlich mit anderen Verbündeten verfolgten Politik eine Rolle spielen, bevor sie diese Ankündigung machten.
Die zweite, noch substanziellere, aber auch quälende Frage ist, ob es möglich ist, zu diesem Zeitpunkt mit dem laufenden Krieg und einem Teil des Territoriums der Ukraine unter russischer Besatzung einen Beitrittsprozess zu beginnen, um die Dinge so zu gestalten, wie sie sind.

Aber nehmen wir die Dinge von Anfang an und in Ordnung! Erstens gibt es in der NATO kein gesetzliches Verfahren, das … schnelle Integration wie aus seinen eigenen Gründen sagte der ukrainische Präsident. Es gibt spezifische Verfahren, die bei allen Erweiterungen ohne Ausnahme befolgt wurden.
Lassen Sie uns auch klarstellen, dass es auch keine „De-facto-Mitgliedschaft“ gibt! Es gibt Mitglieder und Partner, und der bekannte Artikel 5 des Nordatlantikvertrags über die kollektive Verteidigung gilt nur für Mitglieder. Und die Ukraine hat den Status „Enhanced Opportunities Partner (EOP)“. Sobald der Generalsekretär/die NATO die Absichtserklärung erhält, verweist er den Antrag zur Evaluierung an den Nordatlantikrat (NAC) im Wesentlichen auf Botschafterebene.

Im Anschluss an die Bewertung entscheidet der Rat, ob der Beitrittsprozess fortgesetzt wird und welche Maßnahmen zu ergreifen sind. Dies hängt davon ab, wie gut das Kandidatenland, in diesem Fall die Ukraine, mit den politischen, militärischen und rechtlichen Standards der NATO verbunden ist und ob sein Beitritt zur Sicherheit im Nordatlantikraum beiträgt!
Es wird nachdrücklich betont, dass Entscheidungen im Bündnis im Konsens getroffen werden, was in der Praxis völlige Einstimmigkeit bedeutet! Aber etwas, das unter den gegebenen Umständen als unmöglich angesehen wird.

Man könnte sagen, dass die Ankündigung der formellen Einreichung des Beitrittsantrags beim Nordatlantischen Bündnis die westlichen Regierungen und die NATO selbst als Organisation eher überrascht hat, und dies zeigt einen Mangel an Verständnis und Koordination.
Die Reaktion des Generalsekretärs/der NATO oder nach Selenskijs Ankündigung einige Stunden später. Herr Stoltenberg sagte, dass „die Ukraine, wie jede Demokratie in Europa, das Recht hat, die NATO-Mitgliedschaft zu beantragen, auch wenn das Bündnis versucht, einen Krieg mit Russland zu vermeiden, und die Tür der NATO offen bleibt, aber die Entscheidung, dies zu tun, liegt bei den 30 NATO-Mitgliedstaaten.“ Er bekräftigte jedoch, dass „das Bündnis in der Zwischenzeit die Ukraine weiterhin unterstützen wird“.

Es wird als sicher angesehen, dass diese ausgewogene Erklärung nach Konsultationen mit den Mitgliedstaaten (Nationen in der NATO-Terminologie) kam, viele von ihnen sehen, dass die ukrainische Anfrage mit Kiews ständigen Bemühungen verbunden ist, die NATO manchmal direkt in den Krieg einzubeziehen (wir erinnern uns an Selenskyjs Forderung nach der Schaffung einer Flugverbotszone), was natürlich aus alliierter Sicht ausgeschlossen wurde.

Das wichtigste Element bei der Beurteilung, ob es möglich ist, den Prozess des Beitritts der Ukraine zur NATO in Gang zu setzen, abgesehen von der Tatsache, dass es, wie oben erwähnt, nicht in Frage kommt, einen Konsens darüber zu erzielen, ist die Haltung Amerikas.
Der Nationale Sicherheitsberater der USA, Jake Sullivan, hat am Freitag auf sehr klare und kategorische Weise die Haltung des Biden-Kommandos klargestellt, nämlich dass der „Antrag der Ukraine auf Beitritt zur NATO in … eine andere Zeit und der beste Weg, die Ukraine zu unterstützen, ist die praktische Unterstützung vor Ort.“

Es folgte die Erklärung der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock, die im Gespräch mit der ARD darauf hinwies, dass „wir die Ukraine auch durch die Bereitstellung schwerer Waffen weiterhin unterstützen und ihr Recht auf Selbstverteidigung gewährleisten, aber wir unternehmen alle Anstrengungen, um zu verhindern, dass andere Länder und die NATO im Allgemeinen in diesen Krieg hineingezogen werden“.

Der Prozess des Beitritts zum Bündnis ist keine leichte Aufgabe, wenn es um Einstimmigkeit geht! Wir haben dies kürzlich sogar beim Fall Finnland und Schweden und der Blockade der Türkei gesehen.
Vor allem, wenn das Kandidatenland in einen Krieg wie die Ukraine verwickelt ist und ein erheblicher Teil seines Territoriums von russischen Streitkräften besetzt ist und natürlich, wenn viele Mitgliedstaaten neben ihren eigenen nationalen Interessen der Ansicht sind, dass der Beitritt der Ukraine anstelle von mehr Sicherheit … Unsicherheit in der euro-atlantischen Gemeinschaft, wie ein Kollege treffend hervorgehoben hat.
Wie sowohl der Generalsekretär/die NATO als auch Bidens Nationaler Sicherheitsberater sagten, ist es eine Sache, die Unterstützung des Bündnisses für die Ukraine fortzusetzen und zu intensivieren, und eine andere, sich anzuschließen!

Abschließend würden wir sagen, dass der Beitritt der Ukraine zur NATO in dieser Zeit als unerreichbar angesehen wird. Washington verweist die Angelegenheit auf die Zukunft und die NATO selbst durch den Mund des Generalsekretärs an die… Mitgliedstaaten, die mit Ausnahme der baltischen Staaten schweigen. Der Beginn des Prozesses würde sogar Meinungsverschiedenheiten mehrerer Mitgliedstaaten offenbaren und vielleicht zusätzliche Risse in der westlichen Allianz schaffen, die die Ukraine unterstützt.

Selenskyj, der natürlich weiß, dass der Beitritt seines Landes zur NATO keine Chance hat, zielt darauf ab, zumindest mehr Druck auf die Mitgliedstaaten des Bündnisses auszuüben, damit sie noch mehr Unterstützung anbieten, da es scheint, dass wir einen langwierigen Krieg anstreben, wie wir in unserem Artikel vom 25. September mit dem Titel „Ukraine: Ein Krieg ohne Ende“ analysiert haben.
Gleichzeitig gibt es dem ukrainischen Volk eine Aussicht auf „Sicherheitsgarantien“, erhöht die Moral seiner Soldaten und schafft andererseits Besorgnis in Moskau, das über die Eskalation, die es mit der illegalen Annexion der 4 Regionen der Ukraine mit sich brachte, weiterhin Territorium verliert.

-Ende-

 

Und damit ist alles eigentlich alles dazu gesagt, was es denn zu sagen gibt. Abseits vom Wunschdenken gewissen Medien und Leuten.

Die Macht der Gewohnheit – gewöhnen wir uns an „Neue Werte“, schrieb ich vor fast sieben Jahren einmal. Frage nun: Haben wir das?

Autor: Sascha Rauschenberger

 

„Richter nach Urteilsverkündung von Familie des Opfers gelyncht“, „Mob stürmt Stadtrat“ oder „Täter an Ort und Stelle getötet –  wieder kein Zeuge“ könnten auch zur Gewohnheit werden. An Schlagzeilen, an die wir uns gewöhnen, weil sie zunehmend oft zu lesen wären.

Diese Sätze von damals traten noch nicht ein. Gott sei Dank, könnte man sagen.

Natürlich war der linke Aufschrei damals groß. Allein diese drei fiktiven möglichen Schlagzeilen schufen ein unwohliges Bauchgefühl. Beim Establishment. Der Elite. Den Könnern. Den Idealisten und Ideologen. – Den Gutmenschen…
Gerade bei denen, die glauben, dass bisher doch (noch) alles OK war. Und alles andere „gar nicht geht“. Alternativlos ist… wie Merkel immer gern betont hat.
Andererseits planen diese Denker auch einen Graben um den Reichstag in Berlin herum. Zehn Meter Breit und zweieinhalb Meter tief. Untertunnelt. Als einziger Zugang für Besucher… Diese Bauplanung ist noch nicht umgesetzt. Aber sie existiert immer noch!

Unverständlich ist aber, dass eben diese Leute gar nichts sagen bzw. noch nicht mal mehr zucken wenn Schlagzeilen wie „IS-Hintergrund zu Anschlägen auf XY“, „Mädchen von X Unbekannten vergewaltigt“ und „Polizei gibt Park G auf“ zu lesen sind. Oder wie inzwischen normal, dass Freibad R und Z  alle paar Tage wieder geräumt werden mussten.
Oder Frauen und Kinder vor Züge gestoßen werden. „Junge Männer“ halt mal wieder auffällig wurden.
Das mag daran liegen, dass wirklich unschöne Bilder der Zensur anheimfallen. Oder zum Schutz der Öffentlichkeit der Pressekodex §12 greift. Und auch zum Schutz des eigenen Seelenheils? Oder der Regierung???
Letztlich ist es egal, denn wenn das die Neuen Werte sind, dann spielt es sowieso keine Rolle mehr, was noch kommt. Und es kam und kommt immer mehr. Bis dato…

Warum also erwähnen, dass die rivalisierenden Clans in Berlin vor der Ermordung von Gegnern diese auch mal kastrieren? Warum so unschöne Details publizieren wie das, was so alles in ein paar Stunden lang mit Frauen gemacht wird, die man dann tot in der Landschaft verteilt findet? Und was in Gotteshäusern unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit gepredigt wird?
Oder auch bei Parteiversammlungen der Linken gefordert wird, wie man mit „Reichen“ umzugehen gedenkt… Immerhin: bisher wurde noch keiner erschossen oder einer „nutzbringenden Verwendung zugeführt“.

