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Autor: Sascha Rauschenberger

Fast täglich werden wir darüber jubelmäßig informiert, dass die Ukraine wieder einmal irgendwo, irgendwas und irgendwie getroffen hat. Dazu ein paar nette Bilder von Rauchwolken oder Explosionen.

Doch hinterfragen wir Anzahl und Art der diversen Artilleriesysteme und schauen auf die 1500km lange Frontlinie, dann relativiert sich das alles recht schnell auf ein Maß, das man schlichtweg als desaströs bezeichnen kann.
Und wenn wir dann auch noch die Munitionsfrage ins Spiel bringen, wird es militärisch zappenduster für die stets siegreiche Ukraine.

Immer wieder betonen wir an dieser Stelle, dass keiner wirklich weiß, was dort passiert. Die Propaganda beider Seiten ist recht fleißig Desinformationen zu streuen und ein jeweils genehmes Bild der Kampfhandlungen zu vermitteln.
Neutrale Staaten samt neutraler Presse versuchen das dann  in ein Bild zu bringen, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen.
Da man den Westen samt ideologischem Anhang und Mitläufern kaum noch als neutral bezeichnen kann – eher sogar als Kriegsteilnehmer – ist das, was da durch unsere Medienlandschaft flimmert bestenfalls Propagandateilhabe und schlimmstenfalls bewusste Desinformation der Bevölkerung.

Betrachten wir also die Hurra-Meldungen der Ukraine hinsichtlich ihrer Artillerie einmal kritisch…

Ukraine wie Russland haben nach dem Fall der UdSSR unglaubliche Berge an Artilleriemunition geerbt. Mengen, die im Westen niemals so vorgehalten worden waren.
Es handelte sich hier nicht um Millionen von Granaten und Raketen sondern insgesamt um Millionen Tonnen von Munition.
Allein die NVA der DDR hatte hunderttausende Tonnen von Artilleriemunition aller Art in ihren Beständen, die Deutschland teuer sonderentsorgen musste.
Andere Staaten waren da gewinnorientierter aufgestellt und verkauften diese Bestände überall dorthin, wo östliche Waffensysteme hin verkauft worden waren. Afrika war da ein beliebter Markt.
So verkauften zum Beispiel alle neuen NATO-Mitglieder des ehemaligen Warschauer Pakts ihre alte Munition zu Schleuderpreisen und rüsteten auf NATO-Standards um.

D-30 Haubitze 122mm – ein weltweiter Exportschlager der ex-UdSSR

 

Der Standard an Artillerie hatte im WP die Kaliber 122 und 152mm während die NATO 105 und 155mm hatte.
Bei Panzerkanonen waren das 115 und 125mm gegen 105 und 120mm im Westen.
Selbst bei Handwaffen gab es unterschiedliche Kaliber und damit auch unterschiedliche Munitionsanforderungen.

Das hat nun ernsthafte Folgen…
Der Russe hortete seine Bestände offensichtlich in einem Ausmaß, das im Westen unterschätzt wurde. In unterirdischen und zum Teil atombombensicheren Depots lagerte vermutlich all die Munition, die seit Ende des alten(!) kalten Krieges nicht mehr gebraucht wurde.
Und die Bevorratungsrichtlinien dürfen hier durchaus als fast schon paranoid angesehen werden, da es eine russische Urangst war und ist wieder vom Westen her überfallen zu werden… Napoleon und Hitler waren hier gute Lehrmeister.

 

Dazu kommt, dass Russland seine Waffensysteme auf Basis der alten Munition weiterentwickelt hat. So dann auch in der Lage ist alte Munition zu nutzen und sie weiter zu produzieren.

Die Ukraine allerdings wurde 2014 bekanntlich durch eine bewusst herbeigeführte „Revolution“ zum Westen hin geöffnet. Gern auch als Waffenmarkt, der dann auch durch Militärberater ausgiebig marketingtechnisch optimiert wurde. Kurz: man begann sich technisch an den Westen zu orientieren und eigene Munitionsproduktionskapazitäten anzupassen.

 

russische 2S19 M2 152mm PzH

 

Leider wussten die Russen sehr gut, wo diese Munition produziert wurde und ebneten diese Produktionsstätten gleich zu Anfang des Krieges ein.
Selbstverständlich kann Munition fast überall hergestellt werden, soweit man dorthin Rohstoffe liefern kann und Strom da ist.
Das hat Albert Speer im III. Reich sehr schön vorgemacht, wie eine dezentralisierte und verbunkerte Rüstungsindustrie auch Mitte 45 noch Mengen zu produzieren vermochte, von der die UKR heute nur noch träumen kann. Von dazugehörigen Waffensystemen aller Art bis hin zu Düsenjägern und ballistischen Raketen ganz zu schweigen.
Kurz: die Ukraine produziert so gut wie nichts mehr selbst. Kann sie auch gar nicht, da sie keine Rohstoffe mehr hat, die Industriekapazität zu 80% in Händen der Russen ist, ihr Facharbeiter fehlen und die Verkehrsinfrastruktur nur noch ein zerbombter Flickenteppich ist. Und Strom gibt es auch nicht mehr überall. Hier sei auf die nun dauerhaft vom Netz genommenen Atomkraftwerke verwiesen.

