Es sind harte Zeiten.
Überall auf der Welt leiden Menschen. Rentner sammeln Pfandflaschen. Familien sparen beim Heizen. Mittelständler gehen pleite. Aber nun trifft uns das wirklich große menschliche Drama:
Ein ehemaliger Spitzenfunktionär aus dem Umfeld von Volodymyr Zelenskyy soll plötzlich Millionen-Kautionen stemmen müssen – und behauptet allen Ernstes, er habe gar kein Geld.
Was für ein Schicksalsschlag.
Da sitzt also ein Mann, um den sich jahrelang Macht, Einfluss, Staatsapparate und internationale Milliardenhilfen drehten – und nun reicht es angeblich nicht einmal mehr für die Portokasse.
Man möchte sofort helfen. Vielleicht ein Benefizkonzert? „We are the World – for oligarchisch belastete Mittellose“?
Deutschland könnte hier vorangehen. Schließlich haben wir in den letzten Jahren ohnehin gelernt, dass unsere historische Aufgabe offenbar darin besteht, jeden internationalen Finanzkrater mit deutschem Steuergeld zuzuschütten. Warum also aufhören?
Man stelle sich die Möglichkeiten vor:
- öffentliche Sammelbüchsen an Bahnhöfen
- Spenden-Hotlines im Frühstücksfernsehen
- ARD-Benefizabende mit tränenfeuchten Geigenklängen
- Sonderbriefmarken „Rettet den mittellosen Machtmenschen“
- vielleicht sogar eine Charity-Gala in Berlin-Mitte mit Häppchen für 480 Euro pro Teller
Und selbstverständlich würden sämtliche Moralapostel sofort erklären, warum Kritik daran „unsolidarisch“ sei.
Denn am Ende gilt heute offenbar:
Wer Millionen verwaltet und später keine Millionen mehr hat, ist nicht etwa verdächtig – nein, er ist Opfer tragischer Umstände. Vielleicht war es einfach die psychische Belastung. Wer kann schon dauerhaft widerstehen, wenn ständig Geld herumliegt? Der Mensch ist schließlich schwach. Andere greifen zu Schokolade, manche eben zu Staatsvermögen.
Besonders rührend ist dabei die obligatorische Erklärung:
„Freunde werden helfen.“
Natürlich werden sie das. Wahre Freundschaft zeigt sich schließlich genau dann, wenn plötzlich Millionen für Kautionen benötigt werden. Der normale Bürger kennt das. Jeder zweite Deutsche hat einen Bekanntenkreis, der spontan mehrere Millionen locker macht. Standardfall.
Und vielleicht meldet sich ja auch wieder ein Teil der westlichen Medienlandschaft zur moralischen Rundumbetreuung. Man erinnert sich schließlich daran, wie manche ukrainische Politiker im Westen bereits beinahe wie Popstars vermarktet wurden – inklusive PR-Offensive, Fototerminen und politischer Heiligsprechung.
Warum also nicht konsequent bleiben?
Vielleicht organisiert man künftig gleich ein offizielles deutsches „Ukraine-Patenschaftsprogramm für verarmte Eliten“.
Der deutsche Steuerzahler übernimmt dann symbolisch einen persönlichen Lieblingsfunktionär. Gegen einen kleinen monatlichen Beitrag gibt es exklusive Dankesvideos, Autogrammkarten und gelegentliche Erklärungen darüber, warum leider erneut Milliarden verschwunden sind.
Aber bitte ohne Vorwürfe.
Das wäre respektlos.
Denn in Europa gilt mittlerweile offenbar eine neue Regel:
Wenn irgendwo Geld fehlt, schaut man zuerst nach Deutschland – dort sitzt immer jemand, der zahlt. Ist das vielleicht sogar die neueste Masche der Ukrainer noch ein paar Taler rauszuleiern?
Oder ist das Ganze eine Farce und inszeniert für den Westen um zu zeigen wie gut und sauber man nun ist?