Oder, und das kam nun hinzu, was unter dem Deckmantel von Europa mit unserem Geld gemacht wurde. Oder fiel die jahrelang nicht bekämpfte Inflation auch als neuer Wert vom Himmel? So wie jetzt die Energiekrise? Und die unausweichliche Rezession?

Die #grünermist – Kampagne von 2021 – könnte man 2022 schon fast als prophetisch ansehen…

2017 erlebten wir eine beispiellose Verleumdungskampagne eines osteuropäischen Staates, der in die Diktatur abglitt und seitdem zu immer neuen Eskapaden bereit war. Er hetzte via Satelliten-TV, Twitter und Zwangsbesuch seine ausgewanderten Landsleute auf, für ihn zu stimmen. Trat und tritt unsere Souveränität mit Füssen. Täuscht unsere Behörden und Ämter nur damit Kabinettsmitglieder dieses Landes weiter öffentlich hetzen – informieren – konnten.
In Moscheen, die zum großen Teil einem Verein gehören, der vom Religionsministerium eben dieses Landes finanziert werden, wird Hetze und Propaganda ungefiltert verbreitet und die Gläubigen zur Spitzelei angeregt.
Der einstige Religionsfriede in Deutschland ist auch so ein Wert, der besser nicht zu den Neuen Werten gehören sollte, da er offensichtlich stört.

Für die Vergesslichen unter uns: die Rede war von Erdogan und seinem Bestreben das Osmanische Reich neu zu beleben und dazu Kurden, Armenier und gern auch Griechen zu unterjochen. Gerade jetzt erst hat er Aserbaidschan dabei unterstützt/beigestanden/zugeredet Armenien anzugreifen. Hier ist auch ein neuer Wert zu sehen: dem kollektiven Wegschauen anstatt, wie bei Putin Sanktionen zu verhängen. Man lernt dann sehr schnell, dass Werte wirkliche Variablen sind, wenn man von werteorientierter Außenpolitik redet.

Die Hüter Neuer Werte sagten nichts dazu. „Zurückhaltung“ war das Motto der Stunde und die Strategie der Wahl. Allen voran erst Angela Merkel und nun Scholz, Baerbock, Lindner, Habeck und Co., die gern alles aussitzen, um dann, wenn andere gehandelt haben, das als ihren Erfolg auszugeben. Alternativlos sei das – so hört man immer wieder. Feige, opportunistisch, verlogen oder heuchlerisch hat man das früher genannt.  Nun ist es aber Konsens, dass gerade grüne Politiker solche Charaktereigenschaften als „frischen Wind“ begreifen dürfen.

Alternativlos ist dann wohl auch die Zunahme von Anschlägen, Anschlagwarnungen, Übergriffen und Gewalttaten, an die wir uns momentan so gut gewöhnt haben. Gerade gestern warnte das BKA davor, dass im Zuge unsere klimaoptimierten Wirtschaftskrise samt Inflation und Niedergang der Wirtschaft  Islamisten zu Anschlägen aufrufen, um die Gunst der Stunde zu nutzen.

Inzwischen sind auch Hochzeitskorsos normal geworden. Nicht die, die wir hupender Weise durch die Straßen fahren sehen, es selbst auch so gemacht haben, sondern solche, die Autobahnen blockieren und dadurch Menschen gefährden. Oder solche, aus denen geschossen wird… Hier zucken wir noch nicht einmal mehr. 2017 war das noch ein Schockmoment.

Wie es scheint setzt Multikulti nicht nur kulturelle Vielfalt voraus, sondern auch ein neues besseres Wertesystem, dass solche Meldungen und die damit einhergehende Veränderung unserer Sicherheitslandschaft so mit sich bringt. Das Wort Integration ist schon lange umdefiniert und wenn etwas integriert wurde, dann neue Sicherheitsaspekte, Ängste und Gefahren.
Oder schlicht die Tatsache, dass es zum neuen Wert gehört selbst Taliban Asyl zu gewähren und keinen abzuschieben, egal wie verlogen und/oder kriminell er war.

Quelle: Stella Hoskin: Angela „Palpatine“ Merkel

 

Im Karneval waren Polizeikostüme nie im Trend, waren aber überall (zu) oft zu sehen. Es gab da eine Zeit, da stand alle zweihundert Meter mal ein Polizist ohne Mütze, der mit Lippenstift „maskiert“, weil abgeknutscht worden war. Heute muss eine Närrin da schon einen Klimmzug an der Maschinenpistole machen, um das zu schaffen; muss dafür aber nicht mehr allzu weit gehen, da Polizisten nun alle paar Meter in Gruppen stehen. Ein Narr, der dabei böses denkt… er hat nur ein falsches, weil altes, Wertesystem.
Was aber nicht geht, auch nicht im Karneval, ist eine Verkleidung als Indianer oder das Tragen von Rastazöpfen. Das ist „kulturelle Aneignung“. Ein Afrikaner in Lederhose im Bierzelt oder auch ein „Südländer“ mit blondiertem Haar  ist aber OK.

Sankt-Martin-Umzüge sind Lichterfeste, Weihnachtsmärkte sind Jahresendmärkte und ein Weihnachtsengel wird vermutlich bald wieder „Jahresendeabschlussfigur“ heißen, wie in der DDR. Werte verändern sich halt. Damit auch gewisse Bezeichnungen, an die sich ältere Mitbürger gewöhnt haben.
Andererseits hat Corona hier echt für ganz neue Werte gesorgt. Man ist froh überhaupt mal ohne Maskenkostüm leben zu können. Bis auf zwei Ausnahmen: Oktoberfeste sind ausgenommen, weil Masken beim Saufen stören und natürlich Bankbesuche, weil Masken dort zusammen mit Sonnenbrillen gewisse Ängste auslösen könnten.

Dass schöne Veranstaltungen nun zunehmend deshalb schön werden, weil nichts passiert ist und alle überlebt haben, ist auch so ein „Neuer Wert“. Wenn Veranstaltungen nun mit neudeutschen Roadblocks (Merkellegos), hunderten Polizisten und privaten Sicherheitskräften wie ein Hochsicherheitstrakt abgeriegelt werden, Taschenkontrollen nötig sind und jeder sich immer über die Schulter schaut, ob nicht doch jemand Messer und Gabel an der Imbissbude zweckentfremdet, ist das die neue kulturelle Vielfalt, die einen Wert an sich darstellt. Und das ist nun normaler Alltag. Wertvoll und nutzbringend. Das hat sich seit 2017 auch nicht geändert. – OK: es ist eher schlimmer geworden!

Dass zunehmend ältere Menschen Opfer von heimtückischen und hinterhältigen Angriffen werden, so hätte man das noch vor ein paar Jahren genannt, ist inzwischen kaum noch Schlagzeilen wert. 70-, 80- und gar 90jährige werden fast täglich und beiläufig abkassiert. Eine neunzigjährige Seniorin sogar vergewaltigt und dann beraubt. Dieser neue Wert des Zusammenlebens greift um sich, kann aber mit Jubelmeldung aus den Innenministerien statistisch geglättet werden.
Dass diese Meldungen im Ausland eher in deren Presse erwähnt werden als in unserer ist ein weiterer Neuer Wert, der von Pressefreiheit gestützt, gern solche Ereignisse komplett ausblendet, marginalisiert oder bewusst unterdrückt. Es kann nicht sein was nicht sein darf – und schon gar nicht so oft!

Wer es nicht glaubt möge doch mal das Wort Messer zusammen mit der nächsten Kreisstadt googln. Man ist überrascht, was da so alles und wie oft erscheint.

 

 

Diese „Neuen Werte“ machen natürlich nachdenklich. Vor allem dann, wenn jemand das Podium betritt, um dem etwas verunsicherten Volk zu erklären, dass „unsere Werte“ verbindlich(!) sind.

Tja, denkt man, was für Werte denn und wie verbindlich??? Und für WEN denn??

Wenn sich etwas als verbindlich darzustellen scheint, dann der Umstand, dass hier jeder tun und lassen kann was er/sie/sonst will, solange er/sie/sonst das verordnete „Wohlfühlklima“ im Ländle nicht stört. Notfalls kann man auch schon einmal Scholz-like vergesslich sein.

So ist es OK, dass Imame ihre Gemeinde zu Spitzeldiensten aufrufen, Unfrieden stiften und mögliche Oppositionelle denunzieren (in bester Stasi- und Gestapo-Manier). Nicht OK ist, jetzt zu fordern diese Imame zu bestrafen und eben diesen Moscheenverband (nein: das war kein Einzelfall), zu verbieten. Das widerspricht den Neuen Werten.

Inzwischen muss man auch sagen, dass der Staat selbst Denuziantenportale in bester Stasi-Tradition anbietet, um Kritiker der Neuen Werte zu erfassen, zu verfolgen und selbst zu drangsalieren. Nancy Frazer sieht das als Fortschritt an und warnt schon jetzt vor Nazis, die gegen die Inflation und Rezession demonstrieren werden. Oder gegen Corona. Oder gegen sonstwas, was der Staat als Kritik auffassen könnte.
In diesem Zusammenhang ist auch der Maulkorberlass zu sehen, der mit dem Pandemiegesetz Einzug in das Verfahren genommen hat Demonstrationen als gefährlich oder auch nicht einzustufen.