So besitzt die UKR zwar noch tausende von Artilleriesystemen aller Art (Haubitzen, MRW und Mörser) und Kaliber, aber die Munition für alte östliche Waffensysteme fehlt zunehmend. Ergo ist der Großteil der UKR-Artillerie zum bloßen Anschauen da.

BM21 – GRAT Mehrfachraketenwerfer – Hier unterliegt der Treibsatz der Raketen gewissen Haltbarkeitsgrenzen, wie man auch bei den alten der UKR überlassenen NVA-Fliegerfäusten recht spät bemerkte…

 

Auf der anderen Seite hat der Westen natürlich Waffen geliefert. 120 M777 Haubitzen und ein paar PzH2000 und M109 Paladin mit 155mm-Kaliber.
Dazu ein paar Raketenwerfer, deren Munition leider auch nur im Westen zu bekommen ist.

Jüngst haben die USA ein neues Hilfspaket geschnürt in dem dann auch 245.000 Schuss 155mm-Munition und 65.000 Schuss 120mm-Mörsermunition sind.
Dazu Puma-Drohnen und U24-Batterieabwehrradar sowie Vampire Anti-Drohnenradar als Möglichkeit russische Artillerie aufzuklären und mit Gegenfeuer zu bekämpfen. Oder besser: russische Artillerie am Gegenfeuer zu hindern…
Wir reden hier über ca. 35.000 Tonnen Munition. Das ist leider auch die Menge, die ukrainischen Berichten zu Folge Russland innerhalb von knapp einer Woche verschießt…
Und auch die Menge, die die USA innerhalb von einem Jahr produziert. Ergo ist diese Munition nicht sofort verfügbar, zumal die USA vor ein paar Wochen verlautbaren ließen, dass die UKR innerhalb von Wochen die Jahresproduktion an 155mm verschossen hätte. Das führte dann auch zu Abnutzungen der westlichen Waffen, da sie dafür nie konzipiert wurden. Wir berichten…

Ukraine: westliche Waffen, fehlende Munition und der Endsieg… – Rabenspiegel

 

Gern verweist unsere fachkundige Presse auf das Verhältnis von Waffensystemen an der Front oder in Abschnitten wo gekämpft wird.
Viel wichtiger ist aber die Menge der Munition, die jeweils zur Verfügung steht. Geschütze ohne Munition zählen da wenig. Und auf Seiten der UKR ist diese Munitionsmenge… begrenzt. Sehr begrenzt.

Auch wenn der Russe nach nun 6 Monaten selbst an Kapazitätsgrenzen kommt, so ist seine Feuerkraft weit jenseits allem, was die UKR noch an Feuer an den Gegner bringen kann.

 

TOS-1 Raketenwerfer mit thermobarer Munition…

Ukrainekrieg: TOS-1 Sonnenfeuer – der russische Panzer des Schreckens – (nordhessen-journal.de)

 

Dazu kommt, dass Aufklärungsdrohnen kein Privileg der UKR sind. Auch der Russe hat diese Waffen – gern auch handelsüblich – für sich entdeckt. Alles, was nicht nach oben gegen Aufklärung abgeschirmt ist, auch wärmetechnisch(!), ist innerhalb kurzer Zeit ein Ziel für die russische Artillerie. So haben kurzreichweitige Mörser an der Front nur einen begrenzten Nutzen und eine recht kurze Lebensdauer. Genauso wie nicht gehärtete Vorposten, Feldposten, Gefechtsstände, Versorgungsräume und Depots.
Weiterhin besteht für die UKR eine krasse Benachteiligung in der Versorgung an sich, da Wege und fahrendes Material für den Transport fehlen oder stark eingeschränkt sind.
Eine 155mm-Granate wiegt um die 60kg. Selbst mit „requirierten“ Pkw lassen sich damit nicht viele Schuss transportieren, zumal auch die Treibladungen noch dazu kommen. Selbstverständlich hat der Russe gelernt, dass Zivilfahrzeuge gern Versorgungsfahrzeuge sind. Mitunter auch ein Grund, warum die gern beschossen werden.

 

Kinzhal – Hypersonic Missile an einer MIG-31; mit diesen mehreren tausend km/h schnellen Abstandswaffen zerstört Russland verbunkerte Depots überall in der UKR. Zum Teil solche, die tief und atombombensicher unterirdisch angelegt wurden.

 

 

FAZIT:
Der Westen liefert zwar Waffen und Munition, aber der Umfang ist ein besserer Witz. Reine Augenwischerei. Und selbst wenn er die Mengen liefern würde – oder auch nur könnte(!) – dann gibt es ein Transportproblem zur Front. Die UKR ist nicht mehr in der Lage die Massen an Versorgungsgütern an die Front zu bringen, die da benötigt werden.
Jede Brücke, die sie jubelnd zerstört oder beschädigt, ist eine Brücke weniger für ihre zukünftige Versorgung.
Und anders als im Westen, gibt es in der UKR ein nur sehr rudimentäres Verkehrssystem mit wenig alternativen Parallelrouten. Mitunter auch ein Grund, warum Vorstöße und Offensiven an das Straßennetz gebunden sind.
Das schafft gute Verteidigungsmöglichkeiten, aber leider auch nur sehr begrenzte Optionen für Gegenangriffe oder eigene Offensiven.
Wie die, die seit Wochen im Süden stattfinden soll. Auch hier berichteten wir.

