Wie viele ‚bedauerliche Einzelfälle‘ verträgt ein Land eigentlich?

Die Meldung aus Hamburg wirkt inzwischen beinahe wie ein makabrer Serienbrief an die Öffentlichkeit: Wieder ein vereitelter islamistischer Anschlag. Wieder ein junger Mann. Wieder syrischer Herkunft. Wieder Hinweise auf die Ideologie des sogenannten „Islamischen Staates“. Wieder ein Zugriff in letzter Minute. Wieder hätten Menschen sterben können.

Und jedes Mal wird der Öffentlichkeit erklärt, es handle sich um einen „bedauerlichen Einzelfall“. Doch wie viele „Einzelfälle“ braucht ein Land eigentlich noch, bis man erkennt, dass hier längst ein strukturelles Problem existiert?

Nach Angaben der Hamburger Generalstaatsanwaltschaft soll der 17-Jährige Anschläge auf ein Einkaufszentrum, eine Bar oder sogar eine Polizeiwache geplant haben. Ermittler fanden unter anderem Dünger, Grillanzünder, Messer und weitere Gegenstände zur Vorbereitung eines Anschlags. Inspiration soll die Ideologie des IS gewesen sein.

Das eigentlich Erschütternde daran ist nicht nur die Tat selbst. Erschütternd ist vor allem die Routine, mit der solche Nachrichten inzwischen konsumiert werden. Die Bevölkerung soll sich offenbar daran gewöhnen, dass Sicherheitsbehörden im Wochentakt Terrorpläne verhindern müssen. Dass Weihnachtsmärkte, Innenstädte, Bahnhöfe oder Einkaufszentren zu potenziellen Anschlagszielen werden. Dass man inzwischen dankbar sein soll, wenn ein Anschlag „nur“ vereitelt wurde.

Dabei ist die Frage völlig legitim: Warum importiert sich ein Staat überhaupt derartige Sicherheitsprobleme in dieser Größenordnung?

Deutschland hat in den vergangenen Jahren Hunderttausende Menschen aufgenommen, versorgt, untergebracht und alimentiert. Viele davon friedlich und gesetzestreu. Doch gleichzeitig wächst seit Jahren das islamistische Personenpotenzial im Land. Der Verfassungsschutz verweist selbst auf ein erhebliches islamistisches Gefährdungspotenzial in Deutschland.

Und trotzdem wird jede Debatte darüber reflexartig moralisch erstickt. Wer Zusammenhänge anspricht, gilt sofort als „Hetzer“. Wer fragt, ob die Migrationspolitik der vergangenen Jahre massive Sicherheitsprobleme geschaffen hat, wird diffamiert. Dabei sprechen die Schlagzeilen längst eine eindeutige Sprache.

Hamburg 2026. Elmshorn 2024. Frühere Anschlagspläne in Hamburg. Prozesse gegen mutmaßliche Islamisten. Immer wieder junge Männer, oft mit jihadistischem Hintergrund, oft mit Bezug zum IS oder verwandten Netzwerken.

Die eigentliche Zumutung besteht darin, dass Politik und Teile der Öffentlichkeit weiterhin so tun, als hätte all das nichts miteinander zu tun. Als sei jede neue Festnahme einfach nur ein weiterer isolierter Zufall.

Doch ein Staat, der dauerhaft Terroranschläge verhindern muss, die ohne eine verfehlte Migrationspolitik womöglich nie geplant worden wären, darf sich nicht ernsthaft als Erfolgsgeschichte verkaufen.

Denn die Wahrheit ist unbequem: Die Sicherheitsbehörden arbeiten inzwischen nicht mehr nur gegen Terrorismus. Sie arbeiten zunehmend gegen die Folgen politischer Fehlentscheidungen der vergangenen Jahre. Und während Polizisten, Verfassungsschutz und Spezialeinheiten Anschläge verhindern müssen, diskutieren Politiker weiter darüber, wie man „die Debatte versachlichen“ könne.

Die Bürger dagegen erleben längst die Realität. Sie sehen Messerangriffe, vereitelte Anschläge, Radikalisierung im Internet und Parallelmilieus, in denen westliche Werte offen verachtet werden. Und sie stellen sich eine einfache Frage:

Wie viele „bedauerliche Einzelfälle“ sollen eigentlich noch folgen?

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