Der gute Bürger… hält die Klappe und beschwert sich nicht!

So hat der Begriff Nazi dann auch die ereilt, die bald frieren, hungern und/oder ohne Geld dastehen, weil im besten Deutschland aller Zeiten das Licht ausgeht. Gern auch wörtlich und fern jeder Metapher.

Dass diese Neuen Werte zunehmend unsere Nachbarn befremden mag damit zusammenhängen, dass die eben nicht so multikulti oder ideologisch verbohrt sind wie wir, nicht ganz so vergesslich hinsichtlich alter Werte (oder CumEx-Vorfällen…) und darüber hinaus vielleicht auch ein paar Politiker haben, die eben näher am Wähler stehen. Es könnte aber auch sein, dass fehlende Grenzen im EU-Raum zu einer gewissen Unsicherheit führen, wohin denn all die gehen, die diese Vielfalt weitertragen wollen. Madrid, London, Paris, Nizza und andere Städte sind da Beispiele wo zu viel „Neue Werte“ auf einmal eben doch zuviel war.
Berlin war auch betroffen. Aber Berlin ist eine deutsche Stadt, sogar die Hauptstadt, und da muss man Vorreiter in Sachen „Neuer Werte“ sein. Es gibt zwar keine  no-go-Areas (neudeutsch), aber halt Parkanlagen, Plätze und Straßenzüge, wo „Neue Werte“ wesentlich offener gelebt werden. Wo das 68er-Ideal vom polizeilosen Staat der damaligen anarchistischen Utopie doch schon recht nahe kommt.

Der bisweilen etwas nörgelnde Wutbürger und Neu-Nazi bedarf hier der Zusprache und Hilfe. Daher werden dann auch gerne von Bund und Ländern Zigmillionen in Werbekampagnen gegen rechts investiert, die sich eine linke Partei gar nicht leisten könnte, wenn sie gegen unliebsame politische Opposition im Wahlkampf zu Felde zieht. Auch das ist ein „Neuer Wert“ an sich. Wahlkampf auf Staatskosten gegen die bürgerliche Opposition. Oder einfach nur gegen nicht links-gesinnte Krwallmacher.

Der Aktivist ist der neue Terrorist, nur dass er vom Staat dafür via NGOs und Stiftungen bezahlt wird.

Nur werden im demographischen Wandel die Menschen älter. Jeder, wird jeden Tag, jede Stunde, Minute und Sekunde älter. Und der ein oder andere Skeptiker wird sich fragen, was in zehn Jahren ist. Wenn er/sie dann alt ist. So alt wie das 90jährige Vergewaltigungsopfer, der 80jährige in X und Y, der hinterrücks niedergeschlagen wurde, oder all die 70- und 60jährigen die täglich und immer öfters Opfer von Gewalttaten werden.
Ältere Menschen haben häufiger Angst, eben weil sie nicht mehr so fit sind. Gebrechlich geworden durch Arbeit an und für ein Land, das „Neue Werte“ propagiert, die so von viele nicht geteilt werden. Und daher werden sie ihre Stimme erheben. Vielleicht nicht allzu laut – denn das widerspricht den Neuen Werten – sondern da, wo es etwas bewirkt. An der Urne.
Doch diese Annahme ist falsch. Ältere gehen scheinbar gar nicht mehr zur Wahl. Nutzen nicht mehr die Chance mit ihrer Stimme noch etwas zu verändern und überlassen die Wahl und damit das Votum einer kleinen Gruppe von wohlstandsverwahrlosten Spinnern, die sich lieber auf Straßen kleben als zu arbeiten. Oder auch nur zu lernen.
Hier ist der neue Wert, dass bis zu 50% der Wähler auf die Stimmabgabe verzichten und so Idioten mit 20% plus in die Parlamente einziehen ließen. – Natürlich haben sie es euch gedankt, liebe Nichtwähler. Mit Inflation, Energiekrise, Wirtschaftskrise und Facharbeiterbereicherung.

 

Auch für Nichtwähler ist nun die Pulle leer…

In einer Kindeshow hieß es einmal: „Ob du Recht hast oder nicht, sagt dir gleich das Licht!“

 

Es steht zu befürchten, dass eben dieses Licht für viele ausgehen wird. Seit 2017 wurde europaweit viel gewählt. Auch in Deutschland. Aber auch in Holland und Frankreich. Und jede Wahl, die verloren ging oder gewonnen wurde beflügelte die nächsten Termine.

Leider wurde nicht deutlich, dass man als Liebhaber alter Werte – was immer das auch für ein ach so faschistisches, konservatives und antisemitisches Zeug sein mag – nicht allein war. Aber das war es auch schon.

Gewissen Anhängern „Neuer Werte“ ging aber ein Licht auf, das Hillary Clinton auch gesehen hat. Urplötzlich und unerwartet, dafür aber deutlich. So deutlich, dass sie die ganze Nacht im Hotel geschmollt hat… Nicht jeder gehypte Protagonist Neuer Werte schaffte es.

Inzwischen hat die Welt (auch oder gerade) Trump überlebt – trotz aller Prognosen – und konnte unter Biden wieder Kriege anfangen. Gott sei Dank. Denn auch das ist ein Wert, der stabil zu sein scheint. Zumindest bis November, wenn in den USA wieder gewählt wird und die Demokraten ihre Mehrheit verlieren werden.
In Italien scheint es wohl nun auch nicht mehr links zuzugehen, so dass die EU-Kommission schon mal mahnend den Finger hob, dass man erwarte, dass richtig gewählt wird.
Wieder so ein Neuer Wert, der inzwischen normal ist. Wo Merkel schon den BREXIT anfeuerte ist die EU-Kommission noch weniger zimperlich EU-Mitgliedstaaten zu maßregeln, so sie denn unbequem sind. Ungarn steht da schon kurz vor dem Status Terrorstaat. Ein Attribut, dass anderswo auf der Welt geradezu Drohnenangriffe bei Nacht und Nebel heraufbeschwören würde. Als ultimativer Neuer Wert für angewandte Rhetorik in der Außenpolitk.

Deutschland in Not

 

Soll oder kann man sich vorstellen, dass Millionen Menschen, die hier immer älter werden, ihre Sicherheit, ihre Gesundheit und sogar ihr Leben im Alter darauf verwetten, dass diese schon jetzt sichtbaren Folgen der Neuen Werte schnell besser werden? – Ja, man kann. Es hat sich gezeigt, dass gerade die Älteren gern rein gar nichts machen!

Siebzig Jahre europäische Einigung, Dekaden von sozialem Frieden und eine vorher nie gekannte Freiheit in Wohlstand haben dazu geführt, dass all das, was Grundlage dessen war, was wir heute haben, gefährdet ist durch Werte, die nicht neu sind, aber in Summe dem zuwiderlaufen, was unser aller Leben bisher lebenswert gemacht hat.

Nichts, gar nichts von all dem, was man hier sieht wenn man sich umschaut, ist vom Himmel gefallen. Für alles wurde gearbeitet, gerungen und gekämpft. Aber diese Neuen Werte suggerieren, dass man all das wegwerfen kann, da sie „alternativlos“ sind.

Ich persönlich mag nach wie vor die alten Werte. Sie sind nicht alternativlos, aber grundlegend für das, was neu dazukommen kann, muss und auch sollte. Wenn mich das in den Augen der Neuen-Werte-Gemeinde zum Rechten, zum Nazi und Faschisten macht, wie neuerdings alle Kritiker von anderen „Politdarstellern und Medioten“ zu Nachfahren von Nazis erhoben wurden, dann bin ich oder war schon immer Nazi. Oder Italiener, Ungar oder neuerdings auch Schwede.

Ich habe keine Kinder und auch keine Enkel. Folglich ist der Gedanke daran, was ich meinem Enkel sage, wenn er mich fragt, was ich denn tat, als die „Neuen Werte“ alles verändert haben, über das ich ihm doch so gern und oft erzähle, eigentlich fremd. Doch mein Bauchgefühl sagt mir, dass da eine Antwort besser nicht kommen sollte: NICHTS mein Kind!

Ich glaube, bei allen „Neuen Werten“ an die wir uns weiter nett gewöhnen; das würde mein Enkel nicht verstehen…

 

„Immer wieder Montags, sollst Du spazieren gehen… Tralala…“

 

Auch:

Die Deutschen und ihr RECHT auf Widerstand – ein Überblick – (nordhessen-journal.de)

Homo Tyrannis – der Gutmensch: eine Analyse – (nordhessen-journal.de)

Zahl, aber halt‘s Maul (bod.de)

STRESSTEST: Altersarmut in Deutschland – wirtschaftliche, soziale und politische Faktoren | Conplore Wirtschaftsmagazin

Angela Palpatine, oder wie hieß der böse Drachen aus STAR WARS noch? | Conplore Wirtschaftsmagazin

Die nationale CI und ihre Bedeutung für Migration und Integration | Conplore Wirtschaftsmagazin

 

Hier das Programm derer, die man machen ließ mit eigenen Worten!