Ukraine: Traumwelten vs. Logik – Rabenspiegel

Wie es scheint ist diese Offensive nun nicht nur beendet, sondern hat sich totgelaufen. So totgelaufen, dass die UKR den Kontakt zum eingegrabenen Russen vermeidet.
Dieser hat daher Anfang der Woche drei Aufklärungsangriffe entlang wichtiger Straßen lanciert. Vermutlich um die Abwehr zu testen sowie Lücken zu finden, aber auch um wieder Fühlung mit dem ausgewichenem Angreifer aufzunehmen, der wieder zur Verteidigung übergegangen ist.
Alle drei Angriffe sollen vom russischen Generalstab als erfolgreich eingestuft worden sein. Der Gegner wurde als unterdurchschnittlich verteidigungsfähig definiert. Eine Einstufung, die am Standard der Truppen vorgenommen wurde, die im Donbass eingesetzt sind.
Gestern zeigen im Westen veröffentlichte Bilder nun Vorstöße russischer Kräfte an der südlichen Cherson-Front. Exakt im Rahmen dessen, wo aufgeklärt wurde.

 

Symbolbild eines Panzerverbandes, der sich zum Angriff bereit macht.

 

Wie sich dort russische Angriffsoperationen auf ukrainische Verteidiger auswirken werden, die kaum über eigene Artillerie verfügen und sich über offene Flächen ohne ausreichende gepanzerte Kräfte bewegen müssen, ist kein Geheimnis.
Dazu kommt, dass die an der sog. Südfront eingesetzten Kräfte mit Masse Brigaden der Territorialverteidigung sind. Kaum oder schlecht ausgebildete Freiwillige und Wehrpflichtige, die zum Teil mit alter überzähliger Ausrüstung – also ohne Reflexvisire und Zielfernrohre für Gewehre, ohne Körperpanzerung und ohne Nachtsichtfähigkeit – ins Gefecht geworden wurden.

Gerade auf solche Truppen wirkt Artillerie psychologisch verheerend. Wenig bis gar nicht ausgebildet, schlecht ausgerüstet und unzulänglich versorgt ist der Kampfwert übersichtlich. Lädt die Russen geradezu ein, ihre neue Taktik der „halben Umfassung“ weiter anzuwenden.
Hierbei werden erkannte Stellungsabschnitte der Verteidiger an den Flanken umgangen und angegriffen, ohne sie wirklich umzingeln zu wollen.
Da die Stellungen solcher Einheiten meist nur in eine Richtung zeigen – zum Feind hin – und nach hinten schlecht ausgebaut sind, bleibt nur ein aussichtsloser Kampf oder der Rückzug. Gerade dann, wenn keine mobilen Reserven im Hinterland verfügbar sind und die eigene Versorgungslage vor Ort unzureichend ist.
Dann müssen die Verteidiger weichen. Mitunter über offenes Gelände und am Tag. Eine Einladung für die russische Artillerie…
So schafft es der Russe gerade die ukrainische Front scheibchenweise und mit geringen eigenen Verlusten aufzubrechen.

 

HIND – Kampfhubschrauber

 

 

Ein geleaktes Dokument des UKR-Oberkommandos beziffert die eigenen Verluste seit Anfang Juli auf insgesamt 131014 Personen. Davon 76640 Tote und 42.704 Verwundete…
Ob das so stimmt, oder das Dokument ein russisches Propagandapapier ist, kann so nicht von hier bewertet werden.
Wenn aber die Offensive der UKR mit einer Million Mann – wie die ukrainische Regierung(!) proklamierte – gestartet wurde, dann sind Verluste von minimal 10% in zwei Monaten auch in Anbetracht der Ausbildung der Truppen, ihrer Ausrüstung und der artilleristischen Unterlegenheit bei fehlender Lufthoheit anzunehmen.
Entsprechen dem, was zu erwarten wäre und anderswo schon unter ähnlichen Bedingungen gesehen wurde. Syrien, Irak und Afghanistan zeigen es.

Unter diesen Gesichtspunkten sind all die netten Erfolgsbilder zu sehen, die wir täglich vorgesetzt bekommen.
Unter diesen Prämissen müssen wir die Parolen bewerten, die man aus Kiew hört.
Und unter diesen Voraussetzungen müssen wir langsam einsehen, dass hier sinnlos Menschen verheizt werden.

 

Das Blut von einem Soldaten im Einsatz…

 

Die UKR hat mit der gezeigten militärischen Hilfe aus dem Westen, ihrer zerschlagenen oder gänzlich eroberten Industriekapazität, mit Millionen Flüchtlingen im Land, ohne funktionierendes Wegenetz und nun auch ohne Energie KEINE Möglichkeit diesen Krieg noch lange durchzustehen.
Dazu ist die UKR völlig pleite und kann all das nicht mehr bezahlen, was sie auch nur brauchen würde die Bevölkerung zu versorgen. Besonders im aufkommenden Herbst und Winter. Und hier fließen versprochene Hilfsgelder aus dem Westen auch nicht mehr. Es sind nur noch Lippenbekenntnisse, wie Kiew selbst sagt.
Dazu ist die UKR ohne Gas und nun auch ohne Strom.

