Die Bilder zeigen mit erschreckender Deutlichkeit, welche Kräfte Wasser innerhalb weniger Augenblicke entfalten kann. Eine massive Sturzflut hat den gebirgigen Distrikt Rasuwa in Nepal getroffen und schwere Verwüstungen hinterlassen.
Besonders betroffen sind Gebiete rund um Syapru Besi und Timure nahe der Grenze zu Tibet. Gewaltige Mengen schlammigen Wassers schossen durch die engen Täler und rissen mit sich, was ihnen im Weg stand.
Dörfer wurden überschwemmt, Straßen und Brücken beschädigt und auch Anlagen zur Energieversorgung in Mitleidenschaft gezogen. Aufnahmen aus der Region zeigen eine braune, reißende Wasserwand, die sich durch das Tal wälzt. Gegen solche Wassermassen wirken selbst massive Bauwerke plötzlich erstaunlich zerbrechlich.
Das Ausmaß der Katastrophe ist enorm: Mindestens 162 Menschen wurden auf nepalesischer Seite bislang tot geborgen, weitere 403 gelten als vermisst. Auch auf tibetischer Seite werden drei Tote und 558 Vermisste gemeldet. Damit werden in der gesamten betroffenen Grenzregion derzeit mehr als 960 Menschen vermisst.
Die Behörden haben Menschen entlang des Bhotekoshi-Flusses aufgefordert, gefährdete Gebiete zu verlassen und sich auf höher gelegenes Gelände zu begeben. Die Rettungsarbeiten werden durch zerstörte Verkehrswege und beschädigte Infrastruktur erheblich erschwert.
Das Ereignis zeigt einmal mehr die besondere Gefahr in den Hochgebirgsregionen des Himalaya: Steile Täler und enorme Wassermengen können dazu führen, dass sich eine Flut innerhalb kürzester Zeit zu einer zerstörerischen Welle entwickelt. Für die Menschen bleibt dann kaum Zeit zur Flucht.
Es sind Bilder von der schieren Kraft der Natur, gegen die der Mensch trotz moderner Technik manchmal erschreckend machtlos erscheint.
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