 

 

#Sozialismus #Deutschland #Politik #Grüne #Europa #Demokratie #Geld #Armut #Gesellschaft #Recht #Wahlen #Gutmensch

Ukraine der Dammbruch bei Krywyj Rih ist fatal

Autor: Sascha Rauschenberger

Am 14.09.22 führten die russischen Luftstreitkräfte mit  Marschflugkörpern einen Angriff auf den ukrainischen Damm bei Krywyj Rih durch.
Dabei wurde die Staumauer mehrfach im Bereich des Pumpenhauses und unterhalb der Wasserlinie getroffen. Die Staumauer wurde stark beschädigt und es kam zu einem unkontrollierten Abfluss großer Wassermassen in den Fluss Inhulez.

MIG 31 mit Hypersonic Marschflugkörper Kinzhal

Seit der Abschaltung des AKW Saporischschja und seiner endgültigen Abtrennung vom ukrainischem Stromnetz greift die Ukraine vermehrt Kraftwerke, Umspannwerke, Trafostationen und Wärmekraftwerke im Donbass gezielt an.
Vermutlich aus der Absicht heraus die nun russischen Fabrikationsanlagen in den besetzten oder nach Unabhängigkeit strebenden Gebieten im Donbass für den Winter stromlos zu machen. Russische Quellen unterstellen reine Willkür und Rachegelüste, da mit dem Wegfall des AKW Saporischschja 40% der Stromerzeugung und 20% der Wärmekraft in der Ukraine weggefallen sind.

Präsident Wolodymyr Selenskyj (HIER) sprach medienwirksam von dem Versuch seine Heimatstadt unter Wasser zu setzen. Er wurde in der Stadt Krywyj Rih, die unterhalb des Damms gelegen ist, geboren…

Der Damm mit dem dahinter befindlichen Stausee diente als Wasserspeicher für die Landwirtschaft und war nicht zur Energiegewinnung gedacht. Er regulierte den Wasserstand im Unterlauf des Flusses, an dessen Ufern große und tiefe Steinbrücke liegen, deren Tiefe fast an die deutscher Braunkohlegruben herankommen.

Die knapp 1000 Meter südlich des Dammes verlaufende Eisenbahnlinie samt der das Tal überspannende Eisenbahnbrücke wurde nicht getroffen.

 

Staumauer bei Krywyj Rih

 

Bei genauer Betrachtung gibt muss es also andere Gründe für den Angriff geben, der den Damm mittelfristig so stark beschädigt hat, dass er große Wassermengen zusätzlich und unkontrollierbar abgibt.
Der Fluss Inhulez selbst ist stark angestiegen und nun sehr reißend.

Weiter im Süden ist er aber der Fluss, den die Ukrainer mit Ponton- und Behelfsbrücken überqueren mussten, um ihre Cherson-Offensive starten zu können. Über diese Brücken fließt der gesamte Nachschub der ukrainischen Streitkräfte und hier werden auch Reserven herangeführt.
Ohne diese Brücken sind die südostwärts agierenden Truppen, die gerade die sog. Gegenoffensive führen, abgeschnitten.

Der Fluss Inhulez ist in diesem Bereich eigentlich ein Fluss, der am Ende des Sommers Niedrigwasser mit kaum erkennbarer Strömung führt. Die Wassertiefe ist zwischen einem und zwei Metern bei schlammigen Untergrund, was Ponton- und Behelfsbrüchen notwendig macht. Er ist ein Panzerhindernis und erlaubt auch keinen Fahrzeugverkehr durch das Flussbett. Auch nicht in Furtbereichen, wo die Ukraine ihre Brückenköpfe geschlagen haben.

Wichtig in solchen Flussübergängen sind nicht nur die Brücken selbst, sondern auch der zu befestigende Untergrund als Zu- und Abfahrt von den Brücken. Das war gut im Ahrtal zu sehen.

Diese Uferbereiche könnten nun überflutet werde und durchweicht werden.

 

 

Diese wichtigen aber behelfsmäßigen Flussübergänge lagen schon seit Beginn der Gegenoffensive unter russischem Feuer. Unzählige Pontonbrückenelemente wurden beschädigt und mussten ausgebaut, abtransportiert und repariert werden. Der Bestand an Brückenbaugerät ist ein kritischer Faktor, den Deutschland auch durch die Lieferung von 16 Biber-Brückenlegepanzern auszugleichen versucht.

 

Tatsache ist, dass mit Voranschreiten der Flutwelle vom Damm diese Idylle nun dauerhaft beendet ist. Der Fluss dürfte nun bis zur Reparatur des Damms deutlich mehr Wasser führen und auch seine Fließgeschwindigkeit sollte drastisch zunehmen, was die Operationsführung über den Fluss erschwert. Und das vor der Regenzeit in vier Wochen, wo sich sowieso alles drastisch verändern wird, bevor dann Mitte November der Dauerfrost bis März einsetzen wird.

Damit hat die vorher ohnehin schleppend anlaufende und sehr verlustreiche Gegenoffensive nach Cherson einen Dämpfer erlitten und es besteht die Gefahr, dass die dort eingesetzten Streitkräfte nun abgeschnitten werden, zumal alle (!) Reserven der UKR aktuell im Norden stehen, wo ihnen der Durchbruch gelang.

T-72

Dieser Durchbruch war unseren Quellen zur Folge auf schnelle leichte ukrainische Einheiten zurückzuführen, die durch Zwischenräume in der Verteidigung tief in den hinteren Frontbereich vorstießen und so zu der falschen russischen Annahme führten, dass dort starken Verbänden der Durchbruch gelungen war.
Der Abschnitt wurde von einer Milizbrigade verteidigt, die daraufhin in Panik geriet und ohne Befehl zurückging; damit die gesamte Verteidigung – auch die der Nachbarn – mitriss.
Aufgrund des Wege- und Straßennetzes gelang es nicht rechtzeitig andere Kräfte heranzuführen. Die Verstärkung durch Luftlandekräfte war nicht rechtzeitig noch hinreichend genug , um den Sturmlauf der leichten ukrainischen Verbände im Rücken der Front aufzuhalten.
Dazu meldeten diese Kräfte auch noch alle Räume und Punkte rückwärtiger russischer Versorgungsdienste an ihre Artillerie, die diese mit westlichen Waffen innerhalb von Minuten gezielt ausschalten und somit die Panik vergrößern konnte.
Die Rücknahme der Front bis hinter den nächsten Fluss war folgerichtig. Das so gewonnene 6-8000 km² Territorium war für den Russen eine schmerzhafte Niederlage.

 

155mm-PzH2000 der Bundeswehr

 

Angemerkt sei hier, dass dieser Erfolg ausschließlich auf die Überlassung satellitengestützter Aufklärungsergebnisse aus dem Westen beruhte. Diese westlichen Analysten fanden die Lücke in der Verteidigung und unterstützten die ukrainische Artillerie nicht nur mit der Datenüberlassung sondern erstmals bis hin zur direkten livegestalteten Zielübermittlung!
Man könnte auch sagen, dass die Ukrainer nur noch ihre Geschütze / Werfer bedient haben.

Das bedeutet eine Verschärfung des ohnehin schon festgefahrenen Konflikts.

 

Brückenlegepanzer BIBER beim Auslegen einer Panzerschnellbrücke

 

Tatsache ist, dass mit diesem Angriff nun die Cherson-Front in Schieflage geraten wird und die Ukraine Pionier-Reserven im Norden abziehen muss, um die Übergänge zu sichern.
Ein nicht zu unterschätzendes Handicap ist hier der Umstand, dass auch die nördliche Erfolgsoffensive an Ponton- und Behelfsbrücken gebunden ist.
Hier müssen nun Brückenelemente abgezogen werden, um die mit Sicherheit Schaden nehmenden Brücken im Süden zu ersetzen.
Das wird die Operationsführung im Norden der Front nun begrenzen, zumal die eigene Logistik in diesen neu eroberten Bereich hinein ohnehin hinterherhinkt.

Es ist auch anzumerken, dass trotz der immensen eigenen Anfangsbestände an schweren Waffen und Gerät die Ukrainer fast ausschließlich ihre neue Offensive mit westlichem Gerät gefahren sind. Die gesamte Artillerieunterstützung erfolgte mit westlichen Waffen und westlichen Munitionskalibern.
Ergo hat die Ukraine seit Anfang des Krieges ihr ehemaliges östliches Gerät vollkommen verloren und/oder es ist nicht mehr einsatzbereit. Beispielsweise auch aus Munitionsmangel, wie wir schon vorhergesagt hatten.

Artikel:

Ukraine: westliche Waffen, fehlende Munition und der Endsieg… – Rabenspiegel

 

 

Egal was nun noch unternommen wird, das Zeitfenster schließt sich rapide, da die Schlammperiode (Starkregen) in drei bis vier Wochen beginnt und dann einen Monat bis zum Wintereinbruch anhalten wird.
In dieser Zeit sind Operationen abseits befestigter Straßen fast unmöglich und das Wetter begünstigt den Verteidiger, so er denn wetterfeste Stellungen hat.

Daher ist dann nicht mehr mit größeren Offensiven bis zum Frühjahr zu rechnen. Beide Seiten werden weitere Truppen ausbilden, Vorräte anlegen und neue Waffen heranführen.
Hier wird Russland stark begünstigt sein, da es über eigene Produktionskapazitäten verfügt und weiter Bestände anderswo aufkaufen kann.
Ob die UKR weiterhin westliche Unterstützung im hinreichenden (oder auch nur ausreichenden) Maßstab erhält, wird auch an der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Entwicklung in Westeuropa hängen. Und das nicht unwesentlich.
Ansonsten sind die US-Wahlen im November anzusprechen, wo die Demokraten vermutlich ihre Mehrheit verlieren werden, was Hilfslieferungen erschweren sollte.