Ukraine: Das marode Gastransportsystem und der Winter – Rabenspiegel

Und ohne funktionierende und ausreichend nachversorgte Artillerie wird die UKR auch ihre aktuellen Stellungen nicht mehr halten können.
Der Russe wird bis zur Schlammperiode seine Stellungen strategisch optimiert verschieben, sich rechtzeitig(!!) eingraben und den Winter verteidigend abwarten.

Im Frühjahr wird sich dann zeigen, welche Armee und welcher Staat unter solchen Gesichtspunkten besser abschneiden konnte.
Beide Seiten werden ihre Versorgung über den Winter optimierten, Nachschub ranschaffen und neue Truppen ausbilden.

Ob das das Munitionsproblem der ukrainische Artillerie lösen werden wird, darf bezweifelt werden. Denn dazu müsste der Westen alte WP-Kaliber produzieren. Davon ist aber rein gar nichts zu hören!
Ergo wird das Problem bestehen bleiben.

Und ganz nebenbei wird der Westen bis dahin ganz andere Problemchen – neudeutsch Herausforderungen – haben, die dann vordergründig werden. – SIC!

 

Schafe im Winter…

 

 

Daher möchte ich mit der alten geramischen Floskel schließen, die schon immer im Vorfeld des Winters bemüht wurde und zum damaligen Überleben beitrug:

Möge der Winter kurz und mild sein!

 

 

 

 

Auch noch andere sicherheitspolitische Probleme  sind absehbar:

Deutsche Außenpolitik in Not: überall mögliche Kriege in Sicht – Rabenspiegel

 

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Rheinmetall: der neue Kampfpanzer PANTHER KF51

1941, als die Wehrmacht die UdSSR überfiel, marschierten 3,5 Millionen Soldaten gen Osten. Die bisher ungeschlagenen deutschen Panzerverbände fuhren als Angriffsspitzen voraus und kesselten riesige Armeeverbände ein.
Fast überall war der Gegner zahlenmäßig haushoch überlegen, aber technisch völlig veraltet aufgestellt. Kein Gegner für die modernen deutschen Panzerkampfwagen III und IV, die zudem auch über Funk geführt wurden.
Gegen Ende 1941 tauchten dann immer mehr völlig neuartige Panzer auf. Mit größerer 7,62cm Kanone, besserem Motor und einem simplen aber effektiven Fahrwerk. Dazu war der Panzer nicht nur dicker gepanzert, sondern auch noch ringsherum mit schräggestellten Panzerplatten versehen, was die Dicke der Panzerung nochmals verdoppelte. Der T34/76 führte auf deutscher Seite zum Schock.
Man dachte daran den Panzer einfach zu kopieren, so gut war er. Allein schon aus ideologischen Gründen ging das natürlich nicht. Dennoch setzte man alles daran einen eigenen Entwurf auf das Schlachtfeld zu bringen: den Panzerkampfwagen V Panther, der zusammen mit dem Tiger anno 1943 bei Kursk erstmals den Einsatz erfuhr. Dann als Schock für die Russen…
Der Panther wird als der beste Kampfpanzer des Zweiten Weltkriegs angesehen. Die Ausgewogenheit von Panzerschutz, Mobilität und Feuerkraft waren wegweisend und auch dem T34 weit überlegen.
Vom Panther wurden knapp 5.800 Exemplare gebaut und er war bis in die 60er Jahre in vielen Armeen noch im Einsatz. Wurde in Frankreich sogar nachgebaut.

Kampfwagen V Panther 1944, 7,5cm-BK und der optionalen Fähigkeit zum begrenzten Nachtkampf durch IR-Zielfernrohr

 

Daher verwundert es auch nicht, dass der Panther dann als Blaupause zum Leopard 1 herangezogen wurde. Innerhalb der NATO setzte der „Leo“ dann den Standard und wurde in zahlreiche NATO-Staaten verkauft und immer wieder modernisiert, bis er 1980 vom Leopard 2 abgelöst wurde, der die Messlatte für alle Kampfpanzerentwicklungen bis dato stellt.
Vergleiche von neuen Kampfpanzern werden stets am Maßstab des Leopard 2 angelegt.

Doch der kam nun in die Jahre und es gibt ein deutsch-französisches Kooperationsvorhaben den Kampfpanzer der Zukunft gemeinsam zu entwickeln – so bis 2040 als Einführungsdatum…
Ähnlich M400M, Kampfhubschrauber Tiger, MH90 und anderen Projekten, die dann gern auch mal länger dauerten. Und nicht unbedingt zum Vorteil deutscher Wirtschaftsinteressen waren…

So präsentierte Rheinmetall überraschend eine Eigenentwicklung und griff mit dem Namen Panther allein schon zu einer Messlatte, die nicht nur den Markt aufhorchen ließ. Schuf damit aber auch eine Erwartungshaltung, die so erst mal erfüllt sein soll. Und der Original-Panther als Vater des Leopard 1 und als Großvater des Leopard 2 sollte der neue Panther besser nicht floppen.

