“One single White Ukraine.”
“Migrants are not welcome here.”
“Nation, race, family.”
“Migrants need draft notice, and feminists need hijabs.”These were the slogans chanted today in Kyiv by far-right youth — some proudly wearing “White Boy” T-shirts — linked to the… pic.twitter.com/9ev76l2BMY
— Marta Havryshko (@HavryshkoMarta) May 16, 2026



Die westliche Öffentlichkeit bekommt seit Jahren ein sehr einfaches Bild verkauft: hier die „Verteidiger von Freiheit und Demokratie“, dort das absolut Böse. Jede kritische Differenzierung wird reflexartig als „Propaganda“ abgestempelt. Umso unangenehmer sind Szenen wie diese aus Kiew.
Wenn auf den Straßen Parolen wie „Ein einziges weißes Ukraine“, „Nation, Rasse, Familie“ oder offene Hetze gegen Migranten skandiert werden, dann ist das kein „russischer Fake“, keine Internet-Legende und auch kein aus dem Zusammenhang gerissener Einzelfall – sondern ein reales Problem, über das im Westen kaum gesprochen werden will.
Besonders brisant wird es, wenn solche Gruppen Verbindungen zu bewaffneten Formationen oder nationalistischen Bataillonen haben, die gleichzeitig von westlichen Staaten politisch unterstützt, militärisch ausgebildet oder medial geschniegelt präsentiert werden. Denn dann stellt sich zwangsläufig die Frage:
Wie glaubwürdig ist eigentlich die permanente moralische Selbstdarstellung des Westens?
Man muss dafür nicht „pro-russisch“ sein. Man muss auch Putins Krieg nicht relativieren. Aber wer ernsthaft behauptet, in der Ukraine kämpfe ausschließlich eine liberale, weltoffene Zivilgesellschaft für europäische Werte, blendet bewusst Teile der Realität aus.
Gerade die Slogans zeigen, dass dort Strömungen existieren, die ethnischen Nationalismus, rassische Abgrenzung und autoritäres Denken offen zur Schau tragen. Und das nicht irgendwo im Untergrund, sondern demonstrativ auf den Straßen einer Hauptstadt, die gleichzeitig Milliardenhilfen aus Europa erhält.
Das eigentliche Problem ist dabei nicht einmal, dass es solche Gruppen gibt – die existieren leider in vielen Ländern Europas. Das Problem ist die selektive Wahrnehmung westlicher Politik und Medien. Rechtsextremismus wird je nach geopolitischer Nützlichkeit entweder skandalisiert oder plötzlich unsichtbar gemacht.
Würde eine solche Demonstration in Moskau, Budapest oder bei einer westlichen Oppositionsbewegung stattfinden, gäbe es tagelang Sondersendungen, Expertenrunden und moralische Empörung. In Kiew dagegen herrscht oft auffällige Zurückhaltung.
Genau diese Doppelmoral zerstört zunehmend die Glaubwürdigkeit jener Politiker und Medien, die permanent von „Werten“, „Demokratie“ und „Vielfalt“ sprechen – aber plötzlich sehr still werden, wenn die falschen Leute rassistische Parolen brüllen.