Auch der wieder aufgebrochene Konflikt im Kaukasus zwischen Aserbaidschan (Türkei) und Armenien (Russland) ist hier anzusprechen, da das kaukasische Öl und Gas aus Baku wichtig sind.

 

Der Angriff auf den Damm könnte also viele Flutwellen ausgelöst haben… SIC!

 

Autor: Sascha Rauschenberger

 

In der Ukraine herrscht Krieg. Und in Kriegen bleibt die Wahrheit nicht nur auf der Strecke, sondern kommt unter die Räder derer, die andere vor ihren Karren spannen wollen.
Daher ist es auch wichtig, nicht nur eine Seite zu hofieren, sondern die Propaganda beider Seiten zu betrachten und – wenn man keine eigenen Leute vor Ort hat – dann durch Logik und ergänzende Fakten das zu finden, was dann übrig bleibt und der tatsächlichen Wahrheit zumindest nahe kommt.
So etwas Ähnliches sagte auch Sherlock Holmes zu seinem Vorgehen.
Betrachten wir die Meldungen der letzten Wochen und konsumieren nicht die mediale Hirnwäsche, sondern denken einmal logisch nach.

 

Ukrainische Flak-Stellungen inmitten von Wohngebieten in Kiew… Quelle: Ukrainische Handykamera eines Anwohners, der das Ereignis mit seinen Freunden im Internet teilen wollte…

 

 

1.) Die Russen haben ein Gefängnis gesprengt…
Die Russen sollen ein Kriegsgefangenenlager gesprengt haben, indem die Verteidiger von Mariupol inhaftiert waren. Meist ASOV-Kämpfer, die von Russland als faschistoide Kriegsverbrecher angesehen und denen auch Kriegsverbrechen zur Last gelegt werden. In etwa so, wie selbst einen Angriffskrieg zu führen…
Inzwischen gibt die Ukraine zu, dass „einzelne ASOV-Kämpfer“ vielleicht ein wenig rechts wären, aber das ASOV-Regiment nun ein Teil der Heimatschutzverbände und nicht mehr selbständig ist. Etwas zu leugnen klingt anders.
Die Russen bereiten gerade Tribunale für diese Gefangenen vor, um sie vor der Weltöffentlichkeit – so sie gewillt ist zuzusehen – vorzuführen. Ihre ihnen vorgeworfenen Taten auch zu beweisen!

 

ASOV-Truppen mit patriotischer Fahne

 

Nun sollen die Russen ihre „Propaganda-Opfer“ im Vorfeld dieses Tribunals, das ihnen sehr wichtig ist, in die Luft gesprengt haben. Sich so selbst die Möglichkeit genommen haben ihre Gefangenen öffentlich zu befragen, förmlich auszuquetschen, und sie dann vor der Welt abzuurteilen.
Russland soll auch auf die Möglichkeit verzichtet haben aus ihren Gefangenen alle Informationen herauszuholen.
Immerhin ist der russische Geheimdienst nicht zimperlich und bekannt dafür Leute auch schon mal jahrelang in „Gulags“ einzukerkern, zu foltern und in ständiger Todesangst zu halten, um Informationen aus ihnen herauszuholen. Jede Information. – Und darin sind die russischen Dienste wirklich gut. Sie drehen die Gefangenen sogar um und machen sie zu ihren Agenten.
Und genau darauf haben sie hier verzichtet…

 

ASOV-Truppen mit diversen Fahnen und Gesinnungsmerkmalen

 

Oder könnte es sein, rein logisch betrachtet, dass die Ukraine eben das alles nicht wollte, und sie deshalb versucht hat dieses Medientheater und das Informationsabschöpfen zu verhindern? Und als billigste Lösung das Lager selbst plattmachen wollte? Zumal im Westen die Unterstützung bröckelt und immer mehr sonderbare Dinge über die Ukraine durchsickern.
Wer hatte also mehr vom Tod der Gefangenen? Russland oder die Ukraine?

Als dritte Möglichkeit käme noch ein tragischer Unfall in Betracht. Womöglich, dass im Gefängnis etwas explodiert ist. Ggf. sogar durch die Gefangenen verursacht… Oder besoffene Wachmannschaften?

Holmes hätte hier recht schnell die beste Annährung an die Wahrheit gefúnden.

 

Quelle: MaxarTechnologies – Schlangeninsel Diese unbedeutende Insel war von den Russen besetzt und wurde täglich vom Festland aus beschossen. Der Aufwand die Insel weiter zu besetzen war nicht gegeben und die Russen räumten die Insel wieder. Ein paar Tage später verkündete die Ukraine die Rückeroberung der Insel. Nur hat sie dazu noch nicht einmal mehr eine Marine gehabt…

 

2.) Die Große Offensive im Süden
Die UKR brüstete sich damit eine Million Mann im Süden zusammenziehen zu wollen, um erst Cherson und dann die Krim zurückzuerobern.
Der Brückenkopf nördlich Cherson ist seit Monaten unter Kontrolle der Russen und sie haben sich dort tief gestaffelt eingegraben. Sind zur vorbereiteten Verteidigung übergegangen. Haben ihre Stellungen befestigt, gehärtet und die Zwischenräume mit Sicherheit vermint.
Haben Ihre Verteidigung des eroberten Gebietes mit allem ausgebaut, was sie hatten. Feuerzonen bestimmt, vorbereitet und abgesteckt.
Auch im Bewusstsein, dass sie hier halten müssen, da dieser Brückenkopf für Folgeoperationen in Richtung Odessa extrem wichtig ist. Auch schon gut vorangetrieben wurde, um die Flussübergänge über den fast einen Kilometer breiten Dnjepr vor direktem Beschuss zu bewahren.
Auch wurden hier nur vergleichsweise geringe Truppenstärken eingesetzt, da die Hauptangriffe im Donbass stattgefunden hatten.

 

BM21 / GRAT-Mehrfachraketenwerfer, die massenhaft ungelenkte und unpräzise Raketen verschießen können.

 

Nun hat die UKR beschlossen ihre katastrophalen Verluste an schwerem Gerät im Donbass und die zunehmende Unmöglichkeit der Versorgung eigener Truppen in der Ostukraine durch einen Angriff im Süden zu entlasten.
Man wollte die Chance nutzen die auf der Nordseite des Dnjepr „gestrandeten“ russischen Truppen durch Zerstörung der Brücken vom eigenen Nachschub abzuschneiden und dann zu zerschlagen.
Ein Anliegen, dass jeder Soldat sofort versteht und jeder Feldherr auch nutzen würde.
Ohne die Brücken sind die nördlich Cherson eingegrabenen Truppen in der Tat fast abgeschnitten.

Der geneigte Leser mag inzwischen verstanden haben, dass Stoßangriffe einerseits mit massig gepanzerten Kräften vorgetragen werden müssen und dann auch in einem Verhältnis von minimal 1:3 gegenüber dem Verteidiger anzusetzen sind. Das fehlte den Russen Anfangs des durch sie ausgelösten Krieges.
Gegenüber einem Verteidiger, der sich vorbereiten konnte, steigt dieses notwendige Kräfteverhältnis auf bis zu 1:10 zu(un)gunsten der Angreifer.
Und auch dann sind die Verluste noch dramatisch. Daher auch der große Kräfteansatz…

Wir wissen aber, dass der Ukraine schwere Waffen, Munition und Ausrüstung ausgehen. Sie die vom Westen kommenden Waffen so stark beanspruchen, dass diese zunehmend verschleißen, ausfallen und/oder sogar unbrauchbar werden. Manche Quellen behaupten sogar, dass vom Westen gelieferte Waffen im Durchschnitt nach zehn (10!) Tagen zerstört oder sogar erobert sind…

Wenn wir von ukrainischen Erfolgen lesen oder hören, dann sind das HIMARS-Angriffe oder Drohneneinsätze.
Nur decken 20 HIMARS nicht 1500km Front ab. Diese Raketenwerfer sind auch gut gegen Kommandoposten und Depots, aber nicht gegen eingegrabene Verteidiger. Und die Munition ist knapp.
Da der Westen aktuelle Lagerbestände ausliefert und die Industrie nicht darauf ausgelegt ist wirklich große Mengen zu liefern. Liefern zu können, da sie die Munition nicht ständig produziert.
So hat die UKR innerhalb von Wochen mit ihren ca. 100 von den USA gelieferten M777-Haubitzen die US-Jahresproduktion an 155mm-Granaten verschossen…

 

frz. CEASAR 155mm Artillerie

 

Natürlich verfügt die UKR im Süden über noch einigermaßen intakte Versorgungsrouten, nur  gibt es da nicht viel zu transportieren. Daher relativiert sich der Vorteil gegen die „abgeschnittenen“ Russen anzutreten recht schnell.
Auch sind das alles nicht Kräfte, wie die 6. Armee 1942/43 in Stalingrad, die mit 340.000 Mann 600 Tonnen Nachschub am Tag brauchte und bestenfalls 100 Tonnen am Tag bekam.
Im Brückenkopf kämpfen ein paar Brigaden mit vielleicht 20.000 Mann, die jetzt mit bis zu 30 BKG verstärkt werden (sollen), was nochmals 15-20.000 Mann sind. Allesamt kampferfahren und schlachtgehärtet.
Auf Seiten der UKR stehen da Heimatschutzbrigaden, Freiwilligeneinheiten und Wehrpflichtverbände. Die Elitetruppen stehen weit weg im Osten…

 

Panzerabteilung im Bereitstellungsraum vor einem Angriff

 

 

Und dieser volkssturmähnlichen und auf die Schnelle ausgebildeten Verbände treffen nun auf einen vorbereiteten Verteidiger in gehärteten und tief gestaffelten Stellungssystemen ähnlich wie in Verdun im ersten Weltkrieg.
Nur sind die Stellungen nicht durchgehend sondern bestehen aus Verteidigungspunkten, Verteidigungsposten und Feldposten an strategisch wichtigen Stellen. Die Zwischenräume sind großzügig vermint, werden mit Artillerie überwacht und können durch Kreuzfeuer geschlossen werden.