 

Video von Reinmetall:

 

 

WICHTIG: Hier sei aber auch ganz deutlich angemerkt, dass mehrere Presseanfragen über drei Wochen von Rheinmetall nicht beantwortet wurden. Auch nicht auf telefonisches Nachfassen hin, da es einige interessante aber nicht nachvollziehbare Punkte gibt, die die angeblichen Fähigkeiten des KF51Panther betreffen.
Vieles deutet darauf hin, dass in dem Produkt mehr Absichtserklärung als tatsächliche Fähigkeiten stecken, da für Vieles Rheinmetall keinerlei Nachweis erbringen konnte!

 

Rheinmetall hat in den letzten Jahren mit zahlreichen Produkten überzeugen und neue Maßstäbe im Panzerbau setzen können. Der 8×8 Radpanzer Boxer (GE, UK, AUS) oder die Schützenpanzer Lynx (UNG) und Puma (GE) sind hier schon international eingeführt und im Gebrauch. Auch sie haben neue Maßstäbe gesetzt und damit die Erwartungshaltung an den Panther zusätzlich erhöht.

Rheinmetall: BOXER mit 30mm MK , aus dem dann wohl auch ein FlakPz gemacht werden könnte… Rheinmetall hat so eine Version vorgeführt!

Rheinmetall: BOXER der Bw in AFG

Rheinmetall: SPz / AFV Lynx, der an Ungarn geliefert wurde

Rheinmetall: SPz / AFV PUMA der Bundeswehr im scharfen Schuss

Rheinmetall: PzH 2000

Der Panther hat das gleiche Triebwerk wie der Leopard 2 von MTU. Anstatt nun auf dem Entwurf des Leopard 2 aufzusatteln wurde der Panzer komplett neu entwickelt. Wanne, Turm, Fahrwerk und Waffenanlage sind neu. Das Gesamtpaket wiegt 59 Tonnen und ist damit leichter als momentan übliche Kampfpanzer, was aufhorchen lässt.

Die neue 130mmm-Glattrohrkanone soll munitionsabhängig eine bis zu 50% größere Feuerkraft haben, als die 120mm-Glattrohrkanone von Leopard 2 oder des M1 Abrahams, der die gleiche Waffe wie der Leo 2 hat, was allein schon alles zur bisherigen 120mm-Kanone sagt. Auch sie war die bisherige Messlatte.
Doch die 130mm-Kanone ist auch ein Wagnis, denn die NATO-Überlegungen gehen aktuell auch in die Richtung einer 140mm-Kanone als neue Standardkanone der Panzer-Verbände.
Ob der neue Panther auch eine 140mm-Waffe tragen kann ist fraglich, da hier die Größe der einzubauenden Waffe ausschlaggebend ist.

Größenvergleich: 130mm KE und die bisherige 120mm KE

Der Panther hat erstmals auch eine Ladeautomatik in dessen „Magazin“ 20 Schuss sind. Das ist nicht viel. Und die Munition ist nicht unter der Hauptpanzerung verstaut, sondern außen, was das Nachmunitionieren erleichtert, aber die Munition dem Beschussrisiko aussetzt.
Durch den Wegfall von Ladeschütze konnte der Platz durch die Ladeautomatik und die größere Waffe benutzt werden. Es dürfte auch fraglich sein, in wie weit der Ladeschütze überhaupt in der Lage gewesen wäre die schwere 130mm-Patrone  – gerade während der Fahrt mit eingeschalteter Waffenstabilisierungsanlage – zu laden. Hier war ein Umdenken ohnehin nötig und Rheinmetall machte es.

Koaxial ist ein 12,7mm-MG mit 250 Schuss verbaut worden, was die Feuerkraft und Reichweite gegenüber dem sonst üblichen 7,62mm-MG als Sekundärwaffe deutlich gesteigert hat.

Zur Infanterie-, Flieger- und Drohnenabwehr sowie zum Schutz des rückwärtigen Fahrzeugs verfügt der Panther über ein von innen zu bedienendes 7,62mm-MG mit 2500 Schuss auf dem Turm. Hier können modular auch andere Waffen wie z.B. ein Granatwerfer verbaut werden.

Dazu kommt eine moderne schnell vernebelnde Nebelmittelwurfanlage.

Als besondere Errungenschaft, die möglicherweise wegweisend sein kann, ist der Panther in der Lage eine Drohne (Hero-120)  zum Einsatz zu bringen, deren Stehzeit von einer Stunde über dem Gefechtsfeld einerseits das Schlachtfeld aufzuklären vermag und zusätzlich als Kamikaze-Waffe selbst zur Lenkwaffe mit entsprechendem Gefechtskopf werden kann. Das ist bei Kampfpanzern ein Novum, das zahlreiche taktische Möglichkeiten eröffnet.

Der Panzer hat einen besatzungslosen Turm und ist voll digitalisiert, was die Übernahme von Funktionen innerhalb der Besatzung ermöglicht und besatzungsindividuelle Aufgabenteilungen möglich macht. Auch ein nicht zu unterschätzendes Moment im Gefecht.
Ob die Sensorik letztlich den Kommandantenblick aus der erhöhten Turmluke heraus ersetzen kann bleibt dahingesellt. Bisher vermochte keine Optik und kein Sensor den freien Blick und schnellen Rundumblick zu ersetzen.
Experten (und Besatzungen) sehen diesen Punkt als kritisch an, zumal auch das menschliche Ohr als Sensor ausfällt! Nicht umsonst gibt es den Begriff Horchhalt, wo der eigene Motor zum besseren Hörvermögen abgestellt wird.
Gerade auch für den bisherigen Ladeschützen, der auch aus dem Turm schauend auf dem Marsch als Luftraumspäher fungierte.
Ein elementarer und wichtiger Punkt, der bei der gestiegenen Drohnengefährdung schicksalstreibend sein kann, wie des Krieg in der Ukraine bewiesen hat.

Dafür wurde aber ein vierter Platz im Panzer geschaffen, der z.B. für den KpChef oder den BtlKdr gedacht wäre, wo er quasi als Passagier mitfährt und führen kann, ohne den Panzer selbst zusätzlich führen zu müssen.
In wie weit dieser von Rheinmetall angedachte Punkt funktioniert oder auch nur ein Marketingargument ist, bleibt dahingestellt.
Unsere kritische Anfrage nach der Möglichkeit dazu gängige Führungssysteme einbauen zu können, blieb unbeantwortet.

Die schräg gestellte Panzerung besteht, wie beim Leo 2 auch, aus mehrschichtigen Komponenten, deren Materialverbund geheim ist und einen breiten Panzerschutz gegen verschiedene Munitionstypen bietet.
Einfach verzahnte Panzerstahlplatten wie beim originären Panther oder Tiger 2 gibt es nicht mehr.

 

Beschussschäden an der Frontpanzerung eines Königtigers; man erkennt die Dicke der Panzerung an der Verzahnung der Panzerplatten. Heute werden Verbundpanzerungen verbaut, deren „Panzerplatten“ aus mehreren Schichten verschiedener Materialien bestehen.

 

Ein wichtiges Momentum für die Einsatzbereitschaft des neuen Panther ist die Wartungs- und Instandsetzungsfreundlichkeit und die verwendeten Schmierstoffarten und Sonderteile.
Ein Umstand, der alle neuen Fahrzeuge gleichfalls betrifft.
Die Tendenz die Leistung von Einzelkomponenten zu erhöhen und dafür nicht allgemein verfügbare Teile/Öle/Schmiermittel/Dichtungen zu nehmen, senkt die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge beträchtlich.
Wie das hier aussieht blieb Rheinmetall als Antwort schuldig.

Was aber ins Auge fällt ist das wiederholt auftretende Konstruktionsmerkmal des vorderen Turms, dessen Panzerung nicht in einem aufwärts führenden Winkel mit der Wanne abschließt, sondern einkommende Geschosse direkt in den Turmdrehkranz leitet…
Das ist bei allen anderen westlichen Kampfpanzern anders!
Warum dieses unvorteilhafte Konstruktionsmerkmal wiederholt wurde, wollte Rheinmetall auch nicht ausführen.

Die taktischen Einsatzvor- und -nachteile sind – soweit die Versprechen von Rheinmetall praktikabel sind – ausgewogen.

 

Quelle: Rheinmetall- KF51 PANTHER

 

 

Bei freier optischer Sichtlinie ist die neue 130mm-Kanone (HIER) mit Sicherheit aufgrund ihrer größeren Reichweite und ihres größeren Durchschlags auf offenen Gefechtsfeldern schicksalstreibend.
In Gefechten auf kürzere Distanzen überzeugt die Kanone durch die massive Durchschlagskraft, büßt aber dafür den Reichweitenvorteil ein.
Dazu erscheint eine Kampfbeladung von 20 Schuss im Autolader auf den ersten Blick als ausreichend, kann aber schnell zum Engpass führen.

Video Rheinmetall 130mm-Kanone: HIER

Die koaxiale 12,7mm-Waffe ist ein deutlicher Gewinn. In jeder Beziehung. Auch erscheint die Kampfbeladung mit 250 Schuss als ausreichend, da diese Waffe nicht für Dauerfeuer gedacht ist. Sie überzeugt seit je her durch präzise kurze Feuerstöße.
Sie schont den Munitionsvorrat der Hauptkanone und ist in der Lage auch leichtgepanzerte Fahrzeuge auszuschalten.

 

Die von Innen zu bedienende und unabhängig vom Turm zu schwenkende 7,62mm-Waffe ist ein deutlicher Gewinn und sollte den Schützen vor feindlichem Beschuss und Scharfschützen decken.
Auch ist die Nachtkampffähigkeit dieser Waffe gegenüber den normalen außen angebrachten Turm-MGs auch in der Überwachung ein deutlicher Gewinn gegenüber dem Leopard 2 und anderen Kampfpanzern.
Ob das letztlich in unüberschaubaren Geländeabschnitten reicht, ohne den schnellen Rundumblick durch das menschliche Auge, ist fraglich. Hier haben die Verluste von gepanzerten Truppen weltweit zu Bedenken geführt, ob zu viel Deckung des Schützen nicht zu größeren Verlusten führt, weil Gegner nicht rechtzeitig erkannt werden können.