Der Alptraum eines jeden Angreifers!

Wir hörten von Durchbrüchen und dann nichts mehr. Wir hörten von großer Begeisterung in ukrainischen Medien und dann nichts mehr. Wir hörten von Siegen und dann nichts mehr.
Was wir aber nicht hörten waren Meldungen über tausende Russen, die verzweifelt versuchten den Dnjepr nach Süden zu durchschwimmen.
Wie es einst die Reste der 1. UK Fallschirmjägerdivision anno 44 bei Arnheim über den Rhein taten…

Halten wir fest: die UKR greift im Süden an, wird ständig zurückgeschlagen und hat ein paar Brücken beschädigt oder unbrauchbar gemacht.
Die zur Versorgung nötige Versorgungsrate der eingesetzten russischen Kräfte nördlich des Flusses im Brückenkopf lassen sich A) leicht per Lufttransport und/oder B) durch mobile Fähren und Boote generieren.
Die Offensive hat sich festgefressen und/oder ist ausgeblutet.

In solchen Fällen versucht man dann als UKR stets die Öffentlichkeit mit bildgewaltigen aber sinnlosen Meldungen vom ukrainischen Erfolg zu begeistern. Oder mit Horrormeldungen, was der böse Russe so alles treibt.
Vermutlich macht das Putin auch so, um von seinen horrenden Verlusten abzulenken, aber die Masse von uns weiß es nicht, denn darüber wird nicht in der Breite berichtet wie ukrainische Propaganda hofiert wird.

 

Und dann ist da noch eine Frage, die sich stellt: WENN die Ukraine den Brückenkopf zerschlägt, der Russe geschlagen ist, WIE kommen sie dann selbst über den Dnjpr, um ihre Offensive bis zur Krim (…) fortsetzen zu können???? – Oder betreffen sie die dann zerstörten Brücken nicht?

 

3.) Partisanen
Die Geschichte der Partisanen, der Guerilla, ist nicht erst seit Napoleons Einmarsch in Spanien Teil jeden Krieges. Der „kleine Krieg“ (Guerilla) war und ist eine ständige Gefahr für Invasoren.
Nicht für die Front- und Kampfeinheiten, wohl aber für das Hinterland und die dort verteilten Versorgungs-, Fernmelde-, Stabs- und Sanitätskräfte.
Dieser Krieg findet überall statt, da in der UKR in allen Gebieten Patrioten beider Seiten für ihre Überzeugung kämpfen.
In der UKR wohl so gut, dass man es für nötig hielt hunderte Spitzenbeamte und dutzende Geheimdienstler auszuwechseln oder zu verhaften. Ein ganz schlechtes Zeichen, das nicht gerade Vertrauen aufbaut. Weder beim ukrainischen Verteidiger noch bei den westlichen Partnern… Es zeigt nur eines: es gärt im UKR-System.

Die Ukraine selbst berichtet nun von Partisanenangriffen und Einsätzen von Spezialkräften (Special Forces) auf der Krim. Passgenau zu einer Explosion auf einem Militärflughafen.
Auch sollen Mordanschläge auf russische Politiker in den besetzten Gebieten erfolgt sein. Rekrutierungsbüros im Donbass gesprengt und Angriffe aus dem Hinterhalt verübt worden sein.
Das stimmt mit Sicherheit soweit alles. Nur hat es nicht die Qualität, um große russische Sicherheitskräfte im Hinterland der Front zu binden.
Wenn wir uns geschlossene und unterstützte Partisanenbewegungen anderer Kriege ansehen, dann ist das was die UKR als Partisanenkrieg bezeichnet eine bessere Lachnummer. Nicht mit Vietnam, Afghanistan, Irak, oder gar dem II. Weltkrieg zu vergleichen, wo hunderttausende deutscher Soldaten mit Besatzungsaufgaben beschäftigt waren.
Es mag daran liegen, dass die Krim und der Donbass sprachlich und religiös eher zu Russland tendieren, was aber hier gern verschwiegen wird.

 

 

Man sogar in breiten Teilen des Donbass die Russen willkommen heißt. Man zu Russland zurück will. Man ergo mit den Invasoren zusammenarbeitet und mögliche „Abweichler“ entweder selbst ausschaltet oder die Behörden informiert.
Ganz miese Voraussetzungen für Partisanen, die auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen sind. Zumindest auf die stille Duldung.

Daher dürfen wir davon ausgehen, dass weder Russland noch die Ukraine es geschafft haben größere Partisanenbewegungen auf dem jeweiligen Gebiet des anderen zu implementieren. Spione, Spitzel und Einzeltäter mit Sicherheit. Aber keine Partisanenverbände an sich.

Und da helfen dann auch keine Special Forces zur Unterstützung dieser Bewegung. Denn wo keine Bewegung ist, da braucht auch keiner SF-Teams.

Ob nun SF auf der Krim erfolgreich waren oder nicht, ist schwer zu sagen. Es wurden zahlreiche Flugzeuge in den Splitterboxen zerstört. Vermutlich durch Sprengstücke, die aus dem explodierten Depot weggeschleudert wurden.
Wer das Depot nun gesprengt hat, oder es ein Unglück war ist schwer zu sagen.
Tatsache ist, dass im Zweiten Weltkrieg Halifax (HIER) von Munitionsexplosionen ohne Feindeinwirkung verwüstet wurden.
Das Schlachtschiff  USS Maine (HIER)  explodierte 1898 im Hafen von Havanna – was dann der Auslöser des amerikanisch-spanischen Krieges war, vermutlich aufgrund einer Überhitzung im Magazin des Schiffes.

 

Museumsschiff USS Olympia, ein Kreuzer, der an der späteren Schlacht vor Manila gegen Spanien teilgenommen hat.

 

Ohne eine eingehende Untersuchung vor Ort wird Unfall oder Angriff von hier schwer zu bewerten sein.
Doch wenn dort ein SF-Team im Einsatz war, dann ist es jetzt tot oder in Gefangenschaft, da nach dem Angriff Jagdkommandos ausgeschwärmt sein dürften.
Die UKR-Marine dürfte das Team nicht zurückgebracht haben, denn es gibt keine UKR-Marine mehr. Auf dem Luftweg ist das auch auszuschließen und der Landweg ist… verbaut und geht durch ein Gebiet ohne zivile Unterstützung.
Es wäre also ein Himmelfahrtskommando gewesen. Was sagt das über die strategischen Möglichkeiten der UKR aus, zu siegen?

Gehen wir aber von einem Unglück aus, dass die UKR nun gewillt ist für sich als Sieg zu verbuchen, würde das ins Bild passen.

Wie oben angeführt schickt der Russe Verstärkungen an die Südfront. Wenn man ihn davon überzeugen könnte, dass tatsächlich SF-Teams und Partisanen im Hinterland operieren, dann müssten Teile dieser Verstärkungen als Sicherungsverbände eingesetzt werden. Die würden dann an der Front fehlen.
Wenn dem so wäre, und logisch betrachtet spricht einiges dafür, dann ist das schon jenseits von armselig und bestenfalls Kriegstrommelei für das eigene Volk.
Ähnlich den alt-deutschen Wochenschauen, wo die Panzer immer von links nach rechts durchs Bild nach „Osten“ fuhren. „Nur rein optisch Angriffen“
Der Russe hat ein recht genaues Lagebild für den eigenen Bereich und weiß daher, wer wo mit was angegriffen hat.
Ergo ging es bei dieser Behauptung nur darum, das eigene Volk und die westlichen Partner bei der Stange zu halten.

 

Quelle: russisches VtgM / dpa: AKW Saporischschja im Süden der Ukraine

 

4.) Das Kernkraftwerk 
Das AKW Saporischschja im Süden der Ukraine ist mit seinen sechs Blöcken der größte Kraftwerksblock in Europa und belieferte die halbe Ukraine mit Strom. Jetzt ist es von russischen Truppen erobert worden, die das Kraftwerk nach und nach vom ukrainischen Restnetz trennen und sogar eine Leitung auf die Krim schalten wollen.
Aus technischen und Sicherheitsgründen müssen die sechs Atomreaktoren immer eine Leitung in Betrieb haben. Auch um im Notfall Strom von außen zu bekommen, damit man den Reaktor herunterfahren kann. Ein Problem, das im AKW Tschernobyl auftrat und zur Unfallursache wurde. Es hatte zum Herunterfahren keinen Strom mehr…

Sobald die Russen eine Leitung zur Krim installiert haben, können sie das AKW vom ukrainischen Netz nehmen. Etwas, was recht ungünstig für die Ukraine werden würde, da dann auch die UKR ein Winterstromproblem hat. Genauer gesagt könnte die Ukraine gar keinen Strom mehr haben, da auch Tschernobyl mit seinen Blöcken komplett in russischer Hand ist.

Ergo liegt es im Interesse der UKR dafür zu sorgen, dass die Russen diese Stromtrasse zur Krim nicht schalten können.