Die Fähigkeit (Kamikaze)Drohnen und von oben wirkende Lenkflugkörper (wie den in die UKR gelieferten Javelin) abwehren zu können, ist extrem wichtig geworden.
Auch hier ist das System TAPS (Turret above Protection System)  des Panthers gegenüber herkömmlichen Kampfpanzern zukunftsweisend. Ob es aber funktioniert, bleibt dahingestellt, da es dazu weder Bilder noch Antworten von Rheinmetall gibt.

Von einer Lenkwaffe getroffener Panzer in der UKR

 

Der verbesserte Minenschutz, hier auch besonders gegen Sprengfallen ist ein must-have für alle zukünftigen Entwicklungen. Gerade die sog. IEDs wirken hier mitunter durch gewaltige Ladungen (in AFG bis zu 150kg!) und bilden so ein über das normale Maß einer Panzerabwehrmine (ca. 10kg) hinausgehendes Risiko auf dem Gefechtsfeld.

Die Sensorik für die Nachtkampffähigkeit ist auf dem aktuellen Niveau der Zeit und generiert Reichweiten, die auch bei Nacht der gesteigerten Hauptkampfentfernung der 130mm-Waffe entsprechen sollten. (Anm.: auch der alte Panther hatte ein IR-Zielfernrohr, dass ihn als einzigen Panzer des Zweiten Weltkriegs nachtkampftauglich machte…)

Panther: Oben auf dem Turm das IR-Zielfernrohr

Dazu verfügt der Panther über ein System, der die Zielaufschaltung durch den Gegner hinreichend stört, das Einmessen erschwert und so dem Panther die Erstschlagmöglichkeit auch und gerade(!) in Begegnungsgefechten liefern soll.
(Als Laie muss man sich das wie gewisse technische Störer vorstellen, die die Messung von Blitzanlagen für Tempoüberwachungen unmöglich macht. Die Funktionalität ist bekannt, und daher auch bei uns verboten…)
Leider verweigert Rheinmetall auch hier die Antwort, wie das PSPS (Pre-Shot-Protection-System) überhaupt funktioniert.
Unter Experten ist die Neugier groß, da es das weltweit nicht gibt. Auch technisch schon unklar ist. Wir konnten niemanden finden, der eine Idee hatte, die über ein Laserwarngerät hinausgeht, das gegnerische Laserentfernungsmesser im 360Grad-Radius erkennt, ortet und vor Aufschaltungen warnt. – Und dieses System ist alt!
Sollte Rheinmetall wirklich so ein System haben – jenseits der Marketingpräsentationen – wäre es ein Novum auf dem Gefechtsfeld.


Alles in allem Techniken, die die Überlebensfähigkeit deutlich erhöhen(würden)!

 

Rheinmetall: KF51 Panther

 

Dem stehen natürlich auch die Nachteile einer um einen Mann reduzierten Besatzung gegenüber, was Wartung- und Bereitschaftsgrade angeht.

Die fehlende Möglichkeit aus dem erhöhten Turmluk zu sehen ist in der Aufklärung, der Gefechtsfeldbeobachtung und beim bloßen Horchhalt eine klare Einschränkung. Sogar ein Risiko!

Die Digitalisierung des Panzers – bei all seinen Vorteilen – hat auch seine SW- und HW-bedingten Nachteile und fördert die technische Komplexität des Systems. Wirkt damit auch zeitsteigernd auf die Aus- und Weiterbildung von Besatzungen, die ständig üben müssen, um alle Funktionen/Elemente und Änderungen(!) der Bedienoberflächen zu beherrschen.
Ein Umstand, der gern vergessen wird und gerade bei dann nicht verfügbaren Fahrzeugen oder Trainingsmöglichkeiten entscheidend wird.
Hierzu konnte Rheinmetall auch nichts sagen.

Dazu kommt der Preis des Systems an sich von nicht genannter Summe inkl. Ersatzteilvorratsversorgung und Wartungsverträgen.

T14 „Armata“, der vielleicht modernste Kampfpanzer der Welt…

 

Ein teurer Panzer, wie z.B. der russische T14 Armata, ist letztlich genauso schnell auszuschalten wie ein alter T62. Beide wurden in der UKR verloren. Und auch der moderne Leo 2 wurde in Syrien von ISIS geknackt. Kein Panzer ist unzerstörbar.
Und ob er seinem Leistungsniveau gegen andere Gegner durchsetzen kann, hängt u.a. auch von der Qualität der Besatzung (z.B.: Ausbildungsstand) und dem taktischen Verständnis der Führung ab.
Auch der Panther wird – falsch eingesetzt – schnell zum Opfer selbst alter und billiger Waffen.