Die Betreibermannschaft des AKW ist die alte Belegschaft, die sich aus ukrainischen und russischen Belegschaftsteilen ethnisch zusammensetzt und zum Teil gezwungenermaßen dort arbeiten muss. Allein schon aus Fachkräftemangel. Atomtechniker für Kraftwerke wandern in aller Regel nicht in Scharen ein und sind auch am Arbeitsmarkt kaum anzutreffen.
Auch sollten sie sich mit diesen Kraftwerken und den dazugehörigen Notfallprozeduren besser auskennen. Auch so ein Problem, dass zur Tschernobyl-Katastrophe führte. Das Handbuch stimmte nicht mit der Realität überein… So ging die angesetzte Übung schief.

 

Der Alptraum aller Atomkraftgegner: „Es werde Licht!“

Nun hören wir, dass das Kraftwerk immer wieder beschossen wird und unsere Presse, der ukrainischen Propaganda ausgeliefert, glaubt ernsthaft daran, dass die Russen das eigene Kraftwerk beschießén würden. Behaupten sogar es zerstören zu wollen, wenn sie nicht siegen.

Zum einem verliert Russland gerade nicht wirklich den Krieg und dann gehört das Kraftwerk nun auch ihnen. Es ist vor ukrainischen Bodenangriffen absolut sicher auf der südlichen Flussseite gelegen…

Andererseits hat die Ukraine Artillerie und weitreichende Raketen und könnte das russische Unterfangen vereiteln, wenn sie die Arbeiten nur stark genug behindern könnten. Oder die Trafostationen beschädigen könnten. Oder die in die Krim gehenden Leitungen zerstören könnten. Oder, oder, oder…

Militärs bezeichnen solche Artillerieangriffe als Störangriffe. Sie sollen den Gegner davon abhalten etwas zu tun, seine Arbeiten verzögern und verhindern, dass er ungestört dies oder das tun kann.

Und dieses mehr oder weniger ungelenkte und ungezielte Störfeuer geht auf das gut geschützte AKW Saporischschja täglich nieder. Angriffe mit zielsicheren Drohnen scheiterten an der aufgebauten russischen Luftabwehr.

Wir können nur hoffen, dass keines der Reaktorgebäude getroffen wird, da russische AKWs mit Nichten die Sicherheitsstandards haben, wie die „gefährlichen“ deutschen Kraftwerke, deren Kuppeln den Aufschlag eines 30-Tonnen-Flugzeugs mit Schallgeschwindigkeit aufgehalten hätten…

 

Quelle: BW / Luftbild: AKW Biblis

 

Was unsere Presse auch nicht schreibt ist die Tatsache, dass die ukrainische Artillerie nur gerade eben das Gelände des AKWs erreicht aber mit der von uns gelieferten Panzerhaubitze 2000 hier nun klare Reichweitenvorteile hätte.

Selbstverständlich können wir auch glauben, dass der Russe seine eigene Anlage beschießt und bombardiert. Nur wäre das etwas abwegig und unlogisch. Ergo riskiert die Ukraine einen atomaren Super-GAU, um die Russen daran zu hindern den Strom vom ukrainische Netzt zu kappen. – Kann man machen, sollte man aber nicht.

Aus diesem Grunde ist es vermutlich richtig, dass Russland in der Umgebung des AKW eigene weitreichende Artillerie stationiert hat. Wahrscheinlich sollen diese Batterien mit Gegenfeuer aufgeklärte ukrainische Artillerie bekämpfen, die das Kraftwerk beschießt.
Auch hier wäre nun die PzH2000 für die Ukraine nützlich, da der schnelle Stellungswechsel und die hohe Feuerbereitschaft aus der Bewegung heraus eben dieses Gegenfeuer unterläuft. Sehr eigenartig, dass dazu von den westlichen Experten nichts gesagt wird…

 

Generalleutnant Alfons Mais, der als Inspekteur des Heeres am 24.2.22 das Heer als nicht einsatzbereit erkannte…

 

5.) westliche Experten
Es ist schon komisch, dass wir von Ex-Generälen quasi dauerinformiert werden, die es vorher aber irgendwie versäumten die eklatante Lage der eigenen Armee zu beachten. Oder gar um sie zu wissen. Das fiel unserer Generalität erst am 24.02.22 auf, als man die „Hosen runterlassen“ musste.
Auch der britische Geheimdienst MI6 wird zunehmend zu einer Presseagentur, die uns mit Nachrichten beglückt, die sich aber schon nach einigen Tagen meistens als Nullnummer erweisen.

Warum?

Wenn diese Experten Recht haben würden, wäre die Ukraine schon vor drei Monaten in Moskau einmarschiert, weil Putin krank, blöd und unfähig ist. Seine Generäle eben nicht das umwerfende Format westlicher Generäle haben und ansonsten auch noch haufenweise an der Front fallen.
Grundsätzlich ein Ereignis, dass unsere Medien nur zu bereit waren mit pressetechnischen Siegestänzchen moralisch wertvoller Art zu begleiten.

Letztlich könnte es daran liegen, dass russische Generäle bereit waren bis zur vordersten Front zu fahren und sich selbst ein Bild davon zu machen, warum es nicht so läuft wie gedacht. Mitunter ein Grund, warum die Russen ihre Strategie und ihr taktischen Vorgehen so schnell umstellen, anpassen und optimieren konnten.

Halten wir fest: während der unfähig Russe 30% der Ukraine mit 80% ihres Industriepotentials erobern konnte, hat unsere Generalität es nicht geschafft die alleinige Einsatzbereitschaft ihrer Hauptwaffensysteme auf 70% zu bringen.

 

 

Keiner dieser Experten war vor Ort. Dort, wo dann auch schon mal geschossen wird und man fallen könnte. Wie die russischen Generäle erfahren mussten.
Keiner dieser Generäle hat in einem modernen Krieg Truppen gegen einen Feind geführt, der mit gleichwertigen Waffen gegen sie kämpfte.
Und selbst gegen unterlegene Gegner haben sie immer verloren: AFG, IRK, SYR und nun auch Mali.

Was wir aus russischen Kreisen erfahren ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Natürlich machen auch die keine Fehler. Ihre Generalität ist kurz vor genial stehend und Alexander der Große sowie Julius Caesar, Napoleon und Dschinghis Khan sind Anfänger gegen sie.
Nur haben sie halt etwas vorzuweisen.

 

Beispielbild: römische Feldherren

 

Allein der Umstand die gesamte Kiew-Front zurückzunehmen, komplett und ohne großes Zögern, war ein Eingeständnis Mist gebaut zu haben, das unserer Generalität völlig abgeht.
Und das in Anbetracht dessen dieses Vorgehen auch dem eigenen Volk gegenüber verkaufen zu müssen. Zu wollen!
Eine im medialen Propagandakrieg des Kommunikationszeitalters nicht zu unterschätzende Leistung, die von Charakter, Willensstärke und Rückgrat zeugt den anfänglichen strategischen Fehler weltöffentlich zuzugeben!

Unsere Experten sehen jetzt immer noch die „Groß“Offensive der UKR im Süden als erfolgreich an.
Unterschlagen aber die Nachschubdebatte völlig. Oder die Debatte über die fehlende Versorgung der eingesetzten Streitkräfte.
Vernachlässigen die wegbrechende Unterstützung der westlichen Bevölkerung und die Wirkung auf die schon kurz- bis mittelfristige nötige umfassende Hilfe für die UKR.
Ignorieren die wegbrechende Wirtschaftsleistung des Westens und die Tatsache, dass die UKR gar keine eigene Wirtschaft mehr hat, die auch nur annähernd kriegstauglich wäre. Aktuell hat die UKR keine Möglichkeit für ihre eigenen schweren Waffen Munition herzustellen, da alle Fabriken dazu zerstört oder schwer beschädigt sind.
Unser Experten sehen nicht, dass 25% der UKR-Bevölkerung geflohen sind, eine Million Männer unter Waffen stehen und ein großer Teil als Binnenflüchtling nicht mehr an der volks- oder kriegswirtschaftlichen Wertschöpfung teilnimmt und auf Sozialleistungen angewiesen ist, die die UKR aber nicht mehr hat.
Unsere Experten glauben, wenn sie Waffen zu dutzenden liefern, dass das ein Gamechanger wäre, wo auf der anderen Seite hunderte und tausende gleichartige Waffensysteme verfügbar sind, für die sogar der Munitionsnachschub (mehr oder weniger) sichergestellt ist.

 

dt. Panzerhaubitze 2000

 

Unsere Experten zählen begeistert russische Verluste und ignorieren die auf ukrainischer Seite völlig. Glaubt hier wirklich jemand, dass Russland 80.000 Mann verloren hat und die UKR hier kaum Verluste hatte? Gegen einen Feind, der ihnen technisch, waffenmäßig und qualitativ überlegen ist? Ohne eigene Lufthoheit? Ohne eigene Marine, die ihre (Rest)Küsten schützt? Ohne ausreichende Munitionsversorgung? Ohne gleichwertige Artilleriekapazität?

In all den anderen Kriegen waren solche Umstände stets und überall eine Garantie dafür eigenes Personal überproportional zum Gegner zu verlieren. Den Krieg recht zügig zu verlieren, weil die Moral und der Kampfwille solcher Truppen schnell gen Null tendiert.
Letzteres wurde schon eingeräumt, als es um die Artillerie ging. Dass die UKR-Kräfte vom Russen auch psychisch weichgeklopft wurden…

 

Stellungen des Irak im Golfkrieg – kurz vor der Kapitulation…

 

 

 

FAZIT:
Wir wissen nicht, was exakt in der UKR passiert und wie es an der Front steht. Wir wissen es noch nicht einmal ungefähr. Eigentlich wissen wir gar nicht, wie es um die UKR oder Russland steht. Wenn wir ehrlich sind.
Wir wissen nur das, was unsere westlichen Medien uns andauernd, wiederholt und freizügig einhämmern.
Wie so etwas enden kann, sahen wir in AFG, wo man bis zum Ende an den Sieg der AFG-Kräfte fest – ganz fest – glaubte und alle anderen Faktoren übersah.