Was Rheinmetall aber gelungen ist, ist eine Option aufzuzeigen, die als Gesamtkonzept schon jetzt überzeugt und bis 2030 serienreif sein könnte. (Machbare?) Innovationen aufzeigt, die auf dem Gefechtsfeld wertvoll seien könnten.
Der Panther ist ein mutiger wirtschaftlicher Schritt in die richtige Richtung. Eine Eigenentwicklung ohne Steuergeldverschwendung und in einem Zeitraum, der übersichtlich war. Als Beispiel, was die deutsche Waffenindustrie vermag, solange sich Bundeswehr und Staat nicht einmischen.
Wo unser kreativer Ingenieurgeist gepaart mit Weitsicht und kaufmännischer Ambition ein Produkt schon JETZT zu liefern vermag, wo bisher Zeiträume von Jahrzehnten anstanden.

Rheinmetall und seine Kooperationspartner haben ein Waffensystem geschaffen, das technisch dort anzuschließen vermag, was dann namensgebend war: Den Panther!

Einst wie jetzt mit zahlreichen Merkmalen, die wegweisend und zukunftsorientiert waren und wieder sind. Damals wurde der Panther aus der puren Not heraus konstruiert, dem russischen T34 Paroli bieten zu können..
Der neue Panther ist das Ergebnis jahrelanger Beobachtung dessen, was auf den verschiedenen Gefechtsfeldern der Welt benötigt wird.
Setzt auch das Bestreben um, der Besatzung den maximalen Schutz bei gleichzeitiger gesteigerter Wirkung gegen nahezu alle Bedrohungsarten bereitzustellen. Eigentlich eine Quadratur des Kreises, dessen Machbarkeit Rheinmetall noch nicht hinreichend erklären konnte. Oder wollte. Jedenfalls bleiben hier viele Fragen offen.

Der neue Panther hat das Potential der neue Leo zu werden. Er setzt ein Umdenken voraus, wie Kampfpanzer dann auch eingesetzt werden können, sollten oder auch eben nicht.

Quelle: Rheinmetall- KF51 PANTHER

 

 

In Verbindung mit Puma/Lynx und Boxer sowie der PzH 2000 im Rücken könnte er das Gefecht der verbundenen Waffen auf eine neue – auch digitalere – Ebene heben.
Nur will das alles gelernt, geübt und dann auch dauerhaft beherrscht werden. Das setzt auch den dauerhaften Willen voraus, die Kosten für Ausbildung und Fähigkeitserhalt(!!) auf Augenhöhe dessen zu tragen, was moderne Gefechtsfelder nun mal benötigen.

Was nun aber auf jeden Fall noch fehlt, und was die Angebotslücke bei Rheinmetall produkttechnisch schließen würde, wäre ein neuer Flugabwehrpanzer, der dort anschließt, wo der alte FlakPz Gepard aufgehört hat. Das hierzu angebotene Modell auf Boxer-Basis mit 30mm-Kanone erscheint eher als marketingaffine Notlösung.

Flakpanzer Gepard mit 2x 35mm Geschützen mit Such- und Folgeradar sowie Laserentfernungsmesser und Feuerleitrechner.

 

So bleibt zu hoffen, dass Rheinmetall Kunden für dieses Panzer findet, damit auch das unternehmerische Risiko belohnt wird. Ein Risiko, das sich aus Sicht des Autors allein schon aus technischer (Möglichkeits)Sicht gelohnt hat.
Der Panther ist eine Option auf die Zukunft und ein Schritt in die richtige Richtung. Vielleicht auch der Schritt an sich…

 

Das alles aber unter dem Vorbehalt, dass Rheinmetall das halten kann, was es da verspricht. Wir können uns nicht vorstellen, dass Interessenten andere Fragen als wir (und andere Medien) gestellt haben. Berechtigte Fragen, die aber allesamt unbeantwortet geblieben sind.
Der Autor hat dazu mit einigen anderen Experten telefoniert, die allesamt die gleichen Fragen und Bedenken hatten. Zu Technik, Konzept und Anspruch an sich, die zum Teil allein auf ein Produktversprechen von Rheinmetall beruhen.
Es bleibt zu hoffen, dass man hier nicht „lagegerecht“ ein Konzept schnell mal auf den Rüstungsmarkt gerollt hat, was weder Marktreife noch (zumindest in Teilen) eine technische Machbarkeit hat…

 

Und klar würde ich das Kätzchen gern live schnurren hören und durch das Gelände jagen. Das Auge an der Optik und die Hand am Richthebel. – SIC!

 

 

 

Video von Matsimus:

(New KF51 ‚Panther‘ Tank – 130mm MAIN GUN! ☄️💥 – YouTube

 

 

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Und dann könnte man auch auf die Opfer hinweisen, die es trotz aller Technik im Krieg IMMER geben wird:


Als Interessenverband für alle Einsatzveteranen ist der Bund Deutscher Einsatzveteranen e.V. (HIER). Er ist Ansprechpartner und Anlaufstelle für alle Kameraden, die Hilfe brauchen. Es wird jedem, sofort und  professionell geholfen werden, der durch seinen Dienst für die Bundesrepublik Deutschland zu Schaden kam.

Wir bitten unsere Leser um Spenden für die gute Sache und hoffen auf breite Unterstützung für die Kameraden!

Spendenformular HIER

 

 

Soldatenfriedhof Ittenbach mit über 1800 Gräbern

 

 

 

 

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