Der beidseitige Propagandakriegt zeigt Wirkung. Doch da wir nur eine Seite kennen, können wir uns gar kein Bild machen. Zumindest nicht, wenn wir uns auf  tagesschau– und heute-Sendungen beschränken und Mainstreammedien konsumieren.

Wer sich als informierte Bürger hier behaupten will muss auf Medienorgane ausweichen, die in Ländern zuhause sind, die eher Neutralität wahren, wie z.B. die Schweiz.

Wer hier nicht anfängt selbst logische Schlüsse zu ziehen, wirklich alles(!) zu hinterfragen und selbst zu recherchieren, der wird über den Tisch gezogen werden. Ganz sicher.

 

Catweazle: notfalls zaubern wir mal…

 

Aber vielleicht können wir bald in Ruhe herausfinden, was so alles wahr und richtig ist. Wo man uns auch nicht so ganz gut informiert hat. Oder gar richtig informiert hat.
Es gibt da Themen und Entwicklungen, an denen natürlich allein Putin Schuld ist, die uns das Nachdenken mehr als nur nahelegen könnten. Das ist in Krisenzeiten gemeinhin dann öfters der Fall, wie die Geschichte klar bezeugt.
Wenn es uns nicht mehr so gut geht. Das ein oder andere Ereignis den Geist beflügelt und die Augen öffnet.

Kernfrage wäre hier: WOHIN soll uns das denn noch alles führen?
Dicht gefolgt von der zweiten Frage: WARUM denn?
Frage Drei wird dann sein: WER ist verantwortlich zu machen?

Gemessen an dem, was wir zur Ukraine vorgesetzt bekommen, könnten die Antworten überraschen. – SIC!

 

 

 

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Autor: Sascha Rauschenberger

 

 

Wir alle wissen, dass die Ukraine ein Transitland für die Gaslieferungen aus Russland nach Europa war. Was viele nicht wissen ist die Tatsache, dass von eben diesen Gasleitungen Abzweigungen abgingen, die die UKR selbst mit Gas versorgt haben. Zu 100%.

Die Entnahmen an Gas waren preislich und mengenmäßig exakt vertraglich festgelegt und immer, wenn die UKR kein Geld hatte, entnahm sie dennoch Gas. Dass der Gaspreis von Russland subventioniert war ist eigentlich auch kein Geheimnis. Genauso wenig, wie der Umstand, dass die UKR von Russland Geld für die Wartung und Durchleitung bekam.

Karte: UKR Gastransportsystem (GTS)

 

Wenn die UKR mal kein Geld hatte, Russland aber Geld sehen wollte, wurde die Leitung blockiert, der Westen vom Gas abgeschnitten und es begannen diplomatische Spielchen, die nichts anderes als Erpressung waren. Westeuropa wurde immer wieder in Geiselhaft genommen.

Allein deshalb wurde Nord Stream 1 und dann 2 gebaut: um der ständigen sich wiederholenden Erpressung die Stirn zu bieten!
Auch und besonders unter dem Gesichtspunkt, dass Russland die Gasverluste durch undichte Rohre und Pumpen nicht mehr hinnehmen wollte, die durch illegale Entnahmen der Ukraine von Jahr zu Jahr auch noch vergrößert wurden.
Man könnte hier auch von staatlich organisierter Kriminalität reden. Einerseits Gelder zu kassieren und die Rohre nicht zu warten und dann auch noch Gas vom Kunden zu stehlen.

Karte europäisch-russischer Gasleitungen

All das ist bekannt, wurde aber seit Jahren nicht medial an die große Glocke gehangen. Doch nun endet das Kapitel und es kam zum offenen Krieg. Nicht wegen dem Gas, aber auch dieser Umstand war wohl nicht ganz vom Tisch zu weisen. Es war wohl ein weiterer Bestandteil „tabula rasa“ zu machen.

 

Die Langwierigkeit der sog. speziellen  Militäroperationen hat die Ukraine nicht nur in eine wirtschaftliche und soziale Krise geführt, sondern es kann nun auch zu einer Unterbrechung der Heizperiode durch Gasmangel führen.
Das Problem ist, dass das ukrainische Gastransportsystem (GTS) derzeit nicht ordnungsgemäß repariert wird und die Gefahr besteht, dass es den Winter nicht „überlebt“.

Es sei darauf hingewiesen, dass das ukrainische GTS mit einer Länge von mehr als 37.000 Kilometer eines der größten der Welt ist. Nach verschiedenen Schätzungen liegt der Verschleiß des Gastransportsystems aktuell bei 70-80 %.

Gasleitungen bei einem Verteilerpunkt

 

Der beklagenswerte Zustand des GTS ist aber schon seit etwa einem Jahrzehnt bekannt. „Heute sind etwa 70 Prozent der gesamten Gasleitungen und etwa 80 Prozent der Verdichterstationen seit mehr als zwanzig Jahren in Betrieb.
Der technische Zustand der unterirdischen Gasspeicher (UGS), die seit Beginn der Gaseinspeisung zwischen 20 und 44 Jahren in Betrieb sind, entspricht nicht den Anforderungen an ihren Betrieb“,
heißt es im Konzept für die Entwicklung, Modernisierung und Neuausrüstung des ukrainischen GTS für 2009-2015.

Im selben Jahr 2015 führten die Briten eine Prüfung des „Rohrs“ durch und befanden seinen Zustand für katastrophal. In den folgenden sechs Jahren haben sich dann weder die vorherige noch die aktuelle Regierung um das Problem gekümmert. – ‚Irgendwie funktioniert es, es ist gut so wie es ist‘, könnte das Motto gelautet haben.

„Unser Gas kommt aus der Leitung!“ – wie der Strom aus der Steckdose…

 

Gleichzeitig werden etwa 2 Mrd. US Dollar für die laufende Instandhaltung des GTS und ein Mehrfaches davon für eine vollständige Überholung des gesamten Gastransportsystems benötigt.

Natürlich gibt es im ukrainischen Haushalt kein Geld für diese Aufgabe (mehr noch – es gibt ein „Loch“, das bis Ende 2022 auf 50 Milliarden Dollar anwachsen kann), was das Problem jeden Tag verschärft.

Die ukrainischen Behörden können also nur hoffen, dass mit dem „Rohr“ in diesem Winter alles in Ordnung sein wird. Andernfalls könnten die ukrainischen Städte erfrieren. Viele haben den eisigen Winter in Alchevsk bereits vergessen.

Winter in Chernihiv (Ukraine) by Alex Arendar

 

Dazu kommt, dass in Kriegszeiten mit Sicherheit noch zusätzliche Schäden am GTS entstehen bzw. schon entstanden sind, die zusätzliche Engpässe im System generieren und das ohnehin marode Netz nun über die technische Grenze hinweg belasten werden.
Auch macht der Krieg, selbst wenn Wartungen vorgesehen wären, eben diese durch Kampfhandlungen und sonstige Gefährdungen (z.B.: Minen) unmöglich.

Mit dem Beginn der Kälteperiode und dem Gefrieren des Bodens sind viele Arbeiten unmöglich durchzuführen und auch die Ersatzteilfrage ist brisant: viele Ersatzteile kamen aus Russland, da die verbaute Technik russisch ist.

Dass undichte Gasleitungen, gerade in Städten, alles andere als gut sind, ist hier schon fast nebensächlich, da für große Teile der Ukraine in diesem Winter nicht nur Gasknappheit sondern auch Stromknappheit droht, so die gewaltigen AKW-Blöcke entlang des Dnjepr in russischer Hand sind.

Quelle: Russische Föderation – Stromnetz Ukraine

 

Zu der ohnehin schon schwierigen Lage in der UKR könnte also auch eine zunehmend humanitäre Katastrophe hinzukommen, die in ihrem Ausmaß durchaus russischerseits gestaltbar wäre, so Russland gewillt ist Verdichter- und Verteilerstationen sowie das Hauptrohr zu zerstören, durch das ohnehin kaum noch Gas strömt.

Momentan wird die UKR vom Westen mit Gas versorgt. Zu Preisen, die weit unter Marktpreis liegen. Und aus den Vorräten heraus, die wir auch nicht haben… Ein Punkt, den Habeck nicht gern anspricht, wenn er zum Verzicht aufruft.

 

Beispielbild für zu Eis erstarrte Menschen: Das Unglueck am Djatlow-Pass vor 63 Jahren… So wird der ungeklärte Tod von neun Skiwanderern im nördlichen Ural in der Sowjetunion, im Gebiet zwischen der Republik Komi und der Oblast Swerdlowsk, im Jahr 1959 bezeichnet. Sie starben in der Nacht vom 1. auf den 2. Februar 1959 am nordöstlichen Hang des Berges Cholat Sjachl.

 

Der Winter kommt… und der ist in der UKR in aller Regel dem sibirischem Kontinentalklima unterworfen.

 

P.S.: Und nein jetzt bloß nicht auf Leute reinfallen, die das mit Spenden ändern wollen. Das können die gar nicht, da das ein staatliches Problem ist. Es wird schon genug im Zuge des Ukrainikrieges abgezockt. – SIC!

